Die neue Daily mit Staehly sprang bei den 14-49-Jährigen noch nicht mal über 0,10 Millionen - zum Ende der Woche war endgültig Nischen-Niveau erreicht...
Für die Hamburger Anwältin Laura (Diana Staehly), ändert sich plötzlich alles: Unerwartet fällt ihr ein idyllischer Apfelhof am Bodensee zu – ein Erbe, das nicht nur ihr Berufsleben auf den Kopf stellt, sondern sie auch vor eine weitreichende Entscheidung stellt. Soll sie wirklich ihr Leben im Norden hinter sich lassen und sich in den Süden wagen? Diese Frage stellt sich seit dieser Woche in der neuen Sat.1-Vorabend-Daily
«Ein Hof zum Verlieben». Blickt man auf die bisherige Ausbeute ähnlicher (seichter) Serien beim Bällchensender, erscheint die Wahrscheinlichkeit allerdings nicht sehr hoch, dass viele Zuschauende an der Antwort interessiert sind...
Schon der Start der neuen Serie am Montag, den 2. März um 18.00 Uhr, verlief vor ernüchternden Größenordnungen: 3,7 Prozent (0,07 Millionen) standen in der jüngeren Altersgruppe zu Buche, während es mit 3,2 Prozent gesamt (0,46 Millionen) nicht viel besser aussah. Die nächste Folge wurde direkt angehangen, denn die Produktion läuft in Doppelfolgen. Ein Erfolg wurde auch sie nicht mit 0,09 Millionen und 3,9 Prozent in der Zielgruppe. Am Gesamtmarkt gings gar auf noch haarigere 2,8 Prozent durch 0,48 Millionen runter.
Zunächst noch weniger Zuschauende wurden am Dienstag gemessen: Nur verschwindend geringe 0,06 Millionen Werberelevante zu enttäuschenden 3,2 Prozent wollten wissen, wie die Storys weiter in Gang kamen. Beim Gesamtpublikum kam man ebenfalls auf eine leicht reduzierte Reichweite von 0,43 Millionen, bei einem Anteil um 3,1 Prozent. Zwar gelangte die zweite Episode des Abends auf einen vorläufigen Zielgruppen-Bestwert in höhe 4,3 Prozent, allerdings langten dafür bereits erneute 0,09 Millionen 14-49-Jährige - geringe Bewegungen reichen heutzutage bereits für merklichere Anteils-Sprünge aus, weil aus dieser Altersgruppe nur noch wenige lineares TV gucken zu dieser Uhrzeit.
In diesem Licht lassen sich auch die zusätzlich verbesserten 5,1 Prozent der ersten Mittwochs-Folge bewerten. Denn obwohl dies für sich genommen erstmals eine halbwegs vertretbare Prozent-Relation war, ging sie nicht mit einer wachsenden Sehbeteiligung einher, die bei mageren 0,09 Millionen Jüngeren verharrte. Die Sorgenfalten in Unterföhring werden sich auch deshalb nicht signifikant geglättet haben, weil es bei den Älteren an diesem Abend in die entgegengesetzte Richtung ging mit einer Negativ-Reichweite von 0,40 Millionen, die bei ganz blassen 2,9 Prozent kleben blieben. Die Folge-Episode um 18.30 Uhr trug mit zusätzlich nachgelassenen 2,9 Prozent (Jüngere) und 2,7 Prozent (gesamt) ebenfalls dazu bei.
Am Donnerstag musste Sat.1 dann ein neues Tief wegstecken: Äußerst krisenhafte 2,3 Prozent bei den 14-49-Jährigen standen auf dem Papier. Sie kamen zustande, weil bloß sehr erschreckende 0,04 Millionen aus der Zielgruppe zuschalteten. Insgesamt war die gleiche Tendenz zu beobachten - 0,37 Millionen bedeuteten eine neue Negativ-Reichweite, aus der entsprechend schmale 2,8 Prozent resultierten. Die zweite Folge des Abends verharrte bei gewohnt sehr blassen 3,6 Prozent (0,07 Millionen bis 49) wie 3,0 Prozent (0,47 Millionen Über-50-Jährige).
Konnte die neue Daily zum Abschluss der Woche zumindest ein kleines Hoffnungszeichen senden? Nein, im Gegenteil: Denn nachdem die 18-Uhr-Folge durch 3,4 Prozent (0,05 Millionen) für keinerlei Verbesserung bei den Jüngeren sorgte, trat eine halbe Stunde später bei diesen sogar eine weitere Verschlechterung ein. Der Zuspruch der 14-49-Jährigen krachte also auf einen erneuten bitteren Tiefstwert von 1,8 Prozent - das ist schon eine ganz niederschmetternde Entwicklung. Mit maximal 0,47 Millionen Älteren und 3,6 Prozent, die anschließend noch auf 3,0 Prozent nachließen, ließ sich auch hier kein Lichtblick ausmachen.
Die neue Romantic-Daily von Sat.1 «Ein Hof zum Verlieben» brachte in ihrer Premierenwoche vorerst keinen wirklichen Schwung in den angeschlagenen Vorabend. Zwar lagen die prozentualen Relationen zum Teil ein bisschen über der gar noch schlechteren «Landarztpraxis», allerdings ließen sowohl die Reichweiten bei den 14-49-Jährigen, als auch bei den Über-50-Jährigen deutlich zu wünschen übrig, denn weder gelang es in den jeweiligen Altersklassen, über 0,10 Millionen, noch über 0,50 Millionen zu kommen. Bezüglich der Jüngeren bereitet dazu noch die absinkende Tendenz auf 1,8 Prozent zusätzliche Bauchschmerzen, die Sat.1 mit unüberhörbarem Magengrummeln in die nächste Woche gehen lassen werden. Will die neue Produktion ihr mittelfristiges Überleben sichern, wird sie sich dringend steigern müssen...
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