Die neue Podcast-Serie «Riefenstahl: Influencerin des Bösen» untersucht das Leben und die Propaganda der NS-Filmemacherin.
Die ARD startet am Freitag, 20. März 2026, eine neue Podcast-Serie über die umstrittene Filmemacherin Leni Riefenstahl. Unter dem Titel
«Riefenstahl: Influencerin des Bösen» beleuchtet der History-Podcast «Alles Geschichte» Leben, Karriere und Selbstinszenierung der Regisseurin, die mit Filmen für Adolf Hitler zu einer der bekanntesten Propagandistinnen des NS-Regimes wurde.
Host und Autorin Katja Paysen-Petersen rekonstruiert in der Serie Riefenstahls Biografie anhand umfangreicher Recherchen und bislang unveröffentlichter Tonaufnahmen aus ihrem Nachlass. Über 100 Stunden Audiomaterial wurden dafür ausgewertet und mit historischen Quellen abgeglichen. Ziel der Produktion ist es, die von Riefenstahl selbst gepflegte Darstellung einer unpolitischen Künstlerin kritisch zu hinterfragen.
Riefenstahl, die bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 stets betonte, nichts von den Verbrechen der Nationalsozialisten gewusst zu haben, prägte mit ihren Filmen die Bildsprache der NS-Propaganda entscheidend. Der Podcast zeichnet ihren Weg von der ehrgeizigen Künstlerin zur engen Unterstützerin des Regimes nach und untersucht zugleich, wie Propaganda funktioniert – damals ebenso wie in der Gegenwart.
Neben Katja Paysen-Petersen als Autorin und Host verantwortet Klaus Uhrig die Regie der Serie. Die Redaktion liegt bei Annette Blaschke und David Rother. Produziert wurde «Riefenstahl: Influencerin des Bösen» von Vincent Productions und Plotprodukt im Auftrag des WDR. Die Folgen erscheinen ab dem 20. März in der neuen ARD-Sounds-App sowie in der ARD-Audiothek und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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