Das Erste zeigt Hawaii von seiner besten Seite

Eine spektakuläre Naturdokumentation über eine Inselwelt im ständigen Wandel zwischen vulkanischer Urkraft, artenreichen Ozeanen und tief verwurzelter Kultur.

Mitten im endlosen Blau des Pazifiks liegt Hawaii – über 130 Inseln und Atolle, rund 3000 Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt. Kaum ein Ort der Erde ist isolierter, kaum einer eindrucksvoller geformt. In der neuen Ausgabe von «Erlebnis Erde» zeigen Regisseur Lars Pfeiffer und Unterwasserkameramann Florian Graner, wie aus dem Zusammenspiel von Feuer und Ozean ein einzigartiges Labor der Evolution entstanden ist. Die neue Dokumentation ist auf Montag, den 16. März, um 20.15 Uhr terminiert.

Die Kamera begleitet Buckelwale vor Maui, die hier ihre Kälber zur Welt bringen, und taucht ein in die faszinierende Unterwasserwelt mit Spinnerdelfinen, Grünen Meeresschildkröten und Mantarochen. Besonders eindrucksvoll sind die Begegnungen mit Tigerhaien: Aktivistin Ocean Ramsey befreit die bis zu fünf Meter langen Raubtiere ohne Käfig und Tauchgerät von Angelhaken und Fischereileinen – eine Gratwanderung zwischen Mut, Vertrauen und Respekt vor der Natur.

Doch Hawaii ist nicht nur ein Paradies der Artenvielfalt, sondern auch ein Ort permanenter Zerstörung und Erneuerung. Exklusive Aufnahmen dokumentieren den ersten Ausbruch des Mauna Loa seit fast 40 Jahren: glühende Lavaströme schaffen neue Landschaften und vernichten zugleich bestehende Lebensräume. Diese rohe Kraft der Erde macht sichtbar, wie fragil und gleichzeitig widerstandsfähig das Leben auf den Inseln ist.

Eng verwoben mit der Natur ist die hawaiianische Kultur. Das Prinzip Malamaʻaina – die Verantwortung für das Land – prägt bis heute das Selbstverständnis vieler Menschen. Heilige Orte wie der Mauna Kea, in der Mythologie die Verbindung zwischen Himmel und Erde, stehen im Zentrum gesellschaftlicher und politischer Konflikte. Der Film zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn kulturelles Wissen verloren geht – und wie engagierte Menschen dafür kämpfen, dieses fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu bewahren.
14.02.2026 09:19 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168961
Fabian Riedner

super
schade


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Erlebnis Erde

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