►   zur Desktop-Version   ►

Nachträgliches Oster-Geschenk für die «Lindenstraße»

Wie in Beton gegossen schienen die durchwachsenen Quoten der «Lindenstraße» vor Ostern. Doch nach der kurzen Pause machte die ARD-Soap plötzlich einen gewaltigen Satz.

Quotenübersicht

  • Reichweite 3+: 2,70 Mio.
  • Marktanteil 3+: 9,3%
  • Reichweite 14-49: 0,69 Mio.
  • Marktanteil 14-49: 7,3%
Durchschnittliche Werte der «Lindenstraße» 14.02.16 - 03.04.2016
Nach dem Jubiläum kam der Alltag zurück. Die «Lindestraße» feierte mit ihrer eindrucksvollen Episode zum 30-Jährigen Jubiläum einen großen Erfolg – immerhin war auch inhaltlich einiges geboten. Doch der quotentechnische Höhenflug hielt damals im Dezember nur eine Woche lang an. Ein vorläufiger Tiefpunkt war dann die Dreifach-Ausstrahlung Anfang Februar, die aufgrund ausgefallener Episoden während der Handball-EM auf Wunsch des Publikums durchgezogen wurde. Dass die Folgen am späten Nachmittag keine Bäume ausreißen würden, war zu erwarten. Doch auch die reguläre 18.50 Uhr-Ausstrahlung wiederholte nur die üblichen Werte aus diesem Jahr: 2,73 Millionen sowie aus Sendersicht durchwachsene 9,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Beim jungen Publikum kam die Folge nur auf 6,4 Prozent, womit sie den Senderschnitt knapp verfehlte – unytpisch, da die «Lindenstraße» bei den 14- bis 49-Jährigen in aller Regel erfolgreicher ist.

In den folgenden Wochen im Februar reichten die Quoten der wöchentlichen Soap nicht mehr an die recht ordentliche Vorweihnachtszeit heran. Der Marktanteil bei den Zuschauern ab drei Jahren schien fast wie in Beton gemeißelt, 8,5 bis 9,7 Prozent standen zu Buche. Zwischen dem 6. und dem 20. März erzielte die «Lindenstraße» drei Mal hintereinander exakt neun Prozent beim Gesamtpublikum – und das trotz verschiedener Sendezeiten (18.50 Uhr / 19.30 Uhr).

Doch am vergangenen Sonntag durchbrach die Soap plötzlich die 9-Prozent-Tristesse. Beim Gesamtpublikum knackte die «Lindenstraße» zum ersten Mal seit Anfang des Jahres wieder die 10-Prozent-Marke: 10,5 Prozent standen auf dem Papier. Zwar ist der Senderschnitt weiter ein entferntes Ziel, doch der Sprung in Höhe von 1,5 Prozentpunkten im Vergleich zu den drei Wochen vor Ostern ist beträchtlich. Auch beim jungen Publikum machte die Soap einen Satz nach vorne: 9,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen – fast 40 Prozent über den Senderschnitt der laufenden Saison. Dabei hatte die «Lindenstraße» auch in dieser Gruppe zuletzt den Kampf mit dem Schnitt oft verloren – die vorangegangene Episode kam nur auf 6,4 Prozent.

Interessanterweise gewann die Sendung am Sonntag im Vergleich zum 20. März nur 80.000 Zuschauer hinzu. Die Reichweite der «Lindenstraße» war seit der Dreifach-Ausstrahlung im Allgemeinen recht stabil, auch wenn am 13. März sogar fast mal wieder drei Millionen Zuschauer mit von der Partie waren. In den vergangenen Wochen schalteten durchschnittlich 2,70 Millionen ein. Ein für den öffentlich-rechtlichen Fernsehbetrieb beträchtlicher Anteil stammt aus der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen: im Schnitt sind 25 Prozent der Zuschauer der «Lindenstraße» in diesem Alter. Zum Vergleich: die anderen ARD-Soaps «Sturm der Liebe» und «Rote Rosen» kommen ungefähr auf elf bis zwölf Prozent Anteil 14- bis 49-Jähriger (nachmittags), bei der Vorabend-Quizsendung «Wer weiß denn sowas» war zuletzt ebenfalls jeder achte Zuschauer dieser Gruppe zuzuordnen (zwölf Prozent).

