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Korken knallen: P7S1-Umsatz steigt um gigantische 17 Prozent

Der Vorstand hat daher eine Dividenden-Erhöhung vorgeschlagen. Das deutsche Fernsehgeschäft ist dabei längst kein wirklicher Wachstumstreiber mehr.

Wenn bei ProSiebenSat.1 in Unterföhring in diesem Donnerstag nicht nur wegen Fasching richtig gute Stimmung herrscht, hat das einen guten Grund. Der Konzern hat richtig starke Unternehmenszahlen vorgelegt – aber eben auch welche, die ein paar kleine Makel haben. Aber der Reihe nach. Konzernchef Thomas Ebeling sprach von Bestwerten im Jahr 2016 im Bereich Umsatz und Ergebnis. „Dieses erneute Rekordjahr ist ein starker Beleg dafür, wie nachhaltig wir unser Wachstum vorantreiben. ProSiebenSat.1 ist der erste Medienkonzern, der Fernsehen, eigenproduzierten Content, digitales Entertainment sowie Commerce konsequent kombiniert und daraus resultierende Synergien nutzt“, erklärte der Firmen-CEO.

Wichtigster Wachstumstreiber des Medienhauses ist dabei das Segment Digital Ventures & Commerce geworden. 465 Millionen Euro externen Umsatz machte das Feld im Jahr 2015, 2016 waren es 768 Millionen, was ein Plus von 65 Prozent ist. Das Online-Flugreiseportal etraveli und das Preisvergleichsportal Verivox lieferten hierbei die größten Wachstumsbeiträge. Im Segment Content Production & Global Sales erhöhten sich die externen Umsätze um 38 Prozent auf 362 Millionen Euro – hier war vor allem die Entwicklung in den USA die treibende Kraft. Von einer dynamischen Entwicklung im Bereich Online Video ist im Bereich Digital Entertainment die Rede. 442 Millionen Euro wurden 2016 umgesetzt, ein Plus von 19 Prozent. Dies reflektiert das hohe organische Wachstum im strategisch wichtigen Video-Geschäft; demgegenüber sind die Umsätze im Bereich Adjacent zurückgegangen. Zudem hat das zum Ende des zweiten Quartals 2016 entkonsolidierte Games-Geschäft die Umsatzdynamik gebremst, erklärt ProSiebenSat.1.

Während also in den eher TV-fremden Bereichen enorme Zugewinne standen, haben die deutschen TV-Sender der Gruppe ihre externen Umsätze „nur“ um drei Prozent gesteigert. Verdient wurden damit 2.210 Millionen Euro, immerhin der größte Batzen. Höhere TV-Werbeeinnahmen und das wachsende Distributionsgeschäft trugen zu der positiven Umsatzentwicklung bei.

2017 will der Konzern weiterhin deutlich wachsen – man sei auch schon gut ins Jahr gestartet, hieß es. Auf Jahressicht strebt ProSiebenSat.1 eine Steigerung des Konzernumsatzes mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich an. Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen auch für seine Ergebnisgrößen mit neuen Rekordwerten. Das bereinigte EBITDA könnte also 2017 auf neue Rekordwerte schnellen. Damit ist die ProSiebenSat.1 Group auf einem guten Weg, ihre mittelfristigen Finanzziele für das Jahr 2018 zu erreichen. Diese hatte der Konzern im Oktober 2016 erneut angehoben. 2018 strebt ProSiebenSat.1 einen Konzernumsatz von 4,5 Mrd Euro an, 1,7 Mrd Euro sollen dabei aus dem Digitalgeschäft kommen. CEO Ebeling: „Vor dem Hintergrund des erfolgreichen Geschäftsjahres empfehlen wir dem Aufsichtsrat, der kommenden Hauptversammlung eine Dividende von 1,90 Euro für 2016 vorzuschlagen und unsere Aktionäre so erneut angemessen an unserem Wachstum zu beteiligen. Auch künftig wollen wir ein verlässlicher Partner für unsere Investoren sein und den Erfolgskurs von ProSiebenSat.1 fortsetzen."
23.02.2017 09:05 Uhr Kurz-URL: qmde.de/91408
Manuel Weis

super
schade


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