Die amerikanischen Fachjournalisten sind von der Fortsetzung alles andere als begeistert. Schließlich können die alten Folgen mit einem Klick weiter gesehen werden.
«Scrubs» (ab 26. Februar bei Hulu)
JD und Turk operieren zum ersten Mal seit langer Zeit wieder gemeinsam: Die Medizin hat sich verändert, die Assistenzärzte haben sich verändert, aber ihre Männerfreundschaft hat die Zeit überdauert.
Variety: “In den 15 Jahren, in denen die Serie nicht ausgestrahlt wurde, hat sich das medizinische Genre weiterentwickelt, während «Scrubs» auf der Stelle trat. (…) Vor diesem dynamischen Hintergrund bietet das wiederbelebte «Scrubs» Stillstand: dieselbe Sentimentalität, untermalt von den klagenden Tönen von Lazlo Banes „Superman“; dieselbe liebenswert-plattische Chemie, wie J.D. und Turk, die einen Pokerabend in J.D.s „Bro-Jo“ planen. Das mag für langjährige Fans ausreichend sein, abgesehen von der Existenz eines umfangreichen Backkatalogs, der nur wenige Klicks entfernt auf Hulu zu finden ist. Warum sollte man sich eine Staffel ansehen, die versucht, so nah wie möglich am Original zu bleiben, abgesehen von den unvermeidlichen Auswirkungen der Zeit, wenn man sich einfach das Original selbst ansehen kann?“
«Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette» (seit 12. Februar bei Hulu)
Dies ist eine Miniserie, die sich mit der unbestreitbaren Chemie, der stürmischen Liebesgeschichte und der vielbeachteten Hochzeit eines der berühmtesten Paare des 20. Jahrhunderts befasst. Der erste Teil von Ryan Murphys Anthologie «Love Story» ist inspiriert von Elizabeth Bellers Buch „Once Upon a Time: The Captivating Life of Carolyn Bessette-Kennedy“. Er war so etwas wie ein Mitglied der amerikanischen Königsfamilie. Das ganze Land verfolgte, wie er sich von einem Jungen zu einem beliebten Junggesellen und Medienstar entwickelte. Sie war selbst ein Star. Unabhängig und mit einem einzigartigen Stil stieg sie von einer Verkäuferin zur Führungskraft bei Calvin Klein auf und wurde zur vertrauten Vertrauten des gleichnamigen Gründers. Als sich ihre Liebesgeschichte auf nationaler Ebene entfaltete, drohten der damit einhergehende intensive Ruhm und die Aufmerksamkeit der Medien, sie auseinanderzureißen. Die Serie zeichnet die komplexe und herzzerreißende Reise eines Paares nach, dessen private Liebe zu einer nationalen Obsession wurde.
Süddeutsche Zeitung: “Ein bisschen Dramaturgie etwa würde dem Zuschauer durchaus helfen, dieser Liebesgeschichte über ganze neun Episoden folgen zu wollen. Lieben, streiten, vertragen, verloben, doch nicht verloben, heiraten – das sind, zumal bei berühmten Leuten, natürlich irre interessante Geschehnisse. Aber ausgerechnet die „Love Story“ fühlt man nicht so richtig zwischen den beiden. “
«Museum der Unschuld» (seit 13. Februar bei Netflix)
Im Istanbul der 1970er-Jahre führt die verbotene Liebe zwischen einem Mann und einer Verkäuferin zu lebenslanger Obsession und Sehnsucht. Nach Orhan Pamuks Roman.
Die Zeit: “Die Serie wird getragen von dem Gefühl, das die meisten Romane Orhan Pamuks trägt, von Hüzün, dem Wort, das man in der Türkei jener gemeinschachftlich geteilten Wehmut und Melancholie gegeben hat, welche so eng mit der Stadt Istanbul verbunden ist.“
«56 Days» (Amazon)
Oliver und Ciara begegnen sich zufällig in einem Supermarkt und verlieben sich daraufhin schnell und heftig ineinander. 56 Tage später treffen Mordermittler in Olivers Wohnung ein und finden eine nicht identifizierte Leiche vor – brutal ermordet und absichtlich zersetzt. Hat er sie getötet? Hat sie ihn getötet?
Variety: “Letztendlich ist «56 Days» eine wilde Fahrt, die sich mit der Entwicklung der Geschichte von Oliver und Ciara drastisch verändert und zum Ende ihrer Romanze führt. Die finale Enthüllung ist nicht so schockierend wie in Netflix' «His & Hers» oder so unheimlich wie in Prime Videos «The Girlfriend». Doch als sie sich dem Publikum und den Detectives Reardon und Connolly offenbart, ist es ein Ende, das selbst der engagierteste Zuschauer wahrscheinlich nicht vorhersagen kann.“
«How to Get to Heaven from Belfast» (seit 12. Februar bei Netflix)
Drei beste Freundinnen stürzen sich in ein chaotisches Abenteuer, um den rätselhaften Tod einer alten Freundin aufzuklären und ihr eigenes dunkles Geheimnis zu bewahren.
The Hollywood Reporter: “Die Faszination von «How to Get to Heaven from Belfast» lässt sich ganz einfach als „«Derry Girls» + Mord“ zusammenfassen. Das wird jedoch der etwas schleppenden Mitte der Staffel nicht ganz gerecht, in der «How to Get to Heaven from Belfast» zu sehr damit beschäftigt ist, sich in mysteriösen Verwicklungen zu verstricken, um überhaupt lustig zu sein – ebenso wenig wie dem starken Ende, in dem sich die komplexe Handlung auf eine Weise auszahlt, die weitaus ernster und, wenn man etwas tiefer hineininterpretieren möchte, thematisch weitaus umfangreicher ist, als ich ursprünglich erwartet hatte.“
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel