Das neue Factual-Drama von den Machern von «Partygate» erzählt wahre Geschichten über verschmutztes Wasser, Whistleblower – und zerstörte Leben.
Mit
«Dirty Business» entsteht ein neues, hochaktuelles Factual-Drama, das einen der brisantesten Konflikte Großbritanniens ins Zentrum rückt: den Umgang der Wasserunternehmen mit ungeklärten Abwässern. Das Projekt basiert auf einer über zehn Jahre andauernden Recherche zu Englands Wasserversorgern und erzählt die realen Geschichten von Whistleblowern und Betroffenen, die ihr Leben durch mit Abwasser belastete Gewässer nachhaltig beeinträchtigt sehen.
Im Mittelpunkt stehen zwei widerwillige Ermittler aus der Provinz. David Thewlis spielt Ash, einen ehemaligen Polizisten, der bemerkt, dass die Fische im Fluss seines idyllischen Dorfes in Oxfordshire sterben. Eine ausweichende Antwort der zuständigen Wasserfirma wird zum Auslöser einer Untersuchung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. An seiner Seite steht Nachbar Peter, verkörpert von Jason Watkins, ein Professor für Computational Biology, der mit wissenschaftlicher Präzision nachweist, dass die örtliche Kläranlage regelmäßig ungeklärtes Abwasser in die Umwelt leitet.
Eine zentrale Rolle spielt auch der Whistleblower Mickey, dargestellt von Asim Chaudhry. Als Mitarbeiter der Kläranlage kennt er die systemischen Mängel aus erster Hand und liefert Ash und Peter entscheidende Informationen aus dem Inneren des Unternehmens. Sein Charakter steht exemplarisch für den inneren Konflikt zwischen beruflicher Abhängigkeit und moralischer Verantwortung.
Über die Ermittlungsarbeit hinaus erzählt «Dirty Business» die Schicksale realer Opfer. Die Serie begleitet die Familie Preen, die ihre achtjährige Tochter Heather verlor, nachdem sie sich mit E.-coli infiziert hatte – mutmaßlich beim Spielen an einem Strand, an dem kurz zuvor Abwasser ins Meer geleitet worden war. Ebenso wird die Geschichte des jungen Surfers Reuben erzählt, der seine chronische Erkrankung Menière mit jahrelangem Kontakt zu verschmutztem Wasser in Verbindung bringt. «Dirty Business» verbindet diese persönlichen Tragödien mit investigativer Dramaturgie und positioniert sich damit als gesellschaftlich relevantes Fernsehen, das weit über klassische Krimi- oder Umwelterzählungen hinausgeht.
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