«Queen of Chess»: Netflix würdigt die außergewöhnliche Karriere von Judit Polgár
Erzählt wird die Geschichte von Judit Polgár, die das internationale Schach nachhaltig veränderte und eine der männlich dominierten Bastionen des Sports erschütterte.
Die Dokumentation «Queen of Chees» zeichnet den Weg der ungarischen Ausnahmespielerin Judit Polgár nach, die schon als Kind davon träumte, mit den Besten der Welt mitzuhalten – und dieses Ziel konsequent verfolgte. Anders als viele andere Spielerinnen entschied sich Polgár früh gegen Frauenturniere und trat ausschließlich in offenen Wettbewerben an. Ihr Anspruch war klar: Sie wollte sich nicht an Geschlechtergrenzen messen lassen, sondern an spielerischer Exzellenz. Die neue Dokumentation erscheint am 6. Februar bei Netflix.
Zentraler dramaturgischer Bogen von «Queen of Chess» ist ihr jahrelanger sportlicher und symbolischer Zweikampf mit Schachikone Garry Kasparov. Nach frühen Niederlagen gelang Polgár schließlich der historische Sieg gegen den damaligen Weltmeister – ein Moment, der weit über das einzelne Match hinausreichte und weltweit als Zäsur im Schachsport wahrgenommen wurde. Netflix stellt diesen Erfolg nicht nur als sportliche Sensation dar, sondern als Teil eines größeren kulturellen Umbruchs.
Die Doku beleuchtet zudem Polgárs ungewöhnlichen Werdegang innerhalb ihrer Familie, den kompromisslosen Trainingsansatz ihres Vaters und den enormen psychischen Druck, der mit einer Karriere auf Weltklasseniveau verbunden war. Mit einer Best-Elo von 2735 und einem Platz unter den Top Ten der Weltrangliste – bis heute einzigartig für eine Frau – schrieb Polgár Schachgeschichte. «Queen of Chess» macht deutlich, warum sie bis heute als stärkste Schachspielerin aller Zeiten gilt und warum ihr Vermächtnis weit über Zahlen, Titel und Partien hinausreicht.
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