Rundschau: Michael Imperioli verkörpert wieder Klischees

Schon in «The Sopranos» und «The White Lotus» verkörperte Imperioli einen typischen Charakter. Das wird ihm in der neuen FOX-Serie allerdings zum Verhängnis.

«Wonder Man» (seit 28. Januar bei Disney+)
Der Hollywood Schauspieler Simon Williams kämpft darum, seine Karriere in Gang zu bringen. Bei einer Begegnung mit dem erfahrenen Schauspieler Trevor Slattery erfährt Simon, dass der Regisseur Von Kovak eine Neuverfilmung des Superheldenfilms „Wonder Man“ plant. Die beiden Schauspieler, die sich an entgegengesetzten Enden ihrer Karriere befinden, streben nach Rollen in diesem Film, die ihr Leben verändern könnten, während das Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Unterhaltungsindustrie werfen kann.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: “Man kann das einen witzigen Blick hinter den Vorhang finden – aber der ist anderswo schon mit mehr Esprit und Humor inszeniert worden. Viele Szenen wirken wie müde Klischees aus einer Industrie, die sich bekanntlich in permanenter Nabelschau ergeht. Filmschaffende, Bühnenkünstler, Cineasten mögen sich bestens unterhalten fühlen, aber viele andere dürften vergeblich auf einen Geistesblitz für eine Geschichte über einen Mann warten, der unbedingt einen Superhelden spielen will, obwohl er schon einer ist.“



«Memory of a Killer» (seit 25. Januar bei FOX)
Emmy-Gewinner Michael Imperioli spielt an der Seite von Dempsey die Rolle des Dutch, Angelos ältester Freund und ein versierter Koch, dessen Restaurant als Fassade für kriminelle Machenschaften dient.

Variety: “Angelos Ziele und Gegner sind eine Abfolge von generischen Klischees des organisierten Verbrechens: der Buchhalter der Gangster, ein chinesisch-amerikanischer Gangster. Mit Ausnahme einer Nahkampfsequenz in einem Aufzug gibt es wenig Spannendes an seinen Heldentaten. Die großartige Gina Torres ist eine willkommene Erscheinung als FBI-Agentin, die einen Schusswechsel untersucht, der die Gewalt von Angelos Beruf in sein Zuhause bringt. Dennoch reicht sie nicht aus, um zu verhindern, dass die Krimielemente dieser Serie ebenso unausgereift wirken wie die Charakterdarstellung. “



«Free Bert» (seit 22. Januar bei Netflix)
Ein chaotischer Vater und seine schräge Familie sorgen für Chaos, als sie versuchen, sich den hochnäsigen Familien in ihrer schicken neuen Schule anzupassen.

The Hollywood Reporter: “Das Finale ist die einzige Folge von «Free Bert», die uns wirklich gefallen hat, auch wenn wir bei früheren Folgen ein paar Mal laut gelacht haben. Nichts, was im Finale passiert, ist überraschend, aber die Art und Weise, wie es zu einem Punkt kommt, der immer unvermeidlich war, fühlt sich verdienter an, als ich zuvor gedacht hätte.“



«The Night Manager» (seit 1. Januar bei bei Amazon)
Jonathan Pine (Tom Hiddleston) dachte, er hätte seine Vergangenheit hinter sich gelassen. Jetzt lebt er als Alex Goodwin – ein einfacher MI6-Agent, der eine ruhige Überwachungseinheit in London leitet – und führt ein angenehm ereignisloses Leben. Doch dann sieht er eines Nachts zufällig einen alten Roper-Söldner. Diese gewalttätige Begegnung bringt auch einen neuen Akteur ins Spiel: den kolumbianischen Geschäftsmann Teddy Dos Santos (Diego Calva). Auf dieser gefährlichen neuen Reise trifft Pine auf Roxana Bolaños (Camila Morrone), eine Geschäftsfrau, die ihm widerwillig hilft, Teddys kolumbianisches Waffenunternehmen zu infiltrieren. In Kolumbien angekommen, gerät Pine in eine tödliche Verschwörung, die die Ausbildung einer Guerilla-Armee betrifft. Als die Loyalitäten zerbrechen, versucht Pine verzweifelt, eine Verschwörung aufzudecken, die darauf abzielt, eine gesamte Nation zu destabilisieren. Und angesichts des allgegenwärtigen Verrats muss er entscheiden, wessen Vertrauen er gewinnen muss und wie weit er bereit ist zu gehen, bevor es zu spät ist.

Die Zeit: “Überhaupt lebte diese Staffel von dieser Eleganz der Körper, der Handlung, der Orte, die sich in einem Reigen von europäischer Schönheit und Dekadenz aneinanderreihten, zwischen Zermatt, London und Mallorca. Die immer wunderbare Olivia Colman als melancholische Agentin Angela Burr vervollständigte das Spionagedreieck von Pine und Roper – auf der Ebene der Erotik entfalteten sich mehrere Dreiecksbeziehungen, die aus dem fatalen Versprechen von Verführung und Verrat ihre Lust und Energie entwickelten.“



«The Danish Woman» (seit 29. Januar bei arte)
Die ehemalige dänische Geheimdienstagentin Ditte Jensen ist frisch ins isländische Reykjavik gezogen. Doch obwohl sie eigentlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen will, bringen sie ihr Instinkt als Elitesoldatin und ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit dazu, die Probleme ihrer Nachbarn lösen zu wollen. Dabei ist ihr jedes Mittel recht.

Süddeutsche Zeitung: “Es geht dramatisch zu in „The Danish Women“, doch es bleiben auch heitere Momente. Ditte setzt sich leidenschaftlich für ihren Gemüsegarten ein. Dem Drogenboss serviert sie Haferkekse und dem aggressiven Teenager Kakao mit Sahne. Sie dreht alberne Tiktok-Videos mit den Mädchen im Haus und versucht immer wieder, auch ein wenig dänische Kultur in den isländischen Wohnblock zu bringen. Die mangelnde Verbreitung der dänischen Sprache und die ihr unverständlichen Eigenheiten der anderen skandinavischen Nationen sind ihr dabei stets ein Dorn im Auge.“

30.01.2026 12:06 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168486
Fabian Riedner

super
schade


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Wonder Man Memory of a Killer Free Bert The Night Manager The Danish Woman

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