Eine neue Dokumentation rollt einen der umstrittensten Mordfälle Skandinaviens neu auf und stellt unbequeme Fragen zur Rolle von Medien, Justiz und öffentlicher Vorverurteilung.
Mit der Deutschlandpremiere von
«Johanna Möller – Die meistgehasste Schwedin» nimmt RTL Crime am Freitag, 6. März 2026, einen Kriminalfall ins Programm, der Schweden über Jahre hinweg spaltete. Im Mittelpunkt steht Johanna Möller, die in den Medien früh zur Symbolfigur des Bösen stilisiert wurde – noch bevor viele Details des Falls abschließend geklärt waren. Die Dokumentation fragt explizit, ob diese massive Berichterstattung den Prozess beeinflusst und eine faire Bewertung unmöglich gemacht hat.
Ausgangspunkt der Geschichte ist ein vermeintlicher Urlaub im August 2016: Ein älteres Ehepaar reist in sein abgelegenes Sommerhaus in der schwedischen Natur. Abgeschieden, idyllisch, fernab jeglicher Zivilisation. Doch die Ruhe endet abrupt, als Anki Möller blutüberströmt erwacht und sich fragt, was in der Nacht geschehen ist – und ob ihr Mann noch lebt. Was zunächst wie ein brutaler Überfall erscheint, entwickelt sich rasch zu einem der rätselhaftesten Kriminalfälle des Landes.
Die Serie geht jedoch über die bekannte Tat hinaus. Sie beleuchtet auch einen mysteriösen Todesfall, der sich bereits ein Jahr zuvor im selben Ferienhaus ereignet haben soll. Zufall oder Teil eines größeren Zusammenhangs? Der ehemalige Forensiker Sonny Björk untersucht erneut zentrale Beweise, darunter das mutmaßlich manipulierte Fahrzeug, und stößt dabei auf technische Mängel, die Zweifel an der ursprünglichen Beweislage aufkommen lassen.
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