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«Silvi Carlsson» – als YouTuberin und Sängerin für Gleichberechtigung

Neben Comedy und Unterhaltung übt die Webvideoproduzentin auch Gesellschaftskritik und setzt sich für feministische Themen sowie Gleichberechtigung ein.

Nicht nur als YouTuberin, sondern auch als Autorin, Moderatorin und Sängerin hat sich Silvi Carlsson inzwischen einen Namen gemacht. Seit 2014 veröffentlicht die Influencerin Videos auf ihrem Kanal im Bereich Lifestyle, Comedy und Unterhaltung. Immer wieder spricht sie jedoch auch ernste Themen an und macht sich als Feministin für Gleichberechtigung stark.

Silvi Carlsson wurde am 31. März 1992 in Aschaffenburg geboren und wuchs dort auf. Nach ihrem Schulabschluss entschied sie sich für ein Studium im Fach Medienmanagement mit Schwerpunkt Journalismus in Würzburg. Diese Entscheidung traf sie jedoch eher als Kompromiss, um nichts „Unvernünftiges“ zu machen. Im Studium fühlte sie sich schnell kreativ unterfordert, so dass sie sich ab 2012 alles Notwendige für YouTube selbst beibrachte, um sich dort kreativ auszuleben. Im Alter von 23 Jahren zieht sie schließlich nach Köln. Ehe sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, war sie beispielsweise als Redakteurin bei „AwesomenessTV“ aktiv und arbeitete als Moderatorin für das Format „WasDasGeht“.

Ab 2014 erschienen auf ihrem Kanal regelmäßig Videos. Zu Beginn war der Content sehr gemischt und es erschienen zum Beispiel Challenges mit anderen YouTubern, Vlogs, Storytimes, etwa über den ersten Kuss, oder Parodien über «Germany’s Next Topmodel» oder Tinder. Relativ schnell etablieren sich jedoch zwei feste Formate, die zu Beginn häufig erscheinen. Zum einen „Fake vs Original“, bei welchem Carlsson beispielsweise originale Süßigkeiten im Vergleich mit nachgemachten Produkten testet. Zum anderen liest sie in der Reihe „Silvis Teenie Tagebuch“ aus ihrem früheren Tagebuch zur Jugendzeit vor. So war die Webvideoproduzentin im Sommer 2017 bei mehr als 100.000 Abonnenten angelangt, heute sind es sogar 282.000. Das gefragteste Video auf dem Kanal, „Ich teste die Menstruationstasse und lande im Krankenhaus“ entstand vor fünf Jahren und misst heute mehr als 1,7 Millionen Aufrufe. Dahinter folgt ein 48-Stunden-Selbstexperiment, in welchem sie sich wie Kyle Jenner ernährt, was eine Million Klicks zählt.

Neben Comedy erscheinen auch immer wieder ernstere Videos über Bodyshaming, Abtreibung, Panikattacken oder emotionalen Missbrauch in toxischen Beziehungen. Durch ihre eigene Lipödem-Erkrankung stellt sie Beauty-Standard zunehmend in Frage, fotografiert ihre Cellulite auf Instagram und beschäftigt sich mit Diskriminierung von Frauen im Alltag. Vor etwa zwei Jahren begann sie schließlich damit einige Dating-Reality-Shows zu kommentieren. Hier nahm sie zunächst die lesbische Datingshow «Princess Charming» unter die Lupe. Neben humorvollen Kommentaren äußert sie sich aber auch kritisch zu einigen Situationen oder Entscheidungen der Produktionsfirma. Jedes der Videos erhielt mehr als 100.000 Aufrufe, was dafürspricht, wie gut das Format bei ihrem Publikum ankommt. Neben den weiteren Staffeln von «Princess Charming», kommentierte sie schließlich auch «Prince Charming» und teilweise «Bachelor in Paradies». Zu «Ex on the Beach» veröffentlichte sie eine „feministische Analyse“.



Im November 2017 veröffentlichte Carlsson gemeinsam mit den YouTubern Dima, Tina Neumann, Justcaan, Freshtorge und Sascha das Buch „Mein Leben als Youtuber“. Hier verrieten die Social-Media-Stars einige Tipps und Geheimnisse und boten Einblicke hinter die Kulissen. Daneben hat die YouTuberin auch bereits vier Songs und zugehörige Musikvideos veröffentlicht. So erschienen bereits „vorbei“, „für mich“, „Perseiden“ und „es reicht“. Im letztgenannten Song setzte Carlson ein weiteres Zeichen für Frauenrechte und Gleichberechtigung.
24.09.2023 12:57 Uhr Kurz-URL: qmde.de/145382
Laura Friedrich

super
schade


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Tags

Germany’s Next Topmodel Princess Charming Prince Charming Bachelor in Paradies Ex on the Beach

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