Außerdem blickt man auf die italienische Jugend und schaut Marienerscheinungen, die von einer Religionswissenschaftlerin eingeordnet wird.
Die ARD erweitert ihr Dokumentationsangebot in der Mediathek um mehrere neue Produktionen. Neben investigativen Reportagen und religiösen Themen setzt der Senderverbund auch auf internationale True-Crime-Inhalte. Am 26. April startet die «Weltspiegel»-Doku
«Italiens Jugend im Knast?» (BR). Der 45-minütige Film widmet sich der dramatischen Situation in italienischen Gefängnissen. Haftanstalten in Städten wie Rom, Mailand oder Neapel sind seit Jahren massiv überfüllt, regelmäßig kommt es zu Aufständen. Besonders alarmierend: 2025 waren erstmals auch Jugendhaftanstalten überbelegt. Die Dokumentation von Korrespondentin Verena Schälter beleuchtet die Auswirkungen der strengen Law-and-Order-Politik der Regierung von Giorgia Meloni. Sie spricht mit jungen Inhaftierten, Angehörigen von Häftlingen, die sich das Leben genommen haben, und begleitet einen Gefängnispfarrer, der sich für bessere Haftbedingungen einsetzt. Linear läuft der Film am 27. April um 23:35 Uhr im Ersten.
Einen ganz anderen Blick auf Religion und Glauben wirft die Dokumentation
«Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?», die ab dem 28. April in der ARD Mediathek abrufbar ist. Der Film begleitet einen gläubigen Familienvater und seine Töchter auf eine Reise zum Wallfahrtsort Lourdes. Parallel verfolgt die Doku eine Studentin zum Jugendfestival im bosnischen Medjugorje, wo Gläubige von täglichen Marienerscheinungen berichten. Religionswissenschaftlerin Nicole Bauer ordnet das Phänomen ein und erklärt, wie die katholische Kirche mit solchen Berichten umgeht.
Zum Monatsende setzt die ARD zudem auf True Crime. Ab dem 29. April startet «ARD Crime Time»
«Gefangen, Betäubt, Entführt! Die unglaubliche Geschichte der Chloe Ayling (AT)». Die dreiteilige Reihe basiert auf der BBC-Produktion «Chloe Ayling – My Unbelievable Kidnapping» und erzählt die Geschichte eines britischen Models, das 2017 während eines Fotoshootings in Mailand entführt wurde. Die junge Frau sollte angeblich im Darknet als Sexsklavin verkauft werden. Nach sechs Tagen kommt sie frei, ihr Entführer wird verurteilt – doch später entstehen Zweifel an ihrer Version der Ereignisse. In den nächsten Monaten sollen weitere Filme der BBC das ARD-Angebot ergänzen.
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