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Die 10 besten Filme des Jahres 2019

Von dramatischen Erkenntnissen über kurzweilige Gesellschaftssatire bis hin zu epochaler Unterhaltung und kunstvollem Grauen: Diese zehn Filme muss man laut der Quotenmeter.de-Kinoredaktion gesehen haben!

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Platz 5: «Avengers || Endgame»
Die Brüder Joe & Anthony Russo führen ihren Superhelden-Actionritt «Avengers | Infinity War» mit einem Popcorn-Epos fort, wie man es nie zuvor gesehen hat: Wir beginnen die Geschichte mit niedergeschlagenen, besiegten Heldinnen und Helden, die nicht weiter wissen. Wir sehen das große Figurenensemble, das von einem fantastischen Cast verkörpert wird, wie es höchst unterschiedlich mit seiner Niederlage umgeht. Und dann ackert sich «Avengers || Endgame» Schritt für Schritt hin zu einer konsequenten, fantastischen Lösung. Auf dem Weg dorthin gibt es ein clever konstruiertes Wiedersehen mit alten Bekannten aus dem Marvel Cinematic Universe, einen herrlich-seltsamen Heist und ein gigantisches Action-Finale. Ein Glanzstück des Mega-Budget-Blockbusterkinos.

Platz 4: «Hustlers»
Regisseurin und Autorin Lorene Scafaria lieferte mit «Hustlers» den klügsten, originellsten und besten Crime-Film des Jahres ab! «Hustlers» erzählt die unfassbare, doch wahre Geschichte einer Gruppe von Stripperinnen, die nach dem großen Finanzcrash der 2000er-Jahre das Recht auf gewiefte, dubiose, aber beeindruckende Weise selber in die Hand nehmen, und die Männer abzocken, die zuvor die Weltwirtschaft abgezockt haben. Mit einer starken Constance Wu in der Hauptrolle und einer atemberaubenden Jennifer Lopez als Co-Hauptdarstellerin, einer spannenden Erzählweise und scharfer Beobachtungsgabe setzt «Hustlers» im Gangsterkino eine unvergessliche Marke.

Platz 3: «Midsommar»
Noch ein kunstvoller, extrem pechschwarzer Horrorfilm eines Regisseurs, der auf sein gefeiertes Debüt eine Geschichte mit großer Sogwirkung folgen lässt: «Hereditary»-Macher Ari Aster entführt uns in eine Kommune, die rund ums Mittsommerfest erschreckende Traditionen pflegt – und eine Gruppe amerikanischer Besucher steckt mittendrin. Bereichert mit vielen versteckten, unterschwelligen visuellen und klanglichen Grauen, bedrückenden Vorausdeutungen und hypnotischer Kameraarbeit ist bereits ein fesselnder Film – doch dann ist da noch Hauptdarstellerin Florence Pugh, die eine markerschütternd starke Darbietung abliefert.

Platz 2: «Porträt einer jungen Frau in Flammen»
Céline Sciammas Drama «Porträt einer jungen Frau in Flammen» erzählt auf sanfter, wortkarger Weise von einer Malerin (Noémie Merlant), die im 18. Jahrhundert damit beauftragt wird, im Geheimen das Hochzeitsporträt einer adeligen Frau (Adèle Haenel) zu malen. Die beiden Frauen entwickeln eine große, innige Zuneigung zueinander, doch ihre Zeit miteinander ist beschränkt … Malerisch fotografiert und mit großer, subtiler Sinnlichkeit ausgestattet, ist «Porträt einer jungen Frau in Flammen» ein kunstvoller, betörend schöner Film, der zudem über den Akt der künstlerischen Repräsentation sinniert sowie über das schwierige Verhältnis zwischen Passionskunst und Auftragsarbeit.



Platz 1: «The Favourite – Intrigen und Irrsinn»
Urkomisch, perfekt ausstaffiert und eine begnadet gespielte Auseinandersetzung mit Genderrollen, sexueller Identität und Machtkämpfen: «The Killing of a Sacred Deer»-Regisseur Giorgos Lanthimos stürzt sich ins Genre des Kostümfilms und verleiht ihm den schnippischen, peppigen Dialogwitz eines «Girls Club». Das Ergebnis ist ungeheuerlich unterhaltsam, ein herrlicher Showcase für die zentralen Darstellerinnen Emma Stone, Rachel Weisz und Olivia Colman und eine gepfefferte Darstellung brutaler Ränkespiele im Adelssystem des frühen 18. Jahrhunderts – sowie unser Top-Film des Jahres 2019!
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02.01.2020 16:37 Uhr Kurz-URL: qmde.de/114750
Antje Wessels, Sidney Schering

super
schade


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Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
Sid
05.01.2020 17:36 Uhr 6


Absolut nachvollziehbar, stehe ich dahinter: Es soll halt gut sein, ob nun gut ernst oder gut lustig, ist gleich. Meine Nachfrage war daher nicht abschätzig gemeint, sondern einfach nur: Oh, hatte ich nicht auf der Rechnung.




Wuhu! "Snowpiercer"! *jubelt*
troubled
06.01.2020 11:05 Uhr 7
Ich muss ja gestehen, das ich aus diesen Top 10 gerade mal einen Film gesehen habe, und es da nicht wenige Titel gibt, von denen ich nicht mal etwas gehört habe dieses Jahr.



Aber ich komme um folgende Frage nicht umher, auch wenn mir bewusst ist, das Geschmäcker und Meinungen von Grund auf verschieden sind: Fehlt nicht irgendwo die Erwähnung von "Joker"? das war für mich von den Filmen, die ich erblicken durfte, mit großem Abstand der beste im Jahr 2019.
Nr27
07.01.2020 18:24 Uhr 8


Hatte ich schon so verstanden, ich wollte nur trotzdem kurz meine Gründe ausführen.






"Joker" belegt bei mir Platz 14 - hat mir besser gefallen als erwartet (nach dem ersten Trailer befürchtete ich viele Fremdschäm-Momente, die ich gar nicht leiden kann - war dann zum Glück halb so wild), aber für die Top 10 war mir der Kern der Handlung doch etwas zu simpel gestrickt, außerdem fand ich die Nebenfiguren zu schwach ausgearbeitet. Trotzdem ein starker Film, keine Frage. Sid fand ihn aber nicht so toll, wenn mich die Erinnerung nicht trügt ...
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