«Heute Journal»: Davos-Gipfel bringt Quoten-Anstieg

Die Trump-Rede im Grönland-Kontext spülte am Mittwoch viele Informationsbedürftige ins ZDF-Programm.

Dieses Mal blicken wir im Wochenquotencheck auf das «Heute Journal» und fragen uns, wie denn die aktuelle Woche für den von Marietta Slomka moderierten ZDF-Dauerbrenner verlaufen ist. Es handelte sich dabei ja um eine politisch ereignisreiche, schließlich hielt Donald Trump am Mittwoch eine kontroverse Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, nur um wenig später eine überraschende Trendwende in der Grönland-Thematik zu vollziehen. Vor diesem Hintergrund lässt sich annehmen, dass sich dies auch in einem gesteigerten Informationsbedürfnis der Zuschauenden widerspiegelte. War dies tatsächlich so?

Am Montag war das «Heute Journal» bereits in einer Ausnahmesituation, die allerdings noch nicht mit Trump zusammenhing. Vielmehr ging die Nachrichtensendung in der Halbzeitpause des Handball-Spiels Deutschland-Spanien On Air. Zu diesem Zeitpunkt holte sie ungewöhnlich extreme 6,11 Millionen und 24,0 Prozent am Gesamtmarkt - dies lag auch daran, dass das Handball-Match ebenfalls über sechs Millionen lag.

Der nächste Ausstrahlungstermin war am Dienstag dann wieder auf dem regulären Slot um 21.45 Uhr. Hier waren deutlich weniger Menschen zugegen, jedoch immer noch klar vorzeigbare 3,33 Millionen zu 17,8 Prozent gesamt. Bei den 14-49-jährigen lag man noch deutlich stärker über Senderschnitt im Angesicht 0,44 Millionen zu tollen 13,6 Prozent der 14-49-Jährigen.

Spannend wurde es dann am Mittwoch, dem Tag der Trump-Rede. Und tatsächlich: Mit 4,19 Millionen Zuschauenden kristallisierte sich ein merklicher Sprung nach oben heraus - der dazugehörige Anteil erhöhte sich auf bärenstarke 21,2 Prozent. Parallel war die intensivierte Flughöhe auch bei den Jüngeren zu beobachten: Sie ließen sich zu 0,65 Millionen und nicht selbstverständlichen 18,0 Prozent informieren - wahrlich kein alltägliches Resultat für die Sendung.

Der Donnerstag brachte schließlich wieder einen moderaten Abfall - allerdings schien das Interesse weiter ziemlich hoch. Genauer gesagt 3,55 Millionen wohnten bei und beließen den Anteil bei weiterhin klar vitalen 17,5 Prozent. Die Jüngeren sackten hingegen auf deutlich verringerte 0,29 Millionen ab, die den Prozentwert auf mäßige 7,6 Prozent drückten. Zum Wochenende am Freitag fiel das Einschaltverhalten schließlich erstmals in der auslaufenden Woche unter die drei Millionen: Folglich wurden nur noch 2,78 Millionen insgesamt sowie 0,32 Millionen Junge gemessen, die jeweils unauffällige 12,9 und 6,5 Prozent in den Altersgruppen besagten.

Alles in Allem eine überdurchschnittlich starke Woche vom «Heute Journal». Zur Wochenmitte war (abgesehen vom Handball-Bias) ein merklicher Peak im Zulauf zu erkennen - die sich zuziehenden Ereignisse um die Grönland-Diskussion hatten also spürbare Auswirkungen auf die Zuschauerresonanzen, die auch am Donnerstag noch Nachwehen zeugten. Wie so oft nach einer schweren Geburt, tritt danach eine gewisse Ermüdung ein, die am Freitag beobachtbar war.
24.01.2026 10:41 Uhr Kurz-URL: qmde.de/168354
Mario Thunert

super
schade


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Heute Journal

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