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Deutscher Fernsehpreis 2017: Die Gewinner

Die Gala unterstreicht den Siegeszug des deutschen Pay-TV. Zusammen sieben Preise gehen an die Pay-TV-Serien «Babylon Berlin» und «4 Blocks». Auch RTL II und Eurosport dürfen jubeln.

Eines muss man dem Deutschen Fernsehpreis in diesem Jahr lassen: Selbstironie hat man sich reichlich gegönnt - und das war vor allem der abermals hervorragend moderierenden Barbara Schöneberger zu verdanken. Sie führte am Freitagabend durch die Gala, die nach ihrer Auftaktveranstaltung 2017 in Düsseldorf ans andere Rheinufer rüber nach Köln wechselte und dort ins Palladium in ein Industriegebiet gewechselt ist. Schöneberger eröffnete die Show zu den Klängen des achtfach nominierten Sky-Hits «Babylon Berlin», begrüßte die Leute mit den Worten, dass sie es heute nach dem Credo “Ein bisschen fett, ein bisschen arm” machen wolle. Doch nicht nur der scheidende ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling bekam sein Fett ab, auch in Richtung der zuletzt meckernden Autoren gab es einige Gags. In Bezug auf die Beschwerden, dass die Einladungspolitik des Deutschen Fernsehpreises gerade die Autoren außen vor lasse, kündigte Schöneberger für das kommende Jahr schon einmal einen Umzug in die große Mehrzweckhalle LANXESS-Arena an.

Zu den Siegern in diesem Jahr gehörte unter anderem Kida Khodr Ramadan, der für seine schauspielerische Leistung in der Pay-Serie «4 Blocks» ausgezeichnet wurde und bei seiner Dankesrede die Tränen nicht zurückhalten konnte. In Erinnerung bleiben wird auch die Rede von Marietta Slomka, die einen Preis für die beste Moderation im Bereich Information geehrt wurde. Sie erklärte in Bezug auf die steigenden Zahlen ihres «heute-Journals», dass man das Format ja schließlich schon vor 17 Jahren tot geredet habe. Zum zweiten Mal in Folge gewann Boris Becker gemeinsam mit dem Eurosport-Tennis-Team den Preis für die besten Sportberichte - anders als von Schöneberger vermutet (“der Flixbus ist falsch abgebogen”) konnte Becker den Preis wegen seiner Kommentatoren-Tätigkeit bei den Australien Open nicht anwesend sein.

Trefflich darüber streiten kann man, ob «Endlich Klartext - Der RTL II Politiker Check» wirklich die beste Informationssendung des Jahres war. Andererseits darf man wohl in Waagschale werfen, dass die Jury hier vor allem auch den Mut von RTL II für ein für den Sender untypisches Format belohnen wollte - letztlich ist RTL II auch der einzige Sender der zweiten Generation, der überhaupt noch eine eigene Info-Redaktion stemmt. Im Bereich Unterhaltung Late-Night zog die Jury Luke Mockridge dem ZDF-Mann Jan Böhmermann vor, im Bereich Comedy hatte «extra 3» die Nase vor der «heute-Show».

Besonders spannend wurde es im Bereich der Primetime-Unterhaltung, wo drei TV-Schwergewichte gegeneinander antraten. Hier siegte ProSiebenSat.1 mit «The Voice», sicherlich nicht unverdient, wenn man an die deutlich gestiegene Beliebtheit im zurückliegenden Herbst denkt. Größter Gewinner mit insgesamt vier Auszeichnungen, darunter auch als Beste Serie, wurde die ARD/Sky-Koproduktion «Babylon Berlin», der wohl größte Serienstart des vergangenen Jahres und auch bei den Zuschauern im Programm von Sky ein großer Erfolg. Ebenfalls stark dabei; mit drei Preisen, darunter für den Besten Hauptdarsteller: «4 Blocks» (TNT Serie).

