Trotz des «IBES»-Finale schickt das Erste unbeirrt einen neuen «Tatort» über den Äther. Mit Recht und Erfolg.
Stehen große TV-Events auf dem Plan, kuschen einige TV-Stationen öfters mit Programmänderungen. Schnell wird gerade im privaten Sektor bei zu großer Konkurrenz gerne mal eine Wiederholung eingeplant, damit das laufende Programm den Effekt nicht zu sehr zu spüren bekommt. Doch für das Erste und die Institution
«Tatort» war das gestern wohl offensichtlich keine Alternative. Trotz des bei RTL laufendenden Finale von
«Ich bin ein Star - Holt mich hier raus» (5,15 Millionen Zuschauer / 1,91 Millionen 14- bis 49) geht mit
«Das Böse in dir» ein neuer Fall aus Saarbrücken an den Start. Die Primetime der blauen Eins ist dabei vom Dschungel komplett unbeeindruckt. Der neue 90-Minüter sichert dem Ersten gewohnt starke 7,31 Millionen Zuschauer insgesamt, die Quote am Gesamtmarkt lag damit bei 26,3 Prozent.
Das RTL-Spektakel machte sich hingegen doch bei den 14- bis 49-Jährigen deutlich bemerkbar. Für einen neuen «Tatort» sind 0,99 Millionen Jüngere kein Spitzenwert, im Gegenteil. Im Anschluss an die Primetime blieben durschschnittlich 2,65 Millionen Zuschauer an den Bildschirmen für
«Caren Miosga» und den Talk mit dem Bundessprecher der gesichert rechtsextremen AfD (Alternative für Deutschland) Tino Chrupalla. Das Thema
Ist Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla? brachte Miosga damit eine Quote von noch 11,8 Prozent am gesamten TV-Markt ein.
Bei den 14- bis 49-Jährigen brach die Talkshow, in welcher auch Michael Bröcker und Veronika Grimm zu Wort kamen, auf eine Reichweite von 0,33 Millionen ein. Von zuvor 15,8 Prozent Marktanteil verblieben damit ab 21:45 Uhr nur noch 6,3 Prozent. Nach den «Tagestehemen» um 22:45 Uhr (1,55 Millionen / 9,0 Prozent & 0,18 Millionen / 4,2 Prozent) erreichte
«ttt - titel thesen temperamente» noch 0,85 Millionen Zuschauer und daher 6,7 Prozent des Marktes. Bis kurz vor Mitternacht hielt das Erste damit zudem 0,09 Millionen Junge und daher 2,8 Prozent am entsprechenden Markt.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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