Der Bällchensender musste in dieser Woche weiter sinkende Werte verkraften, die die Produktion inzwischen in richtige Bedrängnis bringen.
SAT.1 hat am letzten Montag mit einer leichten Dschungel-Verzögerung die neue Staffel der Realityshow
«Promis unter Palmen – Für Geld mache ich alles!» gestartet. Die frische Runde lief gegen Olympia allerdings deutlich schlechter an, als noch 2025. Damals waren zwar einstellige, aber dennoch klar überdurchschnittliche 9,0 Prozent (0,44 Millionen) drin. Die vor sieben Tagen erzielten Prozentwerte in Höhe blass durchwachsener 6,3 Prozent (0,29 Millionen) bewegten sich eine ganze Ecke darunter. Waren ohne die olympischen Spiele nun Steigerungen drin?
In der zweiten Woche konnte der Sender nun weiter nicht zufrieden sein. Denn die weiteren Entwicklungen bewegten sich gegen Hirschhausen, Jauch und Löwen nur auf weiter gesunkene 0,24 Millionen Werberelevante, welche einen Prozentwert in Höhe von schlechten 5,8 Prozent mit sich führten - Zahlen, die inzwischen eine wirkliche (lineare) Krise für den einstigen Überflieger darstellen und Steigerungen nötig erscheinen lassen. Mit Bezug zur älteren Zuschauerschaft hatte der Trash noch weniger zu melden - sie war nur in einer Größenordnung von 0,91 Millionen und blassen 4,0 Prozent anwesend. Übergeordnet ist anzumerken, dass auch die Performance bei den Programm-Marken bald in die Bewertung mit zu berücksichtigen sein wird, die wie immer heute Mittag vermeldet werden. Ab 22.35 Uhr folgte dann eine Wiederholung von
«Der SAT.1 Discounter-Check». Er hielt noch 0,12 Millionen, die den Anteil zumindest etwas auf hinnehmbare 6,5 Prozent der Werberelevanten erhöhten. Am Gesamtmarkt ließen sich bloß 0,41 Millionen und magere 3,9 Prozent verzeichnen. Am Vorabend um 19.05 Uhr kam eine neue Folge der Serie
«Die Landarztpraxis» auf gewohnt verheerende 2,8 Zielgruppen-Prozent (0,07 Millionen). Insgesamt waren leicht bessere, aber auch nicht gute 3,1 Prozent durch 0,61 Millionen anwesend.
In der gegnerischen Primetime versuchte die Kölner TV-Station RTL mit Quiz-Inhalten zu punkten, genauer gesagt mit einer regulären Version des Dauerbrenners
«Wer wird Millionär». Hier bewegten sich die Ergebnisse auf einem ordentlichen Level von 11,7 Prozent bei 0,44 Millionen 14-49-Jährigen - gegen eine starke Hirschhausen-Doku musste man im Vergleich zu den vorigen Ergebnissen aber schon ein paar Federn lassen. Gleiches gilt auch für den Gesamtmarkt, an dem waren 2,54 Millionen und gute 12,1 Prozent zugegen, die aber nicht mehr wie vor einiger Zeit über drei Millionen und 15,0 Prozent lagen. Eine dreiviertel Stunde vor Mitternacht wurde vom Kanal noch
«SPIEGEL TV» gespielt. Das Magazin hielt im Lead-Out bloß noch 0,13 Millionen 14-49-jährige wie 0,98 Millionen am Gesamtmarkt. Marktanteile in Höhe klar verschlechterter 7,9 Prozent und zumindest noch passabler 9,7 Prozent in den jeweiligen Altersklassen hatte dies zur Folge.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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