Halle-Abschied bringt «Polizeiruf 110» in die Bestenlisten

2025 startete die «Polizeiruf 110»-Reihe erst im Mai in das neue TV-Jahr - das war ungewohnt spät. 2026 ging der Sonntags-Krimi in eine neue Runde - mit Erfolg?

Im Vorjahr mussten Fans des «Polizeiruf 110» satte fünf Monate auf einen neuen Fall warten, im Mai 2025 gab es dann mit «Widerfahrnis» endlich neuen TV-Stoff der Reihe. Das wollten direkt überzeugende 8,12 Millionen Zuschauer sehen, auch die junge Zuschauerschaft überzeugte mit 20,8 Prozent Marktanteil und 1,10 Millionen Fernsehenden. Das Warten hatte sich für das Erste demnach gelohnt und dennoch soll es 2026 wieder früher losgehen. Wie in den Jahren zuvor startete das Erste gestern, und damit bereits im Februar, in eine neue Folge von «Polizeiruf 110», wobei sich direkt zum Auftakt ein Abschied ereignete. Peter Kurth und Peter Schneider sollten mit dem dritten Fall den vorerst letzten «Polizeiruf 110» aus Halle über den Äther bringen. «Der Wanderer zieht von dannen», so der Titel des neuen Falls, zieht dabei stolze 7,36 Millionen Zuschauer ab drei Jahren im Schnitt an.

Aus dieser Gesamtreichweite konnte das Erste 0,76 Millionen Zuschauer der Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen zuschreiben, womit man bei der blauen Eins abermals zweifelsfrei vollends zufrieden sein wird. Die Marktanteile zeigten am gesamten TV-Markt schöne 28,9 Prozent an, am Markt der jüngeren Zuschauern blockierte der Kriminalfall wiederrum 15,0 Prozent. Zum Kontext: Mit den über 7 Millionen Zuschauern holt sich die Primetime im Ersten auch gegenüber jeglicher «Olympia»-Konkurrenz die beste Reichweite des Tages.

Im Anschluss an den TV-Krimi ging es über zum Polit-Krimi bei «Caren Miosga». In der NDR-Talkshow ging es ab 21:45 Uhr um das Thema "Europa nach der Sicherheitskonferenz - bedingt abwehrbereit?", zu Wort kamen Armin Laschet, Nicole Deitelhoff, Christian Mölling und Gordon Repinski. Die starke Primetime zeigte durchaus Wirkung, es verweilte ansehnliche 2,28 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, der Marktanteil rutschte dennoch deutlich auf 11,6 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnten noch 0,25 Millionen gehalten werden, das brachte 5,9 Prozent am Markt.

Die späten «Tagesthemen» ab 22:45 Uhr hielten noch 1,60 Millionen Zuschauer und daher 10,5 Prozent am Markt, am jungen Markt waren noch 6,7 Prozent möglich. Das Kulturmagazin «ttt - titel thesen temperamente» sicherte im Anschluss noch 0,83 Millionen Zuschauer und daher 6,9 Prozent Marktanteil. Die jungen Zuschauer waren hierbei nahezu komplett verschwunden, es holten noch 0,14 Millionen 14- bis 49-Jährigen eher magere 5,8 Prozent am entsprechenden Markt.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
16.02.2026 08:27 Uhr Kurz-URL: qmde.de/169001
Felix Maier

super
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Polizeiruf 110 Olympia Tagesthemen Widerfahrnis Der Wanderer zieht von dannen Caren Miosga ttt - titel thesen temperamente

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