«Morden im Norden» ist Sieger geworden

Damit konnte die ARD das direkte Krimi-Duell mit dem ZDF für sich entscheiden - auch bei den 14-49-jährigen holte man überraschend starke Werte.

Das Erste eröffnete den ersten Montagabend des neuen Jahres mit einem «Morden im Norden»-Primetime-Special mit dem Untertitel „Weil du böse bist“. In dem 90-minütigen Krimifilm stand das Ermittlerteam um Finn Kiesewetter (Sven Martinek) und Lars Englen (Ingo Naujoks) vor der Herausforderung, das rätselhafte Verschwinden der 25-jährigen Anja Liebke (Valerie Stoll) aufzuklären.

Konnte die Erstausstrahlung nun aufspielen? Blickt man auf die Sehbeteiligung des Falls, muss dies mehr als bejaht werden – insgesamt 5,83 Millionen zu ganz starken 23,1 Prozent Marktanteil kamen zustande – tolle Resonanzen, die die Konkurrenz des ZDF-Krimis überboten. Das jüngere Publikum war indessen in einer sehr ungewöhnlichen Größenordnung von klasse 13,0 Prozent und 0,57 Millionen zugegen. Selten holen öffentlich-rechtliche Krimis so hohe Anteile in dieser Kategorie - dieser Fall scheint also einen echten Nerv getroffen zu haben, womit man von der reinen Reichweite sogar noch vor RTL lag, wo das Jauch-Quiz nur wegen der deutlich längeren Laufzeit einen besseren Anteil aufwies. Schon zuvor ging die «Tagesschau» mit den aktuellsten Infos zu Venezuela auf Sendung. Der Berichterstattung vertrauten wiederum außergewöhnliche 6,32 Millionen Menschen bei nicht alltäglichen 25,5 Prozent Anteil am Gesamtmarkt. Von den 14-49-Jährigen waren es ebenfalls exorbitante 1,06 Millionen zu brutal starken 24,7 Prozent - das Informationsinteresse scheint also weiter erhöht.

Bei der ZDF-Konkurrenz handelte es sich um 20.15 Uhr um die Krimi-Erstausstrahlung «In ewiger Freundschaft (1) - Ein Taunuskrimi». Überraschend klar unterlegene 3,94 Millionen Leute des Gesamtpublikums waren dabei und beförderten einen trotzdem noch guten Marktanteil von 15,6 Prozent zur Anstalt, womit man allerdings gegen den gegnerischen Krimi verlor und damit wohl auch im Urteil der Zuschauenden den Kürzeren zog. Verheerend die Lage bei den Jüngeren, die nur zu ganz schwachen 3,2 Prozent (0,14 Millionen) die Ausstrahlung wählten. Danach holte das «Heute Journal» für den Kanal wirklich respektable 3,70 Millionen zu erhöhten 16,8 Prozent bzw. 0,36 Millionen Junge (schöne 9,0 Prozent) ein.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
06.01.2026 08:35 Uhr Kurz-URL: qmde.de/167748
Mario Thunert

super
schade


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Morden im Norden Tagesthemen Heute Journal Tagesschau

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