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Unsere Tipps: Treten diese Stars bei «The Masked Singer» auf?

Die Fernsehnation ist im Ratefieber, und so auch die Redaktion von Quotenmeter.de. Antje Wessels und Sidney Schering haben besonders viel Spaß daran, sich den Kopf über «The Masked Singer» zu zerbrechen, und präsentieren uns daher hier ihren Austausch: Sind dies die «The Masked Singer»-Promis?

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Der Engel


Sidney: Meine erste Vermutung beim Engel war ja der Graf von Unheilig: Der erste Auftritt passte für mich sowohl stimmlich als auch hinsichtlich der Gesangsqualität. Zudem passen einige der Indizien aus der ersten Show. Der Engel sagt, er stünde nicht gern im Rampenlicht – und der Graf ist jemand, der sich selbst zur Hochphase des Unheilig-Hypes eher im Hintergrund gehalten hat, und er war es ja auch, der sich eine Art Zwangspause von der Öffentlichkeit verordnet hat. Außerdem sagt der Engel im Video sinngemäß, er könne auch anders als engelsgleich sein, woraufhin er eine Teufelskarte zeigt. Und was ist der Teufel? Unheilig!

Die zweite Show hat mir diesen Tipp aber verdorben. Sicher, unter einer schweren Maske zu singen, dürfte herausfordernd sein. Dennoch war mir der Gesang in Woche zwei viel zu wacklig für den Grafen. Und sonstige Tipps aus den Indizienvideos kriege ich auch nicht auf ihn gemünzt. Aber ich habe eine neue Theorie: Der Engel sagt, er habe viele Gesichter und wolle uns mit seinen Klängen beglücken, ohne im Mittelpunkt zu stehen. Er erzählt uns etwas von "Schwarz, Weiß, Schatten, Licht" und zeigt beim Kartenspielen eine Teufelskarte, während auf einem Spieltisch ein Teller mit Stern- und Halbmondkeksen steht. Außerdem verriet der Engel, dass er nach der Auftaktfolge auf Wolke sieben war – und wir sehen ihn in einem Garten. Wer kann das nur sein?





Meine Antwort: Es ist Mousse T! Er steht als Produzent und DJ nicht im Mittelpunkt seiner Hits, zudem können die vielen Gesichter des Engels für die vielen Interpreten stehen, die seine Songs gesungen haben. Der Teufel hat Hörner, was für den Hitsong "Horny" steht., das Musikvideo zu "Sex Bomb" ist zu weiten Teilen in Schwarz und Weiß, und Mousse T. ist Hannoveraner – Hannover ist als Gartenstadt und erster Veranstalter der Bundesgartenschau bekannt. "Wolke sieben" ist wiederum womöglich ein so verquerer Hinweis wie "Susan Sideropoulos mag die Kelly-Family, deshalb steht im Regal des Schmetterlings ein Doppeldecker-Bus" und steht für die sieben Buchstaben in Mousse Ts Namen und dafür, dass Mousse eine wolkig-fluffige Süßspeise ist. Einfacher zuzuordnen sind die Adventskekse – Halbmond und Stern, wie in der Flagge der Türkei, wo Mousse Ts Eltern herkommen.

Und auch wenn ich echt baff wäre, wie gut Mousse T. in Woche eins war, so klingt der Gesang aus Woche zwei schon eher nach einem Menschen mit Musikverständnis, der jedoch nicht professionell singt.





Antje:
Was habe ich mich mit dem Engel schwergetan, denn sämtliche Tipps aus der Bevölkerung schienen mir wenig naheliegend, die Tipps in den Vorstellungsvideos dagegen zu vage, um hier irgendeine Vermutung abzugeben. Und die Stimme? Nun ja, das hätte der Graf von Unheilig genauso sein können wie Martin Kesici. Aber seien wir mal ehrlich: Der Eine will seine Ruhe und der Andere ist halt auch "nur" ein Castingshow-Gesicht, das schon ewig nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen war. Also habe ich weiter in meinem Gedächtnis rumgekramt und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Der Engel kann niemand Anderes sein als Scooter-Frontmann H.P. Baxxter. Und das nicht nur, weil die Stimme, wenn man diesen Namen einmal im Kopf hat, verdammt gut passt.

Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf: Der gute Mann gehört einschlägigen Promi-Seiten zufolge zu einem der wenigen deutschen Prominenten mit einem grünen Daumen. Sogar seine Pflanze Howerd hat es auf Portale wie Promiflash.de geschafft. Im letzten Hinweisvideo wurde der Engel als Gärtner etabliert. Hinzu kommt das engelsgleiche Haar des Sängers, der ja eigentlich kein richtiger Sänger ist, sondern dessen Prominenz darauf zurückgeht, dass er regelmäßig Worte – mal mehr, mal weniger jugendfrei – in ein Megafon brüllt. Das passt mit Engelchen und Teufelchen schon ganz gut und auch dazu, dass er nicht permanent in der Öffentlichkeit stehen will. Da H.P. zudem noch nie durch irgendwelche Skandale aufgefallen ist, entspricht der Engel eben doch seinem Naturell, wie er am Anfang des ersten Vorstellungsvideos sagt.

Dort wurden übrigens auch Bilder einer Kirche abgebildet. Nur wegen der Nähe von Engeln zur Bibel? Mitnichten! Einst gründete Baxxter mit seiner Schwester die Synthiepop-Band "Celebrate the Nun". Ich glaube, davon hat sich die Redaktion ihren Kirchenhinweis abgeleitet. Und apropos hergeleitet: Dass man den Engel einmal in einer Kartenspielrunde zu sehen bekommt, könnte ein Verweis darauf sein, dass er einst als Gast bei der ProSieben-Pokernacht dabei war. Mal ganz davon zu schweigen, dass das vorletzte Scooter-Album "Ace", also "Ass", hieß …

Unser Tipp: Der Engel ist Mousse T. oder H.P. Baxxter.

Das Monster


Antje:
Ohne dem Kuschelmonster, das «The Masked Singer» allein schon aufgrund seiner Flauschigkeit hoffentlich noch lange erhalten bleibt, zu nahe treten zu wollen, so muss ich doch feststellen, dass es von der Stimme her recht schwachbrüstig daherkommt. Und noch dazu eben mit nicht so einer ausdrucksstarken Stimme gesegnet ist, dass mir auf Anhieb direkt ein paar Dutzend Kandidatinnen einfallen würden. Also bin ich auch hier ausschließlich nach den Indizien gegangen und habe mich vor allem auf folgende vier gestürzt: Süßigkeiten (insbesondere Götterspeise, auf Englisch: jelly – das ist noch wichtig, aber dazu kommen wir gleich). Im Hintergrund sind immer wieder Süßigkeiten zu sehen. Es gibt eine deutsche Schauspielerin, die ihren großen Leinwanddurchbruch mit einem Film namens «Lollipop Monster» gefeiert hat. Wer das ist, verrate ich Euch gleich. Hinzu kommen die Verweise auf ihre Herkunft. "Ich komme von einem düsteren Ort!" sagt das Monster in einem der Videos. Und auch, wenn wir nicht direkt einen ganzen Stadtteil verunglimpfen wollen, so muss man doch sagen, dass man den Problembezirk Berlin-Kreuzberg in einer mit solch vagen Indizien arbeitenden Sendung schon als "dunklen Ort" bezeichnen könnte – denn genau dorther kommt die von mir gewählte Kandidatin.

Wem das allerdings zu gemein gedacht ist, für den lohnt es sich, einen Blick auf die Vita ebenjener Schauspielerin zu werfen. Den ganz großen Durchbruch gelang dieser nämlich mit der Komödienreihe «Fack ju Göhte» und die hier gezeichnete Goethe-Gesamtschule entspricht dann eben doch sehr diesem Bild eines "dunklen Ortes". Und wo wir gerade dabei sind: Mir kann keiner erzählen, dass die liebe Jella Haase seit ihrem Durchbruch in «FjG» nicht permanent unterschätzt und nur noch auf ihre Rolle der Chantal reduziert wird. Eine Teilnahme bei «The Masked Singer» wäre daher selbst für eine solch erfolgreiche Aktrice ein Befreiungsschlag.