Nach der Osterpause verzeichnete die «Lindenstraße» letztlich also ein kleines Hoch, doch solche Werte werden angesichts des Langzeit-Trends der Soap weiterhin die Ausnahme bleiben. Einzig und allein die Zahlen aus der Kohorte der 14- bis 49-Jährigen sind ein Grund zur Freude, deren Anteil an der gesamten Zuschauerzahl nicht bei jeder öffentlich-rechtlichen Produktion derart hoch ist.

So geht es weiter in der «Lindenstraße»:


Laras Gesundheitszustand geht Iris, Alex und Nico extrem nahe. Und eine weitere Hiobsbotschaft steht bevor: der Oberarzt empfiehlt, Lauras Fuß zu amputieren, da bislang kein Antibiotikum angeschlagen habe und die Gefahr eines akuten septischen Schocks bestehe, Lara könnte sterben. Iris ist wütend – sie hält die Entscheidung für voreilig und will abwarten, ob das Antibiotikum nicht doch noch Wirkung zeigt. Es kommt zum Streit zwischen Iris und Alex, und auch Nico gerät zwischen die Fronten, da Iris ihm die Schuld an dem Unfall gibt. Die Situation spitzt sich dramatisch zu.

Enzo hat die ganze Nacht mit Jack die verräterischen Auto-Teile zersägt und freut sich nun auf den gemeinsamen Urlaub mit Nina. Die ist plötzlich misstrauisch, nachdem sie eine Rechnung über ein neues Getriebe gefunden hat und fängt an zu recherchieren. Findet Nina heraus, was Enzo hinter ihrem Rücken treibt?

Was sonst noch war:


Die «Unter Uns»-Fans müssen in dieser Woche stark sein, da die langjährige Geschichte einer Liebe in dieser Woche zu Ende geht. Ute und Henning (Benjamin Kiss) waren seit 2009 ein Paar und führten eine harmonische Ehe, bis Ricarda diese aufgrund eines Konflikts mit Ute zerstören wollte und mit Henning ins Bett ging. Zwar verzieh sie ihm die Affäre, doch ihre Gefühle blieben dabei auf der Strecke und ihre Liebe zu Henning erlosch. Am 4. April kehrte Henning ein letztes Mal auf die Bildschirme zurück. In einem Brief an die Fans begründete Benjamin Kiss seinen Ausstieg aus der Soap: „Glaubt mir… diese Ausstiegsgeschichte ist allen Beteiligten nicht leicht gefallen. Privat bin ich wieder zurück nach Berlin gezogen und bereite mich auf kommende Projekte vor.“

In der vergangenen Woche haben einige Onlinemedien mit einer angeblichen Absetzung von «Gute Zeiten, Schlechte Zeiten» versucht, viele Klicks zu generieren. Doch hinter den Überschriften fand sich lediglich die Meldung, dass die Wiederholungen der RTL-Soap am Samstagnachmittag aufgrund schlechter Einschaltquoten durch «Der Blaulicht Report» ersetzt werden. Ab dem 9. April übernimmt der Pay-TV-Sender RTL Passion die fünf Re-Runs aus der Vorwoche – immer samstags ab 9.45 Uhr.

Ende Mai startet «Rote Rosen» in ihre 13. Staffel. Die neue Hauptdarstellerin ist Cheryl Shepard, dem ein oder anderen ist sie vielleicht aus «In aller Freundschaf» bekannt. Nun haben die Dreharbeiten zu den 200 neuen Episoden der ARD-Soap in Lüneburg begonnen. Zehn Monate lang wird die Schauspielerin zwischen dem Drehort, an dem sie sich eine kleine Wohnung gemietet hat, und ihrer Heimat Leipzig pendeln. Cheryl Shepard wird Sydney, die Schwester von Gunter Flickenschild verkörpern. In der neuen männlichen Hauptrolle wird Mickey Hardt («Verbotene Liebe», «Alles was zählt») zu sehen sein. Mehr zur Handlung können Sie hier lesen.
05.04.2016 13:30 Uhr Kurz-URL: qmde.de/84760
Robert Meyer

super
schade

88 %
12 %

Artikel teilen


Tags

Alles was zählt Der Blaulicht Report Gute Zeiten Schlechte Zeiten In aller Freundschaf Lindenstraße Lindestraße Rote Rosen Sturm der Liebe Unter Uns Verbotene Liebe Wer weiß denn sowas

◄   zurück zur Startseite   ◄
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel
Werbung

Qtalk-Forum » zur Desktop-Version

Impressum  |  Datenschutz und Nutzungshinweis  |  Newsletter