Italien verhaftet 9 Personen und beschlagnahmt 8 Millionen Euro in einem Fall illegaler Hamas-Finanzierung

Die italienischen Behörden gaben am Freitag die Verhaftung von neun Personen und die Beschlagnahme von Geldern und Vermögenswerten im Wert von mehr als acht Millionen Euro im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zur illegalen Finanzierung der Hamas-Bewegung bekannt, die in der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft ist.

Die italienische Polizei und die Finanzguardia (Guardia di Finanza) erklärten, dass die Operation in Koordination mit der Anti-Mafia- und Anti-Terrorismus-Direktion in Genua durchgeführt wurde und ein Netzwerk zielte, das verdächtigt wird, internationale Finanztransfers über wohltätige Vereine mit Sitz in den Städten Genua und Mailand zu managen.

Laut den Ermittlungen wurden Spenden unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe gesammelt, doch die Behörden behaupten, dass ein großer Teil davon an Einheiten weitergeleitet wurde, die mit Hamas verbunden sind, einschließlich Unterstützung für Familien von Elementen, die in Angriffe verwickelt waren oder wegen Terrorismusvorwürfen inhaftiert sind.

Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass mehr als 70 % der von den betroffenen Vereinen gesammelten Gelder an Kanäle weitergeleitet wurden, die mit der Bewegung verbunden sind, unter Verwendung komplexer Finanznetzwerke, um die Bankenaufsicht zu umgehen, einschließlich der Gründung neuer Vereine nach der Schließung vorheriger Konten.

Unter den Festgenommenen ist der Leiter eines der palästinensischen Vereine in Italien, den die Ermittler verdächtigen, eine zentrale Rolle bei der Leitung des Netzwerks im Land gespielt zu haben, während zwei der Beschuldigten vermutlich außerhalb des italienischen Territoriums sind.

Ihrerseits begrüßte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Ergebnisse der Operation und bestätigte, dass die Behörden weiterhin jeden Versuch bekämpfen werden, wohltätige Arbeit zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten auszunutzen.

Im Gegensatz dazu leugneten Anwälte einiger Beschuldigter die gegen sie erhobenen Vorwürfe und bestätigten, dass die Spenden für humanitäre Zwecke bestimmt waren und dass der Fall auf unterschiedlichen Interpretationen des Wegs der Finanztransfers basiert.
30.12.2025 07:28 Uhr Kurz-URL: qmde.de/167676

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