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RTLplus-Zuschauer zeigen wenig Interesse an «essen & trinken»

Mit Wiederholungen von Gerichtsshows dreht RTLplus aus Quotensicht regelmäßig so richtig auf, für die 17-Uhr-Eigenproduktion «essen & trinken» gilt das allerdings nicht.

Schon seit einigen Monaten setzt RTLplus werktags um 17 Uhr auf die Kochshow «essen & trinken - Für jeden Tag». In der Daytime des kleinen Senders, die ansonsten fast komplett mit Gerichtsshows gefüllt wird, ist das Format somit durchaus ein Exot. Das Konzept von «essen & trinken» ist denkbar simpel: Zwei Profi-Kochteams zaubern im Wechsel Alltagsgerichte zum Nachkochen auf den Teller. Damit will die Sendung zeigen, dass leckeres Essen nicht unbedingt mit viel Aufwand verbunden und teuer sein muss. Hinter der Kamera ist mit Tim Mälzer auch ein durchaus prominenter Kopf an dem Format beteiligt. Doch wie wird die 45-minütige Sendung vom RTLplus-Publikum aufgenommen?

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die nach einem Gruner + Jahr-Magazin benannte Produktion in den vergangenen vier Wochen schwer tat. Die erfolgreichste Ausstrahlung lief am 10. Juni, als für «essen & trinken» 0,19 Millionen Zuschauer ab drei Jahren einschalteten. Das ging zwar mit augenscheinlich guten 1,2 Prozent einher, der Senderschnitt von RTLplus lag im Juli aber tatsächlich schon bei rekordverdächtigen 1,7 Prozent. Noch deutlicher wurde die Norm bei den 14- bis 49-Jährigen verfehlt, wo für besagte Folge nur 0,6 Prozent resultierten. In dieser Altersgruppe holt RTLplus sonst doppelt so hohe Marktanteile.

Noch einmal schwächer liefen die fünf Folgen der Kochshow in der vorletzten Woche, wo es im Schnitt zu rund 90.000 Zuschauern und 0,8 Prozent bei allen reichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 0,5 Prozent noch eine Ecke schlechter - aber auf diese Altersgruppe hat es RTLplus ohnehin nicht so stark abgesehen. Das Höchste der Gefühle waren dabei die am Dienstag ermittelten Werte, wobei man selbst hier mit exakt einem Prozent Marktanteil insgesamt bei 0,12 Millionen Zuschauern ab drei Jahren nicht wirklich zufrieden sein konnte.

Auch in dieser Woche riss «essen & trinken» aus Quotensicht keine Bäume aus. Zum Wochenstart blieben die Quoten bei 0,9 Prozent bei allen und 0,4 Prozent der Jüngeren hängen. Am Mittwoch sah es etwas besser aus, hier erreichte die Sendung 0,11 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und ein Prozent Marktanteil in beiden Altersgruppen. Dass RTLplus mit diesen Werten nicht zufrieden sein wird, offenbart aber ein Blick auf das Vorprogramm. Im Vorfeld von «essen & trinken» hatte es «Das Familiengericht» tatsächlich auf fast dreimal so viele Zuschauer gebracht, 0,31 Millionen RTLplus-Fans standen für die Gerichtsshow ab 16.10 Uhr zu Buche.

Folglich dürfte RTLplus mit dem Abschneiden von «essen & trinken - Für jeden Tag» in den vergangenen vier Wochen nicht zufrieden sein. Im Schnitt reichte es für die entsprechenden Folgen zu 0,11 Millionen Zuschauern ab drei Jahren, 0,02 Millionen davon im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Mit 0,9 Prozent bei allen und 0,7 Prozent bei den Jüngeren wurde der Senderschnitt von RTLplus in beiden Altersklassen klar verfehlt. Als wir Ende Februar zuletzt auf die Sendung geschaut hatten, fielen die Marktanteile fast identisch überschaubar aus, ein wirklicher Aufwärtstrend scheint sich demnach nicht bemerkbar gemacht zu haben (mehr dazu hier). Für die wenigen Fans des Formats ist das halb so schlimm, RTLplus hat bereits vor zwei Wochen bekanntgegeben, ab August 30 neue Episoden von «essen & trinken» auszustrahlen.
06.07.2019 15:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/110540
David Grzeschik

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schade

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Tags

essen & trinken Das Familiengericht essen & trinken - Für jeden Tag essen & trinken -Für jeden Tag

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