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Noch kein Amazon: Sky Sports und BT sichern sich neue Premier League Rechte

Die Preise sinken allerdings. Während Sky Sports mehr Spiele zeigt als bisher, fährt BT Sports sein Engagement weiter zurück. Zwei kleine Rechtepakete stehen noch zum Verkauf.

Die ausgeschriebenen Pakete

  • A: 32x Samstag, 12.30 Uhr (20 First, 12 Fourth Picks/ max. 6, min.1) BT
  • B: 32x Samstag, 17.30 Uhr (15 First, 5 Third, 12 Fifth Picks/ max. 6, min. 1) Sky
  • C: 24x Sonntag, 14 Uhr, 8x Samstag, 19.45 Uhr (14 Second, 18 Fourth Picks / max. 5, min. 1) Sky
  • D: 32x Sonntag, 16.30 Uhr (19 first picks, 7 Third, 6 Fourth Picks/ max. 5, min.1) Sky
  • E: Montag, 20 Uhr oder Freitagabend (22 Third, 10 Fourth Picks/ max. 5, min. 1) Sky
  • F: Alle Spiele von "One Bank Holiday" und ein Spieltag unter der Woche ??
  • G: Alle Spiele von zwei Spieltagen unter der Woche ??
Die Ausschreibung der Premier League-Liverechte auf der Insel (Zeitraum Sommer 2019 bis 2022) hat ein Ende gefunden. Insgesamt hatte die beste englische Liga, die schon jetzt mit rund zwölf Millionen Pfund pro Live-Spiel Rekorderlöse erzielt, diesmal 200 Live-Spiele pro Saison in sieben unterschiedlichen Paketen ausgeschrieben. Eine No-Single-Buyer-Rule legte fest, dass kein Anbieter mehr als 148 Spiele erwerben darf. Unter den sieben Paketen waren auch zwei kleinere, die speziell geschnürt wurden, um neue Anbieter (etwa Amazon) ins Boot zu holen.

Haupt-Partner der Premier League bleibt weiterhin Sky UK, das entsprechende Meldungen auch als Erstes und noch vor der Liga mitteilte. Der Sender, der seit über 25 Jahren kontinuierlich Liga-Partner ist, wird pro Saison künftig 128 Spiele live übertragen - zwei mehr als bisher. Sky hat sich seinen “Super Sunday” (also die auf der Insel wichtigen Sonntags-Spiele), weiterhin die Spiele am Freitag- und Montagabend und neu auch die eingeführten Spiele am Samstagabend gesichert. Obendrein ließ man sich in den Vertrag schreiben, dass man jedes Wochenende ein Spiel als First Pick auswählen darf, das dann auf einem der Sky-Sendeplätze ausgestrahlt wird.

Heißt: Sky kann immer bestimmen, welche Top-Partie bei Sky Sports läuft. Über die Saison gesehen, hat man zudem an 14 Spieltagen ein “Second Pick”-Recht, darf also zusätzlich auch noch die zweitbeste Partie für die Konkurrenz sperren. Die Konkurrenz: Das ist weiterhin der Telekommunikations-Anbieter BT Sports (hält auf der Insel auch langfristig Rechte der Champions- und Europa League): BT bekommt ab Sommer 2019 aber weniger attraktive Spiele als bis dato Nach zuletzt schwachen Abo-Zahlen fährt der Konzern sein Engagement zurück und überträgt bald nur noch die Spiele am Samstagmittag um 12.30 Uhr englischer Zeit. Aktuell hat man noch die attraktiveren Samstags-Spiele um 17.30 Uhr englischer Zeit im Angebot. BT hat sich Livepaket A gesichert, das festschreibt, dass jede Mannschaft der Liga minimal einmal, maximal sechs Mal zu dieser Zeit aktiv sein wird. Paket A umfasst 32 Spiele. BT darf 20 Mal das zweitbeste Spiel zeigen, 12 Mal das fünftbeste Spiel. BT zahlt dafür noch 295 Millionen Pfund pro Spielzeit - in einem Statement spricht man von einem finanziell disziplinierten Gebot.

Sky wird knapp 1,2 Milliarden Pfund pro Spielzeit zahlen - etwa 200 Millionen Pfund weniger als bis dato. Im Schnitt wird jedes Match also um etwa 16 Prozent günstiger. Zusammen zahlen beide die Summe von 4,46 Milliarden Pfund (umgerechnet also fünf Milliarden für drei Jahre. Zum Vergleich: Aktuell halten beide Firmen die Rechte an 168 Spielen; und legen dafür 5,14 Miliarden Pfund auf den Tisch. Bei aktuell 160 vergebenen Partien sind die Erlöse deutlich gesunken; nicht zuletzt, weil die Liga nicht mehr auf die große Konkurrenzsituation bauen konnte. BT und Sky werden künftig eng zusammenarbeiten und den Kunden gegenseitig auch Programme des Konkurrenten anbieten.

Die Premier League verweist allerdings darauf, dass man zwei Pakete mit insgesamt 40 Spielen (jede Mannschaft spielt hier pro Saison vier Mal) nicht vergeben habe. Es handelt sich um Pakete, die Spiele in “englischen Wochen” und Feiertagen (u.a. 26. Dezember) beinhaltet. Diese kleinen Pakete wurden für Einsteiger, also Tech-Giganten wie Amazon, geschnürt. Eine Einigung wurde hier aber noch nicht erzielt.
13.02.2018 20:10 Uhr Kurz-URL: qmde.de/99025
Manuel Weis

super
schade

62 %
38 %

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