James Van Der Beek ist tot

Der US-Schauspieler James Van Der Beek, der mit «Dawson’s Creek» weltweite Bekanntheit erlangte, ist im Alter von 48 Jahren nach einer Krebserkrankung verstorben.

James Van Der Beek, der mit der Kultserie «Dawson’s Creek» Ende der 1990er-Jahre zum Teenie-Idol wurde, ist tot. Der Schauspieler starb am Mittwoch im Alter von 48 Jahren. Wie seine Familie mitteilte, sei er nach längerer Krankheit friedlich eingeschlafen. 2023 war bei ihm Darmkrebs diagnostiziert worden, 2024 hatte er seine Erkrankung öffentlich gemacht.

In einem Statement auf seinem Instagram-Profil hieß es: „Unser geliebter James David Van Der Beek ist heute Morgen friedlich von uns gegangen. Er begegnete seinen letzten Tagen mit Mut, Glauben und Würde.“ Die Familie bat um Privatsphäre, um den Verlust des Ehemanns, Vaters, Sohnes, Bruders und Freundes zu verarbeiten. Van Der Beek hinterlässt seine Ehefrau Kimberly Brook sowie sechs gemeinsame Kinder.

Geboren wurde James Van Der Beek am 8. März 1977 in Connecticut. Schon während seiner Schulzeit sammelte er erste Bühnenerfahrungen Off-Broadway und spielte in Theaterproduktionen sowie kleineren Independent-Filmen. Der große Durchbruch gelang ihm 1997, als er die Hauptrolle des sensiblen Nachwuchsregisseurs Dawson Leery in der Serie «Dawson’s Creek» übernahm. Serienschöpfer Kevin Williamson hatte die Figur lose an seine eigene Jugend angelehnt.

Die Serie entwickelte sich schnell zu einem popkulturellen Phänomen und prägte eine ganze Generation. Neben Van Der Beek standen Katie Holmes, Joshua Jackson und Michelle Williams vor der Kamera. Besonders eine Szene – Dawsons tränenreiche Reaktion auf die Trennung von Joey – wurde Jahre später zum Internet-Meme und sorgte dafür, dass sein Bild weit über das Serienende hinaus präsent blieb. «Dawson’s Creek» lief sechs Staffeln lang und machte Van Der Beek weltweit bekannt.

Parallel zur Serie versuchte er sich früh im Kino. Mit dem Football-Drama «Varsity Blues» landete er einen Achtungserfolg und gewann einen MTV Movie Award. Es folgten Rollen in «Jay & Silent Bob Strike Back» von Kevin Smith sowie im kontrovers diskutierten Drama «The Rules of Attraction». Dennoch gelang es ihm trotz einzelner Erfolge nie, dauerhaft eine ähnlich prägende Hauptrolle zu finden wie jene des Dawson Leery.

Nach dem Ende von «Dawson’s Creek» 2003 kehrte Van Der Beek zunächst zum Theater zurück und übernahm zahlreiche Gast- und Nebenrollen im Fernsehen, unter anderem in «Criminal Minds», «How I Met Your Mother» und «One Tree Hill». Es folgten Engagements in Serien wie «Mercy», «Don’t Trust the B—- in Apt. 23» oder «Friends With Better Lives». Kritikerlob erhielt er später für seine selbstironische Rolle in «What Would Diplo Do», in der er einen exzentrischen DJ verkörperte.

Auch in den folgenden Jahren blieb er präsent, wenn auch meist in Nebenrollen oder wiederkehrenden Parts, etwa in «CSI: Cyber» und «Pose». Für das Animationsformat «Vampirina» lieh er in 69 Episoden einer Figur seine Stimme. 2019 nahm er an «Dancing With the Stars» teil, 2025 trat er als „Griffin“ bei «The Masked Singer» auf. Seine letzte Gastrolle hatte er jüngst in zwei Episoden von «Overcompensating».

Trotz seines vielseitigen Schaffens blieb Van Der Beek für viele Zuschauer untrennbar mit «Dawson’s Creek» verbunden. Im September hatte sich die «Dawson’s Creek»-Besetzung in New York zu einer Benefizveranstaltung versammelt, um Spenden für Van Der Beek zu sammeln. Aufgrund seines Gesundheitszustands konnte er nicht persönlich teilnehmen, sandte jedoch eine Videobotschaft an das Publikum.
11.02.2026 21:45 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168878
Fabian Riedner

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