Neben den klassischen Auszeichnungen gab es auch noch zwei Nachwuchspreise für besondere Leistungen im jungen Alter. Diese gingen an Fabian Köster, bekannt unter anderem für seine humoristischen Beiträge in der «heute-Show» und an n-tvs Louis Klamroth. Für das Lebenswerk geehrt wurde Thomas Gottschalk.


Wir gratulieren allen Gewinnern, die in Folge gefettet aufgelistet sind.

Beste Unterhaltung Primetime
«Ninja Warrior Germany» (Norddeich TV, RTL)
«Sing meinen Song» (Talpa Germany, VOX)
«The Voice of Germany» (Talpa Germany, ProSieben & Sat.1)

Beste Moderation Unterhaltung
Michael Kessler für «Kessler ist…Wolfgang Bosbach» (ZDF/ITV Studios Germany)
Luke Mockridge für seine Sat.1-Shows (Sat.1, Brainpool)
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich für «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» (RTL, ITV Studios Germany)

Beste Unterhaltung Late Night
«Luke! Die Woche und ich» (Sat.1/Brainpool)
«Neo Magazin Royale» (ZDF, ZDFneo, bildundtonfabrik)
«Die Pierre M. Krause Show» (SWR)

Beste Comedy:
«extra 3» (ARD/NDR)
«heute-show» (ZDF/Prime Productions/Knacker Einfach Medienproduktion)
«Kroymann» (ARD/RB/bildundtonfabrik)

Bestes Factual Entertainment
«Dein Song» (KiKa/ZDF/bsb-film/MBTV)
«Feuer & Flamme – Mit Feuerwehrmännern im Einsatz» (WDR/SEO Entertainment)
«Kitchen Impossible» (VOX, Endemol Shine Germany)

Beste Gestalterische Leistung Non Fiction
Mark Achterberg für die Live-Regie der Shows «Let‘s Dance» (RTL/Seapoint/Tower) und «Germany‘s next Topmodel – Das Finale» (ProSieben/Redseven Entertainment)
Micky Beisenherz, Oliver Haas und Jörg Uebber für die Bücher zu «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» (RTL/ ITV Studios Germany)
Ralf Kamin und Christian Bender für ihren Schnitt bei «The Taste» (Sat.1/Redseven Entertainment)

Beste Information
«Endlich Klartext – Der große RTL II-Politiker-Check» (RTL II/doclights)
«Fahrbereitschaft» (rbb/räuberleiter GmbH)
«Volksvertreter» (ZDFneo/Wieduwilt Film & TV Production)

Beste Moderation Information
Dunja Hayali für «ZDF Morgenmagazin» und ihre Reportagen in «Dunja Hayali» (ZDF/doclights/Riverside)
Caren Miosga für «Tagesthemen»
Marietta Slomka für «heute-Journal»

Bestes Infotainment
«Panorama – Die Show: Früher war alles besser» (NDR)
«Terra X: Der große Anfang – 500 Jahre Reformation» (ZDF/Cross Media/Eikon Nord/Eikon Südwest/IFAGE)
«Uncovered mit Thilo Mischke» (ProSieben/pqpp2)

Beste Dokumentation/Reportage
«Drei Tage im September. Angela Merkels einsame Entscheidung» (MDR/Arte/Broadview TV)
«Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland» (ARD/NDR/rbb/ECO Media)
«RTL extra: Fake News»(RTL/infoNetwork/Redaktion extra)
«Die Story im Ersten: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt» (ARD/NDR)
«ZDFzoom: Gefährliche Verbindungen – Trump und seine Geschäftspartner» (ZDF)

Beste Sportsendung
Sascha Bandermann, Basti Schwele und Rick Goldmann für ihre Arbeit bei der Eishockey-WM 2017 (Sport1)
Florian König und Niki Lauda für ihre Moderation und Expertise bei der Formel 1 (RTL)
Boris Becker und Matthias Stach für ihre Kommentare bei den US Open (Eurosport)

