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Essen bei Maischberger

Promis im Container? Titanen im TV? Lanz? Weit gefehlt. Ein Kolumnist öffnet sein Herz.

Ich habe lange überlegt. Sollte ich heute eine Kolumne über ein Thema der Woche verfassen? Das Fernsehen wieder einmal kritisch begutachten? Nur bin ich hier Kolumnist auf Quotenmeter. Insofern unterliegt diesen Zeilen immer eine gewisse Freiheit. Gerade dieser Freiraum sollte eine Kolumne im besten Falle auch ausmachen. Einst bat ich den «ARD»-Programmdirektor um einen Film im Nachtprogramm der «ARD» und der gute Mann meldete sich dann wirklich am Tag darauf über sein Büro. Gerade solche Geschichten schreibt nur das Internet. Den Film hatte die «ARD» damals leider nicht im Programm. Ich muss mich aber dennoch hier noch öffentlich bedanken. Letztens twitterte ich Herrn Herres dann meinen Wunsch nach «Die Brücke von Arnheim» und kurze Zeit später lief der Klassiker im Nachtprogramm. Ein herzliches "Dankeschön“ nachträglich! Selbst wenn es nur Zufall gewesen sein sollte.

Aufgrund dieser verrückten Rahmenbedingungen möchte ich heute ein wenig über «Sandra Maischberger»berichten. Das Internet verkürzt Wege. Wie kam man vor zehn Jahren an einen Programmdirektor? Wie konnte man Kontakt mit Moderatoren aufnehmen? Dank Twitter ist es heute möglich. Mit einer großen Anzahl an Verfolgern wird es sogar noch leichter. Ich kann sogar den falschen Harald Schmidt für mich anfragen lassen. Einer meiner Lebensträume? Ein Abendessen mit «Sandra Maischberger». Neuerdings twittert die Moderatorin nämlich. Zumindest die Redaktion hat in ihrem Namen einen Account bei Twitter eingerichtet. Ich weiß gar nicht so wirklich warum ich davon träume. Ich mag sie einfach sehr. Schon damals auf «n-tv» mochte ich einfach ihre Art Interviews zu führen. In politischen Gesprächen mit Helmut Schmidt brauche ich meine Fernbedienung gar nicht mehr. «100 Jahre» auf «Phoenix» in 100 Folgen? Frau Maischberger moderiert? Mein kompletter Sonntag ist gerettet. Die Frau ist einfach unheimlich clever. Eine echte Lady im TV und sie hat einfach diese endlos tollen Blicke drauf. Nicht nur Helmut Schmidt scheint ihre Art sehr zu gefallen.



Manchmal faszinieren Menschen. Ich würde keinen Penny für ein Autogramm von Gottschalk ausgeben. Selbst eine Gartenparty mit Steven Spielberg stelle ich mir höchst langweilig vor. Ich will mich auch gar nicht in irgendeine Sendung von der guten Sandra hier online reinschleimen. Bin ich ein verrückter Fan? Immerhin ist die Dame verheiratet! Ein Abendessen? Ein Date? Weit gefehlt. Mir würde wohl schon ein kurzer Kaffee reichen. Ich finde diese Dame einfach ungeheuer sympathisch. Ich selbst habe nie verstanden warum sie ins Boulevard-Fach gewechselt hat. Wahrscheinlich geht es ihr wirklich um Menschen. Menschen interviewen und nicht immer nur Politiker. Irgendwie nehme ich der Frau ihr Interesse an den Interviewpartnern immer ab. Das war im winzigen Studio bei «n-tv» schon ihr Markenzeichen. Sie ist komplett auf den Gast fixiert. Schafft es andere Antworten zu entlocken. Ihre Wunderwaffe? Das Maischberger-Lächeln. Extrem sympathisch und wahrscheinlich nur von Julia Roberts übertroffen.

Ich scheine wohl doch verrückt zu sein. Genau wie dieses wahrlich verrückte Internet. Warum will ich diese Dame überhaupt einmal im Leben getroffen haben? Warum nicht irgendeinen bekannten Popstar? Warum nicht einen Hollywood-Helden? Warum nicht mit Bill Gates auf Butterfahrt? Mit Frank Sinatra durch Las Vegas?

Ich weiß die Antwort ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist es wie bei Frau Maischberger. Mich interessiert einfach dieser Mensch.

Grüße!

Rob Vegas
29.09.2013 11:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/66437
Rob Vegas

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