Das ZDF-Format erzählt am Sonntagvormittag von zwei Menschen, deren Leben sich durch grundlose Gewalt radikal verändert hat.
Am Sonntag, 22. März 2026, zeigt
«37°Leben» um 09:03 Uhr die neue Ausgabe «Leben nach der Gewalt». Bereits ab Freitag, 20. März, ist die Dokumentation in der ZDFmediathek abrufbar und dort bis März 2031 verfügbar. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die völlig unerwartet Opfer massiver Gewalt wurden – und die Frage, wie ein Weiterleben nach solchen Erlebnissen möglich ist.
Die Sendung begleitet unter anderem Markus (32), der nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter Jugendlicher brutal zusammengeschlagen wurde. Die Täter traten ihm auf den Kopf, beide Kiefer brachen, zeitweise konnte Markus nichts sehen und entging nur knapp einer dauerhaften Erblindung. Die Tat konfrontierte ihn mit der Erkenntnis, dass er hätte sterben können – und veränderte seine Sicht auf das eigene Leben grundlegend.
Auch Annabelle (33) aus Mainz kommt zu Wort. Nach einem Stadtfest wurde sie aus dem Nichts von einer halb vollen Bierflasche getroffen, die ein Mann in ihre Gruppe warf. Die Verletzung hatte schwerwiegende Folgen: Eine durchtrennte Sehne, wochenlange Gehprobleme und bis heute chronische Schmerzen. Trotz Operation, Reha und Physiotherapie musste die selbstständige Friseurmeisterin ihren Salon aufgeben, da sie den Beruf körperlich nicht mehr ausüben konnte.
«37°Leben» zeigt jedoch nicht nur die Folgen der Gewalt, sondern auch die Wege zurück ins Leben. Annabelle arbeitet inzwischen an der Oper Frankfurt und steht als Schauspielerin auf der Bühne – angepasst an das, was ihr Körper noch zulässt. Markus hat sich mit einem Tattoostudio selbstständig gemacht und privat einen Neuanfang gewagt. Die Dokumentation macht deutlich, wie tief solche Taten wirken – und wie unterschiedlich, aber auch mutig Betroffene versuchen, wieder Halt und Perspektive zu finden.
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