Wie überlebt man 15 Monate auf einer einsamen Insel, 62 Stunden in einer Luftblase unter Wasser oder zwei Monate auf einem manövrierunfähigen Katamaran mitten im Pazifik?
Die Dokumentation
«Verschollen» von Iris Gesang läuft am Sonntag, 12. April 2026, um 19.30 Uhr im ZDF und ist bereits ab dem 8. April 2026 um 10.00 Uhr im Streaming verfügbar – bis zum 7. April 2036. Der Film beleuchtet drei der spektakulärsten Schiffbruchgeschichten der vergangenen Jahrzehnte und lässt die Überlebenden selbst zu Wort kommen.
Sione Filipe Totau aus Tonga strandete in den 1960er-Jahren mit fünf Freunden auf der unbewohnten Insel ʻAta im Südpazifik. 15 Monate harrten die Jugendlichen dort aus – ohne moderne Hilfsmittel, aber mit Zusammenhalt, Naturkenntnissen und einem klaren Überlebenswillen. Ihre Geschichte gilt als außergewöhnliches Beispiel dafür, wie Kooperation in Extremsituationen Leben retten kann.
2013 sank der Schlepper „Jascon 4“ vor der Küste Nigerias. Schiffskoch Harrison Okene überlebte 62 Stunden in einer Luftblase im Wrack auf 30 Metern Tiefe, ehe Taucher ihn retteten. Er ist überzeugt, dass sein Glaube ihm die nötige mentale Stabilität gab. Der australische Segler Tim Shaddock wiederum trieb zwei Monate lang mit seiner Hündin Bella auf dem Pazifik, nachdem sein Katamaran schwer beschädigt worden war. Rohfisch und minimale Vorräte hielten ihn am Leben – doch vor allem der Gedanke an seine Hündin gab ihm Kraft. Experten wie der Berliner Physiologe Prof. Hanns-Christian Gunga und der Bochumer Psychologe Prof. Jürgen Margraf ordnen die physischen und psychischen Grenzerfahrungen ein.
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