Darüber wird zu reden sein.
Was haben wir schon alles auf großen Leinwänden und kleineren Bildschirmen an Action und Bombast gesehen, seit 2008 eine neue Ära der cineastischen Unterhaltung eingeläutet wurde? Da streifte sich Robert Downey Jr. das erste Mal in der Rolle des Milliardärs Tony Stark für Comic-Schwergewicht Marvel den Anzug von Iron-Man über. Was danach folgte, ist nicht weniger als ein Meilenstein in der neueren Kinolandschaft. Das MCU, Marvels Cinematic Universe, war geboren und seitdem erleben Jung und Alt quasi die weltweit teuerste in Filme gegossene Popcorn-Serie: mit Ablegern in Form von Captain America, Ant-Man, Spider-Man und Co. Doch all der in Special Effects gekleidete Wahnsinn sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass indessen die leiseren Filme häufig besser in Erinnerung bleiben. Ein technisches Gerät hat dabei besonders Eindruck hinterlassen in den vergangenen zwanzig Jahre. Wir stellen daher drei Filme vor, die eben diesen Apparat zentral thematisieren. Vielleicht ist auch ein Geheimtipp für euch dabei.
Hello again
Spannen wir euch nicht länger auf die Folter, die Rede ist vom Telefon. Mittlerweile gibt es das Gerät in unterschiedlichsten Ausführungen, vom Smartphone über
Flatrates für Cloudtelefonie in Unternehmen bis hin zu Retro Vertretern mit Ringelschnur und Wählscheibe. Die heutige Jugend wird ihren schlauen Hosentaschenhelfer wohl eher selten für klassische Audiogespräche und vielmehr zum Texten einsetzen. Nichtsdestotrotz ist das Telefonat immer wieder Dreh- und Angelpunkt für spannende Filmhandlungen geworden. Verwunderlich ist es nicht, schließlich rücken Unterhaltungen per Telefon einen zentralen dramatischen Faktor in den Produktionen wieder mehr ins Rampenlicht, den Dialog. Hier wird echte Spannung vermittelt und die Charakterzeichnung in Rede und Antwort verfeinert, konkretisiert. Wer erinnert sich nicht gern an die wohlig-bedrohlichen
Anrufe in den Scream-Filmen, wo bereits das Klingeln unheilvolle Vorankündigung übler Entwicklungen war? Wir stellen euch daher drei Filme vor, in denen Telefonanrufe besonders zentral für die Entwicklung der Handlung sind.
Nicht auflegen!
Der erste Film muss fast zwangsläufig
der Klassiker Nicht Auflegen! aus dem Jahre 2003 sein, wo ein noch sichtlich jüngerer Colin Farrell in der Rolle des Unsympathen Stu Shepard den wohl gruseligsten Anruf seines Lebens bekommt — in einer New Yorker Telefonzelle. Weitaus neuer ist Tipp Nummer zwei, namens The Guilty, aus dem Jahr 2018. Der Ex-Cop Asger Holm ist Angestellter bei einer Notrufzentrale, als er den Anruf einer Entführten erhält. Diese gibt ihrem Peiniger vor, mit ihrer Tochter zu telefonieren und stellt Holm vor die knifflige Aufgabe, sie per Telefon aus der schwierigen Lage zu befreien. Nummer drei im Bunde der Anruf-Streifen ist der noch recht neue Titel On The Line mit Mel Gibson. Der Schauspieler mimt den erfolgreichen Radiomoderator Elvis Cooney, der sich die Probleme seines Publikums anhört und charmant-schlagfertig analysiert. Das ruft den ein oder anderen Neider auf den Plan, doch wahrlich lebensverändernd gestaltet sich der Anruf eines Unbekannten, der mit der Ermordung seiner Familie droht. Unter Zeitnot muss Cooney nun alles daransetzen, die wahren Motive des Anrufers zu enthüllen, um seine Familie zu retten. Das waren sie also, unsere drei Filmtipps. Haben solche Produktionen noch eine Chance,
nachdem Iron-Man mit seinen Avengers die Karten der Filmproduktionen neu gemischt hat und die Messlatte für CGI zuletzt
mit Avatar 2 immer höher liegt? Wir finden: auf jeden Fall! Denn wenn das Telefon im Mittelpunkt steht, könnt ihr euch nicht selten auf einen spannungsgeladenen Abend und gute Dialoge freuen.
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