Hauptrolle Zaun: Diese Filme funktionieren nur mit einem Zaun

Ohne Schauspieler funktionieren nur animierte oder gezeichnete Filme.

Doch nicht immer stehen menschliche Mimen im Mittelpunkt. Manchmal spielen auch Orte oder Gegenstände eine entscheidende Rolle. Ein Zaun wirkt auf den ersten Blick nicht besonders spannend, er steht vor Häusern, umgrenzt Gebäude oder sperrt Gebiete ab. Es gibt aber Filme, die ohne den Zaun nicht funktioniert hätten. Wir stellen Filme vor, in denen ein Zaun eine emotionale Hauptrolle spielte und Dreh- und Angelpunkt des Films war.

Fences aus dem Jahr 2016


Im Film „Fences“ kämpft der ehemalige Baseballspieler Troy Maxson mit seinen enttäuschten Lebensträumen und gesellschaftlicher Ausgrenzung im Pittsburgh der 1950er Jahre. Sein Alltag als Müllwerker und Familienvater ist geprägt von tiefer Frustration und harter Arbeit. Troy baut einen Zaun, der als Sinnbild für innere und äußere Grenzen steht, die er seiner Familie und sich selbst setzt. Die Handlung fokussiert sich auf das komplexe Zusammenspiel von Hoffnung, Enttäuschung und familiären Konflikten. Sie prägen Troys Vergangenheit und seine Beziehung zu seiner Frau Rose. Sie ist geprägt von versteckten Verletzungen und Loyalität.

Der Junge im gestreiften Pyjama von 2008


Dieser Film schildet aus der Perspektive des achtjährigen Bruno die Begegnung mit Schmul. Der jüdische Junge lebt auf der anderen Seite eines Stacheldrahtzaunes. Er trennt das Konzentrationslager vom Wohnraum seiner Familie. Die kindliche Freundschaft entwickelt sich im Schatten des Holocausts und zeigt eindringlich, wie unsichtbare und sichtbare Grenzen zwischen Menschen entstehen und wirken. Der Zaun in diesem Film steht als Symbol für Unschuld, Unverständnis und die unüberbrückbare Trennung der beiden Welten. Die Handlung endet tragisch und verdeutlicht, wie zerstörerisch Vorurteile, Krieg und Mauern sind.

Long Walk Home / Rabbit-Proof Fence von 2002


Der Film „Rabbit-Proof Fence“ erzählt die wahre Geschichte von drei Mädchen aus der indigenen Bevölkerung Australiens. Sie fliehen aus einem Internat und möchten nach Hause zu ihren Familien.

Auf dem langen Marsch orientieren sie sich an einem kilometerlangen Kaninchenzaun, der das gesamte australische Land durchzieht. Der Zaun ist nicht nur der Wegweiser der Mädchen, sondern symbolisiert auch die Trennung von Kultur und Herkunft.

Die gesamte Reise ist von Entbehrungen geprägt und zeigt eindrucksvoll, wie Ausdauer und Hoffnung kindliche Energie in einer fremdbestimmten Welt aufrecht erhalten können.

Die Bestimmung – Divergent von 2014


In der dystopischen Zukunft von „Die Bestimmung“, lebt die Gesellschaft eingezäunt in einem abgetrennten Chicago. Der massive Zaun trennt die Menschen von allem außerhalb und steht für Kontrolle, Überwachung und Angst vor dem Unbekannten.

Die junge Hauptfigur Tris Prior entdeckt, dass mehr hinter der Barriere steckt als vom Staat preisgegeben. In diesem Film wird der Zaun zum Startpunkt für Mut, Aufbruch und die Suche nach der Wahrheit. Er verdeutlicht, wie Grenzen Menschen einengen, aber auch Wunsch nach Freiheit in sich fühlen.

Jurassic Park von 1993


Im Kultfilm „Jurassic Park“ stehen mächtige Elektrozäune zwischen den wiedererschaffenen Dinosauriern und den Menschen. Die Zäune sollen Sicherheit und Kontrolle garantieren, versagen aber bei einem Systemversagen dramatisch. Die Handlung zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Natur und Technik wirklich ist. Dieser Zaun symbolisiert menschliche Hybris und die Illusion, dass der Mensch alles zähmen und kontrollieren kann. Mittlerweile ist das Phänomen Jurassic Park weiter gewachsen, es wird gespielt und in vielen Filmen geschaut.

Die eskalierenden Ereignisse zeigen deutlich, dass Sicherheit und Beherrschung in einer künstlich geschaffenen Ordnung trügerisch sind.
09.10.2025 06:46 Uhr Kurz-URL: qmde.de/165289

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