Rundschau: «Marshals» ist keine «Yellowstone»-Geschichte

Luke Grimes ist in der neuen Serie aus dem «Yellowstone»-Franchise zu sehen. Doch für CBS hat man einen klassischen Krimi statt Western gebaut.

«Marshals» (seit 2. März bei Paramount+)
In der Serie übernimmt Luke Grimes erneut seine ikonische Rolle als Kayce Dutton. Nachdem er die Yellowstone Ranch hinter sich gelassen hat, schließt sich Dutton einer Eliteeinheit von U.S. Marshals an. Dabei kombiniert er seine Fähigkeiten als Cowboy und Navy SEAL, um in Montana für Gerechtigkeit zu sorgen.

Variety: “Kayces neues Team ist eine vorhersehbar zusammengewürfelte Truppe: Belle (Arielle Kebbel), eine ehemalige ATF-Undercover-Agentin, deren Persönlichkeit ebenso zurückhaltend ist wie ihre eng anliegenden Kleider aufschlussreich sind; Andrea (Ash Cruz), Tochter eines Polizisten, die die lokalen Cowboys verärgert, indem sie Latin-Hip-Hop in die Jukebox der Country-Bar legt; und Miles (Tatanka Means), ein Mitglied der Broken Rock Force, der sich entscheidet, sich den Bundesbehörden anzuschließen. All das ist Standardkost, mit gerade genug weitläufigen Panoramen westlicher Landschaften und Gesprächen über „Beschützer“ – im Gegensatz zu „Killern“ –, um es in die Sheridan-Schule der muskulösen, konservativen Mythologie einzuordnen. “



«RJ Decker» (seit 3. März bei ABC)
Geschrieben von Rob Doherty und mit Scott Speedman in der Hauptrolle, ist R.J. Decker ein in Ungnade gefallener Zeitungsfotograf und Ex-Sträfling, der als Privatdetektiv in der bunten, wenn auch kriminellen Welt Südfloridas einen Neuanfang wagt. Die Serie begleitet ihn bei der Bearbeitung von Fällen, die von leicht seltsam bis geradezu bizarr reichen, mit Hilfe seiner Ex-Freundin, einer Journalistin, ihrer Frau, einer Polizeidetektivin, und einer geheimnisvollen neuen Gönnerin – einer Frau aus seiner Vergangenheit, die seine größte Verbündete sein könnte ... oder sein One-Way-Ticket zurück ins Gefängnis.

The Hollywood Reporter: “Das Rätsel der Premiere wirkt etwas zu düster und vorhersehbar, aber die zweite Folge ist unterhaltsam und voller Wendungen, angefangen mit einer illegalen Venusfliegenfalle-Operation (eine Pflanze, die im Geiste floridianisch anmutet, auch wenn sie laut Handlung eigentlich aus den Carolinas stammt) über einen Männerstripclub namens Manatease bis hin zu einem Naturheilmittelunternehmen, das auf dem Weg zu einer zufriedenstellenden Lösung ist.“



«Young Sherlock» (seit 4. März bei Amazon)
Sherlock Holmes ist ein junger, in Ungnade gefallener Mann – roh und ungefiltert –, als er plötzlich in einen Mordfall verwickelt wird, der seine Freiheit bedroht. Sein erster Fall enthüllt eine globale Verschwörung, die sein Leben für immer verändert.

Süddeutsche Zeitung: “«Young Sherlock», basierend auf den Büchern des britischen Schriftstellers Andrew Lane, ist unterhaltsamer Krimistoff. Auch weil Holmes und Moriarty sich als kongeniales Duo erweisen. Der Mordfall auf dem Campus steht bald in einem viel größeren Zusammenhang, sodass selbst Holmes’ Mutter (Natascha McElhone) zugeben muss: ‚Dein Leben ist ja ziemlich aufregend.‘“



«Banksters» (seit 20. Februar bei HBO Max)
Berlin, 2004, Yusuf wird mitten auf dem Fußballplatz festgenommen. Der Vorwurf: mehrfacher Bankraub. Die Frage: Wer waren seine Komplizen? Schweigen bedeutet Gefängnis, Reden Verrat. Doch wer hat ihn verpfiffen und warum ausgerechnet ihn? Nichts ist wie es zunächst scheint.

Die Welt: “Wer sich allerdings von der ersten deutschen Eigenproduktion eines Streamers, der quasi jedes Jahr Olympiasieger im Serienerzählen wird, ein Statement erwartet hat, einen Ausblick darauf, was HBO in Deutschland vorhat und für möglich hält, erinnert sich mit einiger Nostalgie an bessere deutsche Streamer-Debüts. An «Dark» auf Netflix oder an «Das Boot» auf Sky. «Banksters» hingegen bleibt gutes deutsches Mittelstandsfernsehen. Sparkasse statt Morgan Chase. Aller Ehren wert. Aber eigentlich nicht genug.“



«In the Blink of an Eye» (seit 27. Februar bei Disney+)
In ferner Vergangenheit kämpft eine aus ihrer Heimat vertriebene Neandertalerfamilie (Jorge Vargas, Tanaya Beatty) ums Überleben, schützt ihre Kinder und lernt in einer unerbittlichen Welt, primitive Werkzeuge zu nutzen. In der Gegenwart geht Claire (Rashida Jones), eine ehrgeizige Postgraduierten-Anthropologin, die uralte proto-menschliche Überreste untersucht, eine vorsichtige Beziehung mit einem Kommilitonen, Greg (Daveed Diggs) ein. Und zwei Jahrhunderte später, an Bord eines Raumschiffs auf dem Weg zu einem fernen Planeten, sehen sich Coakley (Kate McKinnon) und ein empfindungsfähiger Bordcomputer mit einer rätselhaften Krankheit konfrontiert, die die sauerstoffproduzierenden Pflanzen des Schiffs bedroht.

Variety: “Jedes Mal, wenn diese Geschichte voranschreitet, springt der Film jedoch erneut zu einer von zwei Geschichten, die verzweifelt versuchen, genau diese Themen auszudrücken, dabei aber kläglich scheitern. Die Handlungen sind durch Figuren verbunden, die mit Tod und Sterblichkeit konfrontiert sind, aber nur im rein technischen Sinne. Für die Neandertaler-Familie stehen die emotionalen Einsätze ständig auf dem Höhepunkt.“

06.03.2026 11:59 Uhr Kurz-URL: qmde.de/169533
Fabian Riedner

super
schade


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Marshals RJ Decker Young Sherlock Banksters In the Blink of an Eye Dark Das Boot

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