Der Sender befindet sich in Produktion einer neuen Dokumentation über die Französin Gisèle Pelicot, deren Geschichte weltweit für Aufmerksamkeit sorgte.
Der noch unbetitelte Film begleitet Gisèle Pelicot, die über einen Zeitraum von rund zehn Jahren schwersten sexuellen Missbrauch erlebte. Ihr damaliger Ehemann hatte sie regelmäßig betäubt und organisierte Übergriffe durch zahlreiche Männer, während sie bewusstlos war. Im Jahr 2024 wurden im Zuge eines der größten Sexualstrafprozesse Frankreichs insgesamt 51 Männer verurteilt. Pelicot entschied sich bewusst gegen Anonymität und trat öffentlich auf, um eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt, Verantwortung und Einvernehmen anzustoßen.
Regie führt die Oscar-prämierte Filmemacherin Joanna Natasegara, produziert wird die Dokumentation unter anderem von Brenda Coughlin und Abigail Anketell-Jones. Als Executive Producerin ist ebenfalls Oscar-Gewinnerin Laura Poitras beteiligt. Der Film entsteht für HBO Documentary Films und soll sowohl im linearen Programm von HBO als auch im Streamingangebot von HBO Max veröffentlicht werden. Ein genauer Starttermin wurde bislang nicht genannt.
Inhaltlich setzt die Dokumentation auf exklusiven und langfristigen Zugang zu Gisèle Pelicot. Gezeigt wird ihr Weg nach dem Prozess, ihr Versuch, ein neues Leben aufzubauen, sowie ihr entschlossener Einsatz für andere Betroffene sexualisierter Gewalt. Regisseurin Natasegara bezeichnet Pelicots öffentliches Auftreten als außergewöhnlichen Akt von Mut und Würde und versteht den Film als Zeugnis dafür, wie Gesellschaft und Öffentlichkeit auf diese Form von Zivilcourage reagieren.
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