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Warner verabschiedet sich womöglich von HBO und DC Comics

Abhängig davon, wie das US-Kartellamt über die geplante Übernahme von Warner Bros. durch AT&T urteilt, könnte sich der Konzern von DC Comics und/oder seinem namhaften Bezahlsender trennen.

Geschäftsbereiche Time Warners (Auswahl)

  • Warner Bros. (Film- und Fernsehstudios)
  • New Line Cinema (Filmstudio)
  • HBO (Pay-TV-Sender)
  • Cinemax (Pay-TV-Sender)
  • Turner Classic Movies (Pay-TV-Sender)
  • TNT (Pay-TV-Sender)
  • Cartoon Network (Pay-TV-Sender)
  • CNN (Nachrichtensender)
  • TIME Magazine (Wochenmagazin)
  • People Magazine (Wochenmagazin)
  • Sports Illustrated (Wochenmagazin)
  • DC Comics (Comicverlag)
Obwohl die anstehende Übernahme weiter Teile des Medienimperiums 21st Century Fox durch die Walt Disney Company in den Medien viel Aufmerksamkeit erhielt, steht eine Fusion mit deutlich höherer Kaufkraft schon viel länger im Raum: Der Kabelbetreiber AT&T möchte Time Warner übernehmen und somit den Konzern, zu dem unter anderem die Film- und Fernsehstudios Warner Bros., der Bezahlsender HBO und das Comiclabel DC Comics gehören. Die US-Behörden überprüfen diese Übernahme jedoch noch mit strengem Blick, da dieser potentielle Deal droht, gegen Kartellrechte zu verstoßen.

Wie der Branchendienst 'The Wrap' berichtet, wird innerhalb Time Warners daher ein Plan B geschmiedet. Laut Quellen des Portals, die der Situation nahe stehen, sei es eine Möglichkeit, Teile des Time-Warner-Konzerns abzusplittern, damit die Fusion mit AT&T den erwünschten Segen der US-Behörden erhält. Mutmaßlich sei unter anderem im Gespräch, die Pay-TV-Marke HBO loszuschlagen. Diverse weitere US-Medien spekulieren, dass zusätzlich oder alternativ der Verkauf des Verlages DC Comics, also der Heimat solcher Figuren wie Batman, Wonder Woman und Superman, im Bereich des Möglichen wäre.

AT&T machte 2016 einen Umsatz von 163,8 Milliarden Dollar, was deutlich über dem kombinierten Umsatz von 21st Century Fox (27,33 Milliarden Dollar) und The Walt Disney Company (55,63 Milliarden Dollar) liegt. Auch Googles Mutterkonzern Alphabet unterliegt mit seinen 90,27 Milliarden Dollar dem Umsatz des Telekommunikationsgiganten.
13.03.2018 10:30 Uhr Kurz-URL: qmde.de/99626
Sidney Schering

super
schade


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