Beste Drama-Serie
«Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
«Charité» (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film)
«Hindafing» (BR/NEUESUPER)
«Das Verschwinden» (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
«4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Television)

Beste Comedyserie
«Blaumacher» (ZDFneo/Dreamtool)
«jerks.» (ProSieben/maxdome/Talpa Germany)
«Magda macht das schon!» (RTL/Polyphon)

Bester Fernsehfilm
«Eine unerhörte Frau» (ZDF/arte/Lailaps Pictures)
«Katharina Luther» (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)
«Zuckersand» (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film)

Bester Mehrteiler
«Brüder» (ARD/SWR)
«Der gleiche Himmel» (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
«Tod im Internat» (ZDF/TV60 Filmproduktion)

Beste Schauspielerin
Liv Lisa Fries für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
Julia Jentsch für «Das Verschwinden» (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
Anna Schudt für «Ein Schnupfen hätte auch gereicht» (RTL/Zeitsprung Pictures)
Nadja Uhl für «Tod im Internat» (ZDF/TV60 Filmproduktion)
Felicitas Woll für «Nackt. Das Netz vergisst nie.» (SAT.1/Westside/Meta Productions) und «Das Nebelhaus» (SAT.1/Wiedemann & Berg)

Bester Schauspieler
Maximilian Brückner für «Hindafing» (BR/NEUESUPER) und «Zwischen Himmel und Hö̈lle» (ZDF/UFA Fiction/MIA Film)
Edin Hasanović für «Brüder» (ARD/SWR)
Peter Kurth für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
Kida Khodr Ramadan für «4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
Tom Schilling f̈ür «Der gleiche Himmel» (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)

Beste Regie
Marvin Kren für «4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
Hans-Christian Schmid für «Das Verschwinden» (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

Bestes Buch
Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad fü̈r «4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
Anne-Marie Keßel für «Nackt. Das Netz vergisst nie.» (SAT.1/Westside/Meta Productions)
Hans-Christian Schmid, Bernd Lange für «Das Verschwinden» (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)

Beste Kamera
Eeva Fleig für «Blaumacher» (ZDFneo/Dreamtool)
Frank Griebe, Bernd Fischer, Philipp Haberlandt für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
Judith Kaufmann für «Der gleiche Himmel» (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und «Tatort: Amour fou»(ARD/RBB/Real Film Berlin)

Bester Schnitt
Jan Hille, Lars Jordan für «4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
Darius Simaifar für «Alarm für Cobra 11» (RTL/action concept)
Antje Zynga, Alexander Berner, Claus Wehlisch für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

Beste Musik
Johnny Klimek, Tom Tykwer für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
The Notwist für «Das Verschwinden» (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
Stefan Will, Marco Dreckkötter für «4 Blocks» (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

Beste Ausstattung
Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild), Uli Hanisch (Szenenbild) für «Babylon Berlin» (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
Bernd Lepel (Szenenbild) für «Charité» (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und Der gleiche Himmel (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
Esther Walz (Kostümbild) für «Katharina Luther» (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)

Gewinner gibt es auch jedes Jahr beim Quotenmeter.de-Fernsehpreis. Lesen Sie hier, wer 2017 die begehrte Quotenmeter-Kaffeetasse gewonnen hat. Bitte beachten: Während der Deutsche Fernsehpreis Formate des Jahres 2017 auszeichnet, gilt bei uns der Zeitraum der TV-Season 16/17.

26.01.2018 22:44 Uhr Kurz-URL: qmde.de/98649
Manuel Weis & Benjamin Horbelt aus Köln

super
schade

85 %
15 %

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Tags

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Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
Kingsdale
27.01.2018 08:32 Uhr 2
Ohje, wie Lächerlich. Klopfen sich alle wieder selbst auf die Schulter.
Kalinkax
27.01.2018 09:15 Uhr 3
warum dürfen die das nicht?
P-Joker
27.01.2018 10:43 Uhr 4


Na und?! Machen sie das bei den Oscars und anderen Verleihung nicht auch?
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