Nach mehreren enttäuschenden Fiction-Versuchen wirft SAT.1 erneut viel Vertrauen – und sehr viele Folgen – in ein tägliches Serienprojekt.
Ab Montag, 2. März 2026, verdoppelt SAT.1 ab 18:00 Uhr sein Vorabendangebot: Auf «Die Landarztpraxis» um 19:00 Uhr folgt bereits um 18:00 Uhr die neue tägliche Serie
«Ein Hof zum Verlieben», die zudem parallel kostenlos auf Joyn verfügbar ist. In der Hauptrolle übernimmt Diana Staehly als Hamburger Anwältin Laura Albers, die unerwartet einen Apfelhof am Bodensee erbt – und damit nicht nur einen Neuanfang wagt, sondern auch in ein Geflecht aus Familiengeheimnissen und neuer Liebe gerät.
Inhaltlich setzt die Serie auf bewährte Zutaten: idyllische Landschaften, emotionale Verlusterfahrung, ein Geheimnis aus der Vergangenheit des verstorbenen Ehemanns und die Aussicht auf romantische Erlösung. Produziert wird «Ein Hof zum Verlieben» wie «Das Küstenrevier» von Pyjama Pictures, die mit täglichen Serien durchaus Erfahrung haben. Dennoch stellt sich eine entscheidende Frage: Sind 120 Folgen für ein solches Konzept nicht deutlich zu viel?
Der Zweifel ist berechtigt. Erst vor Kurzem floppte bei ProSieben «Die Cooking Academy» – ebenfalls eine tägliche Fiction mit großem Anspruch, aber überschaubarer Publikumsresonanz. Und auch «Das Küstenrevier», ebenfalls aus dem Hause Pyjama Pictures, konnte vor rund drei Jahren die Erwartungen nicht erfüllen. Gerade vor diesem Hintergrund wirkt die Entscheidung für 120 Folgen von Beginn an ambitioniert bis riskant.
Marc Rasmus, SAT.1-Senderchef: "Mit «Hof zum Verlieben» untermauern wir unsere Fiction-Strategie für Joyn und SAT.1 und verdoppeln ab März die Deutsche-Fiction-Dosis am Vorabend. Ganz bewusst setzen wir in unserer neuen täglichen Serie auf Zutaten, die unseren Zuschauerinnen und Zuschauern vertraut sind: Eine Frau an einem Wendepunkt in ihrem Leben, die an einem Sehnsuchtsort neu zu sich selbst - und so viel sei verraten - auch eine neue Liebe findet."
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