Außerdem trennt sich NBCUniversal von Talkshows «Karamo» und «The Steve Wilkos Show».
NBCUniversal zieht sich aus dem Geschäft mit Erstveröffentlichungen im klassischen US-Syndikationsmarkt zurück. Infolge dieser Entscheidung werden mehrere bekannte Formate eingestellt, darunter das Entertainmentmagazin
«Access Hollywood» sowie die Talkshows
«Karamo» und
«The Steve Wilkos Show». Das Unternehmen begründete den Schritt mit den stark veränderten Marktbedingungen im Fernsehen.
«Access Hollywood», das 1996 gestartet wurde und lange als Konkurrenz zu «Entertainment Tonight» galt, wird noch bis September neue Folgen produzieren. Die Shows «Karamo» und «The Steve Wilkos Show» haben ihre Produktion bereits beendet, neue Episoden werden jedoch noch bis in den Sommer ausgestrahlt. NBCUniversal hatte zuvor auch angekündigt, dass «The Kelly Clarkson Show» nach sieben Staffeln in diesem Jahr enden wird.
Der Rückzug gilt als deutliches Zeichen für den Wandel des US-Tagesfernsehens. In der sogenannten First-Run-Syndication werden Programme nicht über ein landesweites Netzwerk ausgestrahlt, sondern einzeln an lokale Fernsehsender verkauft. Dieses Modell war lange äußerst profitabel und machte Talkshowstars wie Oprah Winfrey, Dr. Phil McGraw, Rosie O’Donnell oder Ellen DeGeneres zu prägenden Figuren des Genres.
In Zeiten von Streamingplattformen, YouTube und einer stark fragmentierten Mediennutzung ist es jedoch zunehmend schwieriger geworden, ein ausreichend großes Publikum für klassische Daytime-Formate zu erreichen. Laut NBCUniversal lassen sich die Kosten für neue Produktionen unter den aktuellen Bedingungen immer schwerer rechtfertigen. Trotz des Produktionsstopps will NBCUniversal weiterhin als Vertriebspartner aktiv bleiben. Der Konzern plant, bestehende Programmbibliotheken sowie Serien aus dem eigenen Katalog weiterhin an Fernsehsender zu lizenzieren.
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