Die Sendung schwankt in Abhängigkeit zu Thema und Programm-Umfeld, ist tendenziell mit deutlich einstelligen Zahlen aber kein wirklicher Erfolg linear gesehen.
Wie performte die ZDF-Reportage-Reihe
«37°» in den letzten Wochen und Monaten, die unterschiedlichste Themen aus subjektiver Perspektive beleuchtet, die teils für gesellschaftstypische oder auch außergewöhnliche Lebenssituationen stehen. Der Sendeplatz ist immer dienstags um 22.15 Uhr.
Dafür blicken wir auf die Performance von Dezember 2025 bis Februar 2026: Am 2. Dezember 2025 lief es in beiden Gruppen sehr mangelhaft: Die Daten wurden nur auf grottige 6,3 Prozent (1,27 Millionen) des Gesamtpublikums taxiert – damit lag man massiv unter dem Senderschnitt. Bei den 14-49-Jährigen lief es mit 3,5 Prozent (0,16 Millionen) nicht besser. Das an diesem Abend behandelte Thema Ehrenamt konnte offensichtlich gar nicht verfangen.

Zumindest in der jüngeren Altersklasse erfolgte am 9. Dezember ein leichter Anstieg – immerhin halbwegs 5,5 Prozent durch 0,18 Millionen standen in dieser Kategorie zu Buche, die immerhin nicht mehr ganz so unterirdisch waren. Auf beständig niedriger Flughöhe war man hingegen am Gesamtmarkt unterwegs, wo 6,2 Prozent durch 1,10 Millionen weiter überdeutlich den Senderschnitt verfehlten.
Weiter ging es dann erst im neuen Jahr – und das mit prominenter Unterstützung. Denn am 6. Januar 2026 begleitete man die Ehrlich Brothers bei Therapiemaßnahmen mit Zauberaspekten. Das Interesse anheben ließ sich mit dieser Konstellation jedoch nicht, vielmehr lief es genauso wie im Dezember 2025. Insgesamt waren nur 1,19 Millionen Interessenten anwesend zu trotzdem weiter sehr ernüchternden 6,6 Prozent. Die gewohnte Leistung setzte sich mit Blick auf die Leute bis 49 fort – dieses Mal waren erneut 0,18 Millionen zu 5,3 Prozent zugegen.

Doch es trat ein Silberstreif am Horizont ein, denn am 13. Januar sahen gestiegene 1,58 Millionen und 9,3 Prozent zu – das waren zwar immer noch einstellige Werte, die aber wenigstens nicht mehr so extrem mager waren wie zuvor. Bezüglich der Jüngeren konnte die Episode zum Thema Schlaflosigkeit aber keine zusätzlichen Impulse auslösen mit 5,0 Prozent (0,16 Millionen).
Und es ging erfreulicher Weise weiter nach oben: Mit einem Themenschwerpunkt zur finanziellen Abhängigkeit von Frauen gelang insgesamt durch 2,00 Millionen erstmals im betrachteten Zeitraum der Sprung in die Zweistelligkeit – die Dimensionen kletterten auf erstmals zufriedenstellende 12,7 Prozent. Wohl auch, weil man an diesem Abend das Fahrwasser erfolgreicher Trump-Dokus nutzen konnte. Auch bei den Jüngeren schlug diese Positivtendenz durch mit 0,30 Millionen zu guten 10,8 Prozent.
Halten ließ sich dieses Hoch mit den letzten beiden betrachteten Folgen Ende Januar/Anfang Februar zwar nicht mehr, immerhin fiel man aber nicht ganz so weit zurück wie vorher. So zeichneten sich am 27. Januar am Gesamtmarkt 1,63 Millionen zu wieder einstelligen 8,8 Prozent ab, während es bezüglich der Jüngeren anhand 6,4 Prozent (0,27 Millionen) wenigstens noch ok lief. Obwohl sich die Reichweiten bei den Jungen am 24. Februar in Anbetracht 0,23 Millionen nicht erhöhten, war nochmal ein optimierter Prozentanteil in Höhe passabler 8,3 Prozent beobachtbar – das Thema Sexualität der Gen Z war entsprechend auch so ausgerichtet. Das ältere Publikum reduzierte sich gegenläufig ein Stück auf 1,27 Millionen bei trotzdem konstanten 8,5 Prozent.

Wohl auch wegen des Schlussspurtes bei den Leuten zwischen 14 und 49 kam «frontal» in dieser Kategorie trotz teils unterirdischer Dimensionen um drei Prozent noch auf einen akzeptablen Mittelwert von 6,4 Prozent (0,21 Millionen) im betrachteten Ausstrahlungsfenster. Noch deutlich unterdurchschnittlicher verblieb der Zuspruch der Gesamtzuschauerschaft in Höhe dürftiger 8,3 Prozent (1,43 Millionen) im Durchschnitt – sie verfehlten die Normwerte des Kanals gravierend. Alles in allem schwankt die Sendung in Abhängigkeit zu Thema und Programm-Umfeld, ist tendenziell aber kein wirklicher Erfolg linear gesehen. Wie stark die Reportagen On Demand geklickt werden, ist nicht klar – bei den besten Programm-Marken taucht das «37°»-Label meistens jedenfalls nicht auf.
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