Trotz sporadischer Lichtblicke ist der Pufpaff-Ableger unter dem Strich kein Erfolg – gerade das Staffel-Finale legt die Schwäche offen.
Trotz überschaubarer Quoten setzte der Unterföhringer Sender ProSieben auch im neuen Jahr seinen
«TV Total Stand Up Club» fort. Jener war immer dienstags um 21.25 Uhr im Anschluss an die Hauptsendung zu sehen. Auf diesem Sendeplatz startete er zwar gut mit 11,3 Prozent, brach dann jedoch auf um die sieben Prozent deutlich weg. Dennoch ging es ab Januar weiter – die Quoten wurden aber nicht besser...
Schon zum Start am 6. Januar lief es zunächst nicht wirklich gut: Die Daten wurden nur auf blasse 6,6 Prozent bemessen – eine ärgerliche Entwicklung für ProSieben. Letztendliche Resonanzen in Größenordnungen von 0,26 Millionen jungen Zuschauenden waren dafür zuständig. Die Gesamtzuschauenden waren in extrem magerer Anzahl vertreten: Sie schalteten zu 2,2 Prozent (0,48 Millionen) ein.

In der zweiten Woche verblieb man dann ziemlich genau auf eben genanntem Niveau. Erst mit der dritten Folge konnte sich der Ableger in recht in Ordnung gehende Sphären steigern – mäßig passable 7,9 Prozent kamen immerhin zustande, wofür es schon ausreichte, die gewohnte Flughöhe auf 0,26 Millionen 14-49-Jährige zu halten. Insgesamt ging es wenigstens zaghaft über drei Prozent bei 0,59 Millionen an diesem Abend.
Merklich bergab ging es dann ab dem 27. Januar. Zu diesem Zeitpunkt wurde wohl vor allem wegen des einsetzenden Dschungelcamps bei RTL auf alte Folgen geschwenkt. Diese Faktoren sorgten für einen deutlichen – grottige 3,5 Zielgruppen-Prozent (0,17 Millionen) warfen die Daten aus. Noch verheerender wurde es sogar siebe Tage später, als man nur noch bei katastrophalen 2,9 Prozent durch 0,14 Millionen Jüngere zum Stehen kam. Auch die Gesamtreichweite bohrte sich in dieser Zeit weiter gen Abgrund und markierte am Tiefpunkt nur noch unterirdische 1,4 Prozent anhand 0,31 Millionen.

Mit etwas gestiegenem Zuspruch konnte sich die ProSieben-Sendung in der Woche darauf am 10. Februar mit der dritten alten Folge ein Stück erholen. Denn trotz erneuter Aufwärmung aus dem Archiv ging es immerhin auf nicht mehr ganz so desaströse 5,9 Prozent durch 0,25 Millionen Werberelevante. Zwar weiterhin kein Erfolg, jedoch eine Basis für weitere Steigerungen mit neuen Folgen nach dem Dschungel.
Zumindest mit der ersten neuen Folge nach der Dschungel-Phase am 24. Februar ließ sich diese Hoffnung einlösen. Folglich gelangte das Interesse mit soliden 8,1 Prozent in der Zielgruppe auf den Bestwert der zweiten Staffel. Erreicht wurde er mit einer verbesserten Reichweite von 0,31 Millionen. Bei der Gesamtzuschauerschaft waren zwar auch Steigerungen zu beobachten, allerdings in weitaus spärlicherem Ausmaß von weiter sehr dünnen 2,8 Prozent und 0,58 Millionen.
Wer das Pufpaff-Spin-Off jetzt aber schon über dem Berg sah, der wurde ausgerechnet zum Staffelfinale nochmal böse überrascht. Schließlich donnerten die Zielgruppen-Resonanzen wieder massiv runter auf ernüchternde 5,9 Prozent – die jüngeren Zuschauenden reduzierten sich auf 0,20 Millionen. Auch mit Bezug zu den Älteren sah es mit 2,3 Prozent ob 0,46 Millionen erwartbar wieder nicht ansatzweise rosig aus.

Unter dem Strich stehen für den «TV Total Stand-Up Club» Mittelwerte von mangelhaften 5,9 Prozent in der Zielgruppe und völlig desolate 2,3 Prozent am Gesamtmarkt. Zuläufe in Höhe 0,23 Millionen wie 0,48 Millionen waren dafür verantwortlich. Am Ende bleibt trotz zweier Lichtblicke mit um die acht Prozent ein recht enttäuschender Eindruck zurück, der die Sendung nicht als konstant solides Lead-Out erscheinen lässt. Auch wenn man mit dem uninspirierten Konzept also keine durchschlagende Erfolgsformel in der Hand hält, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es mangels Alternativen bei verhältnismäßig günstiger Produktionsweise dennoch weitergeht.
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