Zum Internationalen Frauentag widmet sich Histoire TV den Kämpfen polnischer Frauen und spannt den Bogen von 1956 bis in die Gegenwart.
Der französische Dokumentationssender Histoire TV setzt rund um den 8. März einen klaren programmlichen Schwerpunkt auf Frauenrechte und historische Machtstrukturen. Am Sonntag, 8. März, um 20.50 Uhr zeigt der Kanal die 52-minütige Dokumentation
«Pologne: les femmes, le pape et le parti» von Ada Grudzinski. Der Film zeichnet nach, wie Polen vom Vorreiter in Sachen Abtreibungsrecht im Jahr 1956 zum Land mit einer der restriktivsten Gesetzgebungen Europas im Jahr 2026 wurde.
Mithilfe seltener Archivaufnahmen und eindringlicher Zeitzeugenberichte untersucht die Dokumentation, welche Rolle die politische Wende der 1990er-Jahre und insbesondere der Einfluss der katholischen Kirche bei dieser Entwicklung spielten. Im Zentrum stehen die aktuellen feministischen Protestbewegungen in Polen, die deutlich machen: Kein Recht ist selbstverständlich, und gesellschaftlicher Fortschritt kann auch wieder rückgängig gemacht werden.
Einen historischen Perspektivwechsel bietet am Montag, 9. März, ab 20.50 Uhr die dreiteilige Reihe
«Livie, scandales et trahisons à Rome» (3x45 Minuten). Autor und Regisseur Bob Marsden erzählt die Geschichte der römischen Kaiser aus der Sicht von Livia Drusilla, der ersten römischen Kaiserin. Verkörpert wird sie von Sian Phillips, die damit an ihre ikonische Rolle in „I, Claudius“ anknüpft. In den Episoden „Manigances et coups bas“, „Deux empereurs décadents“ und „Le crépuscule de l'empire“ wird das Machtgefüge des antiken Rom neu beleuchtet – mit Fokus auf Intrigen, Verrat und weiblichen Einfluss hinter den Kulissen.
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