Die britische Historikerin untersucht in einer zweiteiligen PBS-Doku, wie das Empire die 13 Kolonien verlor – und was die Niederlage für Großbritannien bedeutete.
Pünktlich vor dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit widmet sich PBS einem der folgenreichsten politischen Brüche der Weltgeschichte.
«Lucy Worsley Investigates: The American Revolution» startet am Dienstag, 7. April 2026, um 21:00 Uhr auf PBS sowie parallel auf PBS.org und in der PBS-App. Der zweite Teil folgt eine Woche später am 14. April.
Die populäre britische Historikerin Lucy Worsley nimmt dabei bewusst die Perspektive der Verlierer ein. Während die amerikanische Sicht auf die Revolution vielfach erzählt wurde, richtet Worsley den Fokus auf politische Fehlentscheidungen, interne Spannungen und gesellschaftliche Umbrüche im Mutterland. 1776 erklärten die 13 Kolonien ihre Unabhängigkeit vom britischen Empire – ein Schritt, der einen achtjährigen Krieg auslöste und schließlich in einer demütigenden Niederlage Großbritanniens mündete. Doch war dieser Bruch unvermeidlich?
In der ersten Episode begibt sich Worsley unter anderem nach New York, wo George Washingtons Truppen die Unabhängigkeitserklärung hörten und eine Statue von König George III. zerstörten. Sie analysiert die Eskalation durch Strafsteuern wie den Stamp Act von 1765 sowie Ereignisse wie das Boston Massaker und die Boston Tea Party. Zugleich beleuchtet sie radikale Stimmen wie John Wilkes und Thomas Paine, deren Ideen das Streben nach Freiheit befeuerten.
Die zweite Folge zeigt, wie stark der Krieg auch Großbritannien selbst erschütterte. Von Spionagefällen über Brandanschläge auf die Royal Navy bis hin zur französischen und spanischen Intervention spannt die Doku den Bogen bis zur britischen Kapitulation in Yorktown 1781 und der formellen Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit zwei Jahre später. Worsley macht deutlich: Der Verlust Amerikas veränderte nicht nur eine Kolonie – er formte das Selbstverständnis Großbritanniens neu und löste globale Machtverschiebungen aus.
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