Profitiert «GZSZ» vom Dschungel-Fahrwasser?

Der Reality-Klassiker «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!» war mal bekannt dafür, auch das Niveau das Programm-Umfelds zu pushen.

Der Programmslot um 19.35 Uhr ist seit Jahrzehnten fest in der Hand von «Gute Zeiten, schlechte Zeiten». Regelmäßig gelingt es der Daily-Soap, die Marktanteile ihres Vorprogramms klar zu steigern, sprich Einschaltimpulse auszulösen. Zwar blieb auch die UFA-Produktion nicht vom linearen Aderlass unberührt - Quoten von über 20 Prozent waren früher die Regel, heute die Ausnahme. Vielleicht gelang es ja jetzt im Fahrwasser von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!», die Anteile eher wieder in die alten Regionen zu treiben?

Zum Wochenstart kam die Daily jedenfalls schonmal gut ins Rollen. Die Einschaltzahlen, die sich in der wichtigen Zielgruppe auf 0,55 Millionen taxieren ließen, beliefen sich auf richtig schöne 14,2 Prozent, die tatsächlich etwas über dem zuletzt häufigen Bereich um zwölf Prozent lagen. Insgesamt sahen 1,84 Millionen Menschen zu immerhin mäßigen 7,9 Prozent zu.

Noch gestärkter sah es dann am Dienstag aus. Schließlich kam ein weiterer Satz nach oben auf: 0,61 Millionen werberelevante Zuschauende ermöglichten dieses Mal einen Quotenwert von strahlenden 15,9 Prozent. Mit guten 9,1 Prozent bei 2,06 Millionen sah es beim Gesamtpublikum ebenfalls deutlich besser als 24 Stunden zuvor aus. Dass aber trotz gefestigter Grund-Basis immer wieder Schwankungen auftreten, das wurde zur Wochenmitte fühlbar: Wieder gesunkene 10,9 Zielgruppen-Prozent (0,47 Millionen) standen zu Buche. Zu betonen ist allerdings auch, dass die Handball-Partie Deutschland-Frankreich am Vorabend wohl mit-verantwortlich dafür war.

Vom Prozentwert vital sah es hingegen am Donnerstag aus. An jenem Datum schalteten konstante 0,47 Millionen 14-49-Jährige zu, die jedoch zu einem deutlich gesteigerten Marktwert von klasse 14,0 Prozent führten - wegen dem wegfallenden Handball sahen insgesamt um diese Zeit also weniger fern. Das Phänomen der Rück-Bewegung kennzeichnete aber nochmal den Wochenabschluss - trotzdem noch ziemlich solide 12,5 Prozent bei 0,49 Millionen Neugierigen formierten sich. Auch hier spielte wahrscheinlich das Handball-Halbfinale Deutschland-Kroatien mit rein. Am Gesamtmarkt war die Sendung an diesem Ausstrahlungstermin mit 7,1 Prozent (1,18 Millionen) im gewohnt mittelprächtigen Terrain zugegen.

Zwar erreichte «GZSZ» auch mit Schützenhilfe des Dschungels keine alten Glanzwerte um 20 Prozent, punktuell lagen die Zahlen um Umfeld des Leuchtturmprogramms aber durchaus über dem zuletzt etablierten Normlevel. Gerade am Dienstag mit 15,9 Prozent lief es stark - hier konnte man vermeintlich schon einige «IBES»-Fans abgreifen. In der nächsten Woche wird sich zeigen, ob man ohne Handball-Konkurrenz noch stärker vom höheren Aufmerksamkeits-Zustrom ins RTL-Programm profitieren kann...
31.01.2026 11:48 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168578
Mario Thunert

super
schade


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Gute Zeiten schlechte Zeiten Ich bin ein Star holt mich hier raus! GZSZ IBES

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