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Die 5 beliebtesten US-Animationsserien bei Facebook

«Doug», «He-Man» und Co. sind out. Unser Autor Lukas Brübach hat die fünf populärsten US-Zeichentrickserien bei Facebook gefunden.

Seite 1 Zeichentrick hieß das damals noch. «Doug», «He-Man» und «Die Gummibärenbande» flimmerten damals noch über die heimischen Röhrenfernseher. Doch mit der Zeit wandelten sich die Zeichentrickserien aus den Vereinigten Staaten und die Formate veränderten ihren zuvor auf einfachen Geschichten mit moralischen Untertönen liegenden Fokus, als in den 90er-Jahren eine neue Welle des Fernsehens anbrach.

#1 «Die Simpsons»


Ein fester Teil der TV-Landschaft, die am längsten laufende US-Zeichentrickserie, sozialkritisch und clever in Übermaßen: «Die Simpsons». In 28 Staffeln, bestehend aus über 600 Folgen, werden hier in jeweils rund 22 Minuten Geschichten rund um eine fünfköpfige US-Familie erzählt. Am 13. September 1991 fand die charmante US-Familie ihren Weg ins deutsche Fernsehen und ist heute nicht mehr wegzudenken. Dabei blieb die Grundmischung, der die Familie ihre Sympathie verdankt, beständig: Slapstick-Comedy, popkulturelle Anspielungen und eine gehörige Portion Sozial- und Selbstkritik.

«Die Simpsons» ist ein meisterhafter Spagat der Generationen. Die Serie ist durchgehend humorvoll und selbst schwerere Themen regen zwar zum Nachdenken an, schlagen dabei aber nie über die Stränge. Die meisten Witze funktionieren im Vakuum, wie schon die diversen einminütigen Ausschnitte der Sendung zeigen, die regelmäßig Klicks im Millionenbereich sammeln. Doch das wahre Genie der Sendung wird erst klar, wenn man bedenkt, dass durchschnittlich 187 Witze in eine 22-Minuten-Episode gepackt werden. Das entspricht einer Witz-Dichte von 8,5 Witzen pro Minute, laut einem Artikel von Erik Voss für "Splitsider". Beachtlich, dass es «Die Simpsons» bei einer solchen Fülle an Inhalt schaffen, gehaltvoll zu bleiben. Die Witze sind nicht nur einfach witzig, sondern auch clever. Die Bandbreite spannt sich hierbei von einfachen Wortwitzen und Running Gags, bis hin zu Witzen, die auf mehreren Ebenen funktionieren oder sich dem Zuschauer erst beim zweiten Mal anschauen erschließen.

Obwohl die Witze ein wichtiger Teil des Erfolgsrezeptes sind, ist es die Grundidee, die diese Serie zum absoluten Kult-Klassiker machte. Das Leben in Amerika wird hier aus einer Fülle von Blickwinkeln betrachtet: Der Familienvater und überforderte Arbeiter Homer, seine moralisch starke und aufopfernde Frau Marge, der rebellische Sohn Bart und seine intellektuelle Schwester Lisa. Die Charaktere beleuchten Alltagsszenen in Amerika durch die Linse ihrer persönlichen Hintergründe und Charaktereigenschaften.

Doch auch die Fülle an Nebencharakteren hilft den Simpsons. Durch die Vielzahl derer, die oft auch ins Rampenlicht gerückt werden, schafft es «Die Simpsons» jeden zu erreichen. Der Serie gelingt es, dem Massenmarkt gerecht zu werden, ohne sich dabei auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu beschränken. Das finden auch die Fans. Obwohl die Qualität der Serie laut Fans in den letzten Staffeln sank, erfreut sie sich immer noch an starken 66 Millionen Likes auf Facebook.

#2 «Family Guy»


Einen etwas holprigeren Start hatte die nächste Zeichentrick-Familiensitcom. Nach der Serienpremiere im Anschluss an den Super Bowl XXXIII, gelang «Family Guy» ein kurzer Durchbruch. Der Höhenflug wurde unterbrochen, als NBC anfing, «Frasier» zu senden. Aufgrund fallender Einschaltquoten entschloss sich Fox dafür die Serie vorläufig abzusetzen. Adult Swim sicherte sich die Wiederholungsrechte für kleines Geld. Ohne viel Hoffnung beschloss Adult Swim, die Wiederholungen in Amerika nachts zu senden. Es lässt sich darüber spekulieren warum gerade diese Sendezeit der Serie zu ihrem Kult-Status verhalf. Vielleicht weil Zuschauer nachts keinen anspruchsvollen zweistündigen Krimis mehr verfolgen möchten, sondern einfach nur lachen.

Gelacht, wird auf jeden Fall. Mit 5,2 Mal pro Minute ist «Family Guy» deutlich langsamer als das große Vorbild «Die Simpsons», laut Talib Visram in einem Artikel für "The Atlantic". Deshalb ist «Family Guy» aber auf keinen Fall weniger humorvoll. Es bedient die Extreme, an die «Die Simpsons» sich aufgrund ihrer Familienfreundlichkeit nie trauten. Politisch inkorrekt und stolz darauf: «Family Guy» zieht wirklich über alles und jeden her.

Dafür benutzt es trockenen Humor, kurze Wegschnitte, die Flashbacks und –forwards zeigen und Witze, die mit einem Schmunzeln starten, nach 15 Sekunden ihren Reiz verlieren und nach weiteren 15 Sekunden drohen, die Lachmuskeln zu überanstrengen. Obwohl sich «Family Guy» mit durchaus gewichtigen Themen befasst, fehlt die subtile Satire, der Denkanstoß, die kritische Auseinandersetzung. Doch gerade darin besteht der Reiz dieser Serie. Die Schreiber stellen sich nicht als cleverer als die Zuschauer dar: Es wird gelacht, weil es eben lustig ist.

Genau so mauserte sich die Serie, die als Animationsprojekt in einem Studentenwohnheim begann, zu einem Kult-Klassiker. Mittlerweise sind fast 50 Millionen Facebook Fans froh darüber, dass die Absetzung der Serie durch Sender FOX nicht das Aus bedeutete. Fox bestellte nach dem Erfolg der Wiederholungen auf Adult Swim eine vierte Staffel. In Amerika läuft zurzeit die 15te Staffel auf FOX.

Lesen Sie auf der kommenden Seite: Die Plätze drei bis fünf.
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18.03.2017 15:10 Uhr Kurz-URL: qmde.de/91879
Lukas Brübach

super
schade


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Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
tommy.sträubchen
19.03.2017 11:15 Uhr 1
Und ich liebe Fox dafür! Denn Family Guy hatte eine zweite Chance verdient..die Vermutung stimmt übrigens...vorm einschlafen pack ich gern Comedys in den Player und nicht selten Family Guy
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