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Filmcheck: «Die Insel»

Michael Bays Ausflug in den Bereich der gesellschaftskritischen, dennoch weiterhin actionreichen Science-Fiction hat eine bewegte Quotengeschichte hinter sich.

Krachbumm-Regisseur Michael Bay verließ mit dem 2005 veröffentlichten Sci-Fi-Film «Die Insel» altbekannte Pfade. Einerseits, weil dies Bays erste Kino-Regiearbeit war, die nicht von Jerry Bruckheimer produziert wurde. Darüber hinaus ließ Bay sein Publikum nie zuvor so lange Zeit auf die erstenActionsequenz warten wie in diesem Ewan-McGregor- und Scarlett-Johansson-Vehikel. Und gemessen am Bay-Standard sind darüber hinaus in diesem Film die Handlung und die von ihr aufgeworfenen, ethischen Fragen ziemlich komplex. Doch auch aus einem weiteren Grund sticht «Die Insel» aus Bays Schaffen hervor: Es ist der erste Bay-Film, der als wirtschaftliche Enttäuschung galt.

Bei einem Budget von 126 Millionen Dollar generierte die Geschichte über zwei junge Erwachsene, die aus einem scheinbaren Paradies fliehen und dort grausige Entdeckungen machen, die sie selbst und die Gesellschaft betreffen, weltweit nur 162,9 Millionen Dollar – nicht genug, um die Ausgaben der Studios in Profit zu verwandeln. Nur 35,82 Millionen Dollar dieses Ergebnisses wurden in den USA und Kanada generiert – «Die Insel», landete somit auf Rang 75 der dortigen Jahrescharts. Deutschland gehörte derweil zu den Märkten, in denen «Die Insel» besser wegkam: Mit 1,06 Millionen Besuchern reichte es immerhin für Rang 33 der Jahrescharts 2005.

Die Free-TV-Premiere verlief am 13. Januar 2008 bei ProSieben sogar hervorragend: 4,48 Millionen Zuschauer bedeuteten ab 20.15 Uhr großartige 13,2 Prozent Marktanteil. 3,66 Millionen Umworbene führten zur besten Sendezeit zudem zu sehr starken 24,3 Prozent. Am 9. November desselben Jahres brachte es eine Primetimewiederholung auf 9,1 und 16,4 Prozent, ehe am 20. November 2009 RTL II «Die Insel» übernahm. Bei 1,56 Millionen Interessenten, darunter 1,12 Millionen Werberelevanten, sprangen tolle 5,5 und sehr tolle 10,2 Prozent Marktanteil heraus.

Am 28. November 2011 zeigte das ZDF den FSK-ab-16-Film ab 22.15 Uhr und brachte es auf gute 13,3 Prozent bei allen, während bei den Jüngeren überaus beachtliche 14,3 Prozent gemessen wurden. Am 27. Januar 2012 ging es ab 20.15 Uhr bei ProSieben dann abwärts auf durchschnittliche 6,2 und 11,2 Prozent Marktanteil. Am 14. September 2012 holte der Kinoflop für ProSieben bloß noch akzeptable 5,7 und mäßige 10,4 Prozent, am 7. April 2014 lockte das ZDF ab 22.15 Uhr dagegen akzeptable 11,5 Prozent der Gesamtzuschauer und tolle 10,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen an. ProSieben legte am 15. August 2014 mit sehr guten 6,5 und 12,9 Prozent nach, am 23. Januar 2015 stolperte der Film wieder gen mäßige 4,6 und 9,6 Prozent.

Am 7. August 2015 kletterte Bays Sci-Fi-Film hingegen auf sehr gute 6,9 und gute 11,3 Prozent Marktanteil, ehe am 13. Februar 2016 für den Münchener Sender nur mäßige 4,6 und maue 8,3 Prozent auf dem Konto standen. Am 17. Juli 2016 zeigte ProSieben «Die Insel» erneut. Ab 22.55 Uhr wurden sehr starke 10,2 Prozent bei allen und stolze 16,8 Prozent beiden Umworbenen ermittelt.

2017 zeigte ProSieben den Film sogleich drei Mal. Am 1. Januar wurden ab 22.35 Uhr gute 5,5 Prozent bei allen und maue 8,6 Prozent bei den Werberelevanten eingefahren. Am 10. Juni stürzte der Streifen ab 20.15 Uhr auf 3,6 respektive 8,1 Prozent Marktanteil. Am 26. November lief es ab 22.45 Uhr mit sehr guten 6,1 Prozent beim Gesamtpublikum und 11,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen wieder deutlich besser.

«Die Insel» ist am 20. April um 20.15 Uhr bei ProSieben zu sehen – in einer gekürzten FSK-ab-12-Fassung.
20.04.2018 06:10 Uhr Kurz-URL: qmde.de/100349
Sidney Schering

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