Mit einer Free-TV-Premiere im „Montagskino“ und einem preisgekrönten Drama im „Kleinen Fernsehspiel“ zeigt das ZDF am 9. März starke Kontraste.
Den späten Abend eröffnet um 22:20 Uhr das „Montagskino“ mit der Free-TV-Premiere von
«On the Line». Der US-Thriller aus dem Jahr 2022 erzählt von Radiomoderator Elvis, der während seiner Late-Night-Show von einem anonymen Anrufer terrorisiert wird. Der Mann behauptet, Elvis’ Familie als Geisel zu halten – und zwingt ihn on air zu kompromittierenden Geständnissen. Regisseur Romuald Boulanger inszeniert daraus ein klaustrophobisches Katz-und-Maus-Spiel, das sich zunehmend zuspitzt.
Während Elvis gemeinsam mit Assistentin Mary und Praktikant Dylan versucht, Zeit zu gewinnen, erhöht der Erpresser den Druck: Eine akute Bombendrohung bringt den gesamten Sender in Gefahr. Die Suche nach dem Täter wird zum Wettlauf gegen die Uhr. In der Hauptrolle ist Mel Gibson zu sehen, unterstützt von William Moseley, Alia Seror O’Neill und Enrique Arce. «On the Line» ist parallel zur TV-Ausstrahlung auch zeitlich befristet im Streaming verfügbar.
Danach, um 00:10 Uhr, übernimmt „Das kleine Fernsehspiel“ mit der Literaturverfilmung
«Der Russe ist einer, der Birken liebt». Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Olga Grjasnowa und erzählt die Geschichte von Mascha, einer jungen Dolmetscherin, deren Leben nach dem plötzlichen Tod ihres Partners aus den Fugen gerät. Regisseurin Pola Beck zeichnet das Porträt einer Frau, die zwischen Trauer, Flucht und Identitätssuche steht. Maschas Weg führt von Deutschland nach Israel, doch die Vergangenheit holt sie ein. Als jüdische Migrantin, die in den 1990er-Jahren vor dem Bürgerkrieg aus Aserbaidschan geflohen ist, trägt sie verdrängte Traumata mit sich, über die sie kaum sprechen kann. Dabei handelt es sich um eine Wiederholung.
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