Die für die Golden Raspberry Awards nominierten Filme gelten als die schlechtesten Filme des Jahres. Unter den Werken befinden sich gleich zwei Stoffe von Streaming-Diensten.
«The Electric State» (Anthony Russo, Joe Russo, Netflix)
Dieses Werk basiert auf der klassischen Prämisse, dass alle autonomen Roboter rebellieren und sich gegen ihre Schöpfer auflehnen. Mit einiger Mühe werden sie alle in einen „Electric State“ verbannt. Schnellvorlauf bis heute: Michelle ist eine Teenagerin, die als einzige ihrer Familie einen Autounfall überlebt hat. Sie lebt bei verschiedenen Pflegefamilien und hat Schwierigkeiten in der Schule, weil sie sich weigert, die Neurocaster-Technologie zu nutzen, um an virtuellen Unterrichtsstunden teilzunehmen. Eines Tages findet ein Roboter den Weg zu ihrem Haus und überzeugt sie davon, dass er tatsächlich von ihrem Bruder Christopher ferngesteuert wird. Mit dieser Information macht sie sich auf den Weg in die Sperrzone, um sich mit ihrem leiblichen Bruder zu vereinen.
Die Adaption des Originalbuchs, auf dem die Geschichte basiert, sicherte dem Film einen Platz auf der Nominierungsliste. Viele Kritiker bemängelten, dass das Originalbuch, das sich durch eine selektive Erzählweise, eine gedämpfte Farbpalette und eine melancholische Stimmung auszeichnet, in etwas Simplizistisches und Offensichtliches verwandelt wurde. Dadurch wurde aus einem durchdachten literarischen Werk etwas, das manche sogar als „einfach nur dumm“ bezeichnen.
«Hurry Up Tomorrow» (Trey Edwards Shults, Lionsgate)
Abel „The Weekend“ Tesfaye spielt sich selbst in einer fiktiven Version in einem Film, in dem seine Figur mit Depressionen und emotionaler Instabilität zu kämpfen hat. Trotz seiner Schwierigkeiten überzeugt ihn sein Manager Lee, wieder auf die Bühne zu gehen. Dort, als der Künstler aufgrund seines Gesundheitszustands gezwungen ist, die Bühne zu verlassen, folgt ihm ein neugieriger Fan namens Anima. Zusammen verbringen sie die Nacht, woraufhin der Fan Abel als Geisel nimmt und versucht, seine Probleme gewaltsam zu lösen.
Obwohl der Film auf den ersten Blick interessant wirkt, bezeichneten Kritiker dieses Werk als prätentiös und selbstverliebt. Die minimale Handlung sowie der Eindruck, dass der Film wie eine Werbung wirkt, brachten ihm eine der niedrigsten Bewertungen auf Rotten Tomatoes und Co. ein.
«Disney's Snow White» (Marc Web, Walt Disney Pictures)
Snow White ist Disneys neuester Versuch, die bekannte Geschichte von Schneewittchen in die Kinos von heute zu bringen. Hier nimmt uns Rachel Zegler als Schneewittchen mit auf die Reise, auf der sie von ihrer Stiefmutter überwältigt und zur Flucht gezwungen wird, da der Jäger es nicht über sich bringt, sie auf Befehl der bösen Zauberin hinzurichten. Im Wald stößt sie auf eine Hütte, wo sie sieben neue Freunde findet, die Schneewittchen schließlich helfen, den Frieden im Königreich wiederherzustellen.
Während Rachel Zegler für ihre Leistung in dem Film gelobt wird, wird dieser oft als unausgewogen in der Erzählweise und ohne die Liebenswürdigkeit des Originals beschrieben. Das macht ihn zu einem Anwärter auf die Nominierung als „Schlechtester Film“.
«Star Trek: Section 31» (Olatunde Osunsanmi, Paramount+)
Dieser Film ist ein weiteres Abenteuer im «Star Trek»-Universum, das diesmal Licht auf Section 31 wirft, eine geheim operierende Organisation aus der Serie. Als Philippa Georgiou in eine verdeckte Mission hineingezogen wird, muss sie mit den Agenten eines geheimen Teams namens Sektion 31 zusammenarbeiten, um das Prime-Universum vor einem neuen Feind zu retten, der alles und jeden zu vernichten droht, der sich ihm in den Weg stellt. Dabei findet sie sich in einer Umgebung wieder, in der Geheimhaltung und unkonventionelle Methoden eine viel größere Rolle spielen als bei den üblichen Missionen der Sternenflotte.
Dieser Film gilt als der schlechteste im «Star Trek»-Franchise, was auch auf den Unterschied zu den üblichen «Star Trek»-Filmen zurückzuführen ist. Kritisiert werden die visuellen Effekte, die Schauspielkunst, die Dialoge und die Charaktere.
«War of the Worlds» (Rich Lee, Universal Pictures)
O'Shea Jackson (Ice Cube) spielt Will Radford, einen Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums, der an einem neuen Überwachungsprogramm arbeitet, mit dem Daten über die gesamte Weltbevölkerung gesammelt werden können. Während der Zusammenarbeit mit dem FBI ereignen sich plötzlich globale Ereignisse, die auf eine außerirdische Bedrohung hindeuten. Will und sein Team versuchen, auf die neue Situation zu reagieren und die Menschheit mit Hilfe der gesammelten Informationen zu schützen. Dabei wird ihm bewusst, welche Folgen totale Überwachung und Macht haben können.
Was diesen Film schlecht macht, ist eine Mischung aus seiner misslungenen Adaption des Originalbuchs und den ständigen Werbeeinblendungen während der Spielzeit. Er hat es auf die Liste der „100 schlechtesten Filme aller Zeiten” von Rotten Tomatoes geschafft und steht auch auf der Nominierungsliste für die Golden Raspberry Awards.
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