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Expertenkarussell

Jürgen Klinsmanns Zukunft bei RTL scheint offen zu sein - zudem verliert Sky einen Handball-Experten. Außerdem: Mehr zu AEW-Wrestling.

Sporthighlights der kommenden Woche

  • Dienstag, 20.45 Uhr: DFB-Pokal Schalke - FC Bayern (Das Erste/Sky)
  • Dienstag, 20.45 Uhr: Englischer FA Cup Chelsea - Liverpool (DAZN)
  • Mittwoch, 19 Uhr: Handball Bundesliga; u.a. Flensburg - Melsungen (Sky)
  • ab Freitag: Start der neuen Moto-GP-Saison. Erstes Rennwochenende aus Katar (Servus TV, DAZN)
  • Freitag, 19.30 Uhr: DEL Eishockey - vorletzter Hauptrundenspieltag (Magenta Sport/Sport1). Sport1-Spiel steht noch nicht fest
  • Samstag, 15.30 Uhr: Fußball Bundesliga Konferenz u.a. Schalke - Hoffenheim (Sky)
  • Samstag, