Die Dokumentation «Tucholsky in Frankreich – Das Glück vor der Katastrophe» läuft am 21. März um 22:45 Uhr und ist anschließend in der Mediathek verfügbar.
ARTE widmet sich am Samstag, den 21. März 2026, um 22:45 Uhr dem Schriftsteller Kurt Tucholsky und beleuchtet mit
«Tucholsky in Frankreich – Das Glück vor der Katastrophe» eine bislang wenig dokumentierte Phase seines Lebens. Die 52-minütige Dokumentation ist vom 21. März bis 18. Juni 2026 online abrufbar. Im Mittelpunkt steht die Zeit zwischen 1924 und 1929, als Tucholsky Berlin verließ und nach Paris übersiedelte.
Der scharfsinnige Publizist und entschiedene Kritiker der politischen Verhältnisse in der Weimarer Republik wollte von Frankreich aus zur Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen beitragen. Stattdessen wurde er zunehmend zum Chronisten einer Entwicklung, die Deutschland in die Katastrophe führen sollte. In Paris schärfte sich sein Blick auf den erstarkenden Nationalismus und den aufkommenden Faschismus – Themen, die bis heute Aktualität besitzen.
Neben seinem politischen Schreiben beleuchtet der Film auch Tucholskys private Seite. Seine Beziehung zu Mary Gerold, mit der er ab 1924 verheiratet war, prägte diese Jahre maßgeblich und sollte später entscheidend für die Pflege seines literarischen Nachlasses werden. Die Dokumentation verbindet historische Spurensuche in Paris und Berlin mit aktuellen Bezügen und zeigt Tucholsky als hellsichtigen Beobachter seiner Zeit.
Regie führten Leif Karpe und Christoph Goldmann. Musikalische Interpretationen des deutsch-französischen Punk-Duos Les Millionnaires sowie Beiträge von Robert Stadlober und Jasmin Tabatabai – die auch als Erzählerin fungiert – unterstreichen die anhaltende Relevanz von Tucholskys Texten.
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