Erster Olympia-Tag: Starke Daytime - schwächere Primetime

Die meisten Entscheidungen standen schon tagsüber an, weshalb das Erste Deutsche Fernsehen dort auch deutlich höhere Anteile erzielte, als zur zerfaserten Primetime.

Gestern startete die ARD mit ihrem ersten vollen Tag der «Olympischen Winterspiele» in Mailand/Cortina. Am Vormittag (ab 11.30 Uhr) fiel die erste Medaillenentscheidung des Tages, als die Männer in der Abfahrt Ski Alpin an den Start gingen. Wie der Schweizer Franjo von Allmen das erste Gold der Spiele holte, verfolgten zu diesem Zeitpunkt 3,31 Millionen gesamt wie 0,68 Millionen Jüngere, die bärenstarke Anteile in Höhe 38,7 und 44,5 Prozent aufbrachten.

Zur Mittagszeit um 13.00 Uhr folgte dann der Langlauf im Skiathlon der Damen. Den Triumph der Schwedin Karlsson sahen am Gesamtmarkt 2,96 Millionen zu weiter ganz tollen 31,4 Prozent wie 0,62 Millionen zu 34,4 Prozent der 14-49-jährigen. Später am Nachmittag nach 16.00 Uhr ging es ebenfalls für die Damen im Eisschnelllauf um Edelmetall. Jenes sichern konnte sich Francesca Lollobrigida vor bis zu 3,86 Millionen Zuschauenden in der Spitze bei klasse 28,2 Prozent. Bei den Unter-50-Jährigen waren es 0,62 Millionen zu hohen 29,0 Prozent, die ihren Gold-Lauf beobachteten.

Am Vorabend ab 18.45 Uhr wurde es dann ernst für die deutsche Goldhoffnung Katharina Schmid im Skispringen: Normalschanze der Frauen. Zu Beginn steigerte dies das Einschaltverhalten auf 4,41 Millionen zu 23,2 Prozent. Ab kurz vor 20.00 Uhr bis in die Primetime hinein sank der zweite entscheidende Durchgang dann allerdings ein Stück auf 3,83 und 16,3 Prozent, weil bereits absehbar war, dass die Deutsche ihre Medaillenträume verpassen würde. 0,73 Millionen jüngere Fans zu guten 17,6 Prozent sahen den letztlich überraschenden Sieg der Anna Odine Stroem noch mit an.

Die Primetime schließlich wurde ab 20.40 Uhr zunächst mit einer nachgeholten «Tagesschau» bestritten, was Reichweiten und Prozente auf 2,59 Millionen und durchwachsene 10,3 Prozent sinken ließ. Bei den Jüngeren waren zumindest noch überdurchschnittliche 13,4 Prozent durch 0,65 Millionen anwesend. Ähnlich performten anschließende Olympia-News-Blöcke bis nach 21.00 Uhr. Ab 21.20 Uhr ließ das Eiskunstlauf Kurzprogramm zumindest die Zahlen der 14-49-jährigen wieder ansteigen auf 0,79 Millionen und sehr vitale 16,7 Prozent, während es am Gesamtmarkt noch keinen wirklichen Anstieg gab. Erst als es kurz darauf für Rodler mit dem zweiten Lauf in den Kanal ging, stieg das Gesamt-Interesse etwas merklicher auf wenigstens passable 12,4 Prozent durch 2,88 Millionen. Später ließ Big Air Snowboard und die Kür im Eistanz wieder auf um die elf Prozent nach. Bei den Jüngeren waren noch um die 13 Prozent drin. Festzuhalten bleibt am Ende, dass die erste Olympia-Primetime noch nicht der große Aufschlag insgesamt war, weil sie noch nicht so viele Entscheidungen enthielt.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
08.02.2026 09:01 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168788
Mario Thunert

super
schade


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Olympischen Winterspiele Tagesschau

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