Das Jubiläum stand an: Die inzwischen 100. Folge konnte begangen werden.
Am 4. November immer dienstags um 18:50 Uhr im Ersten startete der zweite Teil der siebten Staffel
«WaPo Bodensee», die mit der Doppelfolge "Das Schmuddelkind" die 100. Episode feierte. Für die Ermittlerin Julia Demmler (Wendy Güntensperger) waren diese beiden Folgen eine Reise zurück zu den Anfängen ihrer Karriere als Schutzpolizistin, als die zehnjährige Emely spurlos verschwand und nie wieder auftauchte. Konnten diese Geschehnisse zum Jubiläum die Quoten steigen lassen?
Ausgestrahlt wurden die neuen Episoden wie gesagt ab 4. November 2025 um 18.50 Uhr. Zum Start lief es zunächst noch recht unauffällig: Die Daten wiesen zunächst solide, aber nicht außergewöhnliche 14,0 Prozent (2,71 Millionen) aus. Die jüngeren Zuschauenden waren in niedriger Anzahl vertreten: Sie schalteten nur zu blassen 4,9 Prozent (0,15 Millionen) ein.

In der zweiten Woche stieg man von der Reichweite etwas auf 0,17 Millionen 14-49-Jährige, die an jenem Abend schon ausreichten für einen Sprung auf akzeptable 6,1 Prozent. Gleiche Bewegung war beim Gesamtpublikum auszumachen, welches mit leicht erhöhten 2,83 Millionen anwesend war. Dies ließ den Anteil minimal auf 14,4 Prozent wachsen.
Wer im Folgenden eine Konstanz am Gesamtmarkt erwartete, der sah sich exakt bestätigt – die Reichweiten und Prozente verblieben die nächsten zwei Wochen zwischen 2,70 und 2,80 Millionen beziehungsweise bei um die 14 Prozent. Nur mit Bezug zu den Unter-50-Jährigen konnte in diesem Zeitraum am 25. November etwas mehr Bewegung erkannt werden, die sich an diesem Termin auf einen Bestwert von passablen 7,6 Prozent durch 0,21 Millionen belief.

Einen weiteren Rekord markierte die zweite Staffelhälfte dann eine Woche später am 9. Dezember – allerdings bei den Älteren. Von diesen wurde erstmals die Schwelle von drei Millionen überschritten, genauer gesagt wurde sie mit 3,00 Millionen exakt getroffen. Der Marktwert stieg dadurch auf schöne 15,5 Prozent. Im Hinblick auf die Jüngeren war jedoch das Gegenteil festzuhalten – ihr Interesse sank ein Stück auf nur noch 4,5 Prozent wegen 0,12 Millionen.
Der Zuspruch in jener Altersklasse verbesserte sich dann erst wieder am 23. Oktober auf ordentliche 7,5 Prozent angesichts 0,20 Millionen. Ausgerechnet in diesem Moment kurz vor dem Jubiläum plumpste die Gesamt-Sehbeteiligung allerdings auf ungewohnt mäßige 12,5 Prozent durch nachgelassene 2,34 Millionen.
Die Jubiläumsausstrahlung am 30. Dezember tat sich schließlich auch tatsächlich zunächst recht schwer und unterbot die Vorwochen-Performance noch. Nur 1,63 Millionen zu 10,3 Prozent verfolgten den ersten Teil der speziellen Doppelfolge. Damit fiel die Reichweite erstmals im betrachteten Abschnitt unter zwei Millionen. Zu betonen ist allerdings, dass dies nur für die erste Episode des Abends galt, die ungewohnter Weise bereits zur früheren Uhrzeit um 17.50 Uhr startete. Die eigentliche 100. Folge im Anschluss um 18.50 Uhr rettete sich dann zumindest wieder in gewohnte Sphären von soliden 14,0 zu 2,71 Millionen. Wirklich enttäuschend blieb allerdings die Neugier der 14-49-jährigen, die am Geburtstags-Abend bei maximal 0,09 Millionen und ernüchternden 3,6 Prozent verharrten.

Im Fazit lässt sich festhalten, dass das Jubiläum der «WaPo Bodensee» keine zusätzlichen Einschaltimpulse auszulösen vermochte. Vielmehr bewegte sich die Beteiligung des Gesamtpublikums ziemlich genau auf dem Niveau, was auch zu Beginn der Staffelhälfte im November erreicht wurde – ob dies Platz für Resignation oder Enttäuschung lässt, müssen die ARD-Verantwortlichen für sich selbst bewerten. Die Durchschnittszahlen fielen ob 13,8 Prozent (2,61 Millionen) auf dem Papier jedenfalls befriedigend aus. Bezüglich der Jüngeren performte das Krimi-Procedural hingegen mit 5,2 Prozent durch 0,14 Millionen ein Stück unter den Normwerten.
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