Sidney: Ich bin beim Monster hin- und hergerissen. Und natürlich vollkommen verzaubert – wie flauschig-knuffig ist dieses Kostüm bitteschön? Wenn ProSieben das nicht als Stofftier raus bringt, weiß ich auch nicht weiter! Aber, darum geht es nicht. Es geht um die Enthüllung, wer in dem Kostüm stecken könnte. Aufgrund der Größe des Monsters und der Hinweise war ich zuerst bei Susianna Kentikian, die ihre Karriere sehr früh begonnen hat. Zudem floh sie im Alter von fünf Jahren mit ihrer Familie aus Armenien, da ihr Vater nicht zum Militärdienst an einem brutal umkämpften Ort eingezogen werden wollte. In Deutschland lebte die Boxerin außerdem vorübergehend in einem Wohnheim, ehe sie es verließ, weil es dort zu gewalttätig zuging. Das passt zu den Aussagen des Monsters, aus einem hässlichen Ort zu stammen und früh durch die Welt gezogen zu sein.

Außerdem sehen wir das Monster in seinem zweiten Video Schach spielen (Schach gilt quasi als Volkssport in Armenien), während ihm in seinem ersten Video aus einem Buch über ein goldenes Gürteltier vorgelesen wird. Goldener Gürtel, Boxweltmeisterin – liegt auf der Hand, oder? Aber ich habe zwei Probleme mit der Theorie "Kentikian ist das Monster". Erstens: Das Monster sagt, dass es stets unterschätzt wird, während Kentikian mit ihrer eindrucksvollen Siegesstatistik nicht gerade ein Underdog ist. Und: Ohne Kentikian, die sich in Interviews auch als verbal schlagfertig und aufgeweckt zeigt, zu nahe treten zu wollen, halte ich die Gesamtperformance des Monsters für zu ausgefeilt, als dass eine Person dahinter stecken könnte, die nicht aus dem Entertainment kommt.

Zusammen mit dem fidelen Grashüpfer ist das Monster die am meisten "gelebte" Rolle bei «The Masked Singer»: Wie es hüpft, hoppst, seine Arme im Takt schwingt und passend zum Gesang oder seinen Aussagen den Kopf neigt, deutet für mich auf eine Entertainerin hin, die hier mit vollem Eifer eine Rolle verkörpert. Nicht auf eine Sportlerin, die halt mal kostümiert singt. Daher finde ich Antjes Tipp überzeugend, möchte aber mit einem anderen Tipp dagegenhalten: Enissa Amani. Wie Kentikian flohen sie und ihre Eltern nach Deutschland. Das Schachspiel könnte darauf hindeuten, dass Amani zwar intelligent ist, aber, wie das Monster sagt, unentwegt unterschätzt wird – eines der wiederkehrenden Themen in Amanis Stand-ups ist ja, dass sie als modeaffine, kleine Frau mit piepsiger Stimme gerne für dumm gehalten wird. Die 'FAZ' nannte sie mal "Tussi mit Intellekt".

Der im zweiten Video auftauchende Luftballon mit dem Aufdruck "I Got It From My Mama" ist womöglich ein Verweis darauf, dass Amani stets sagt, dass sie ihr Weltbild von ihren Eltern hat – auch wenn sie zugegeben öfter über ihren Vater scherzt als über ihre Mutter. Dennoch sagt sie, dass sie einiges von ihrer Mutter übernommen hat – darunter ihr Händchen dafür, sich in Szene zu setzen sowie ihr Interesse an Mode. Das Kinderbuch über das goldene Gürteltier steht in dem Fall für das goldfarbene Studio von «Studio Armani» und den einen oder anderen auffälligen Gürtel, den sie Zeit ihrer Karriere getragen hat. Oder meinetwegen für ihre Zeiten als Modeverkäuferin bei QVC.





Unser Tipp: Das Monster ist superflauschig. Und im Kostüm steckt Jella Haase oder Enissa Amani.
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11.07.2019 18:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/110671
Sidney Schering, Antje Wessels

super
schade

65 %
35 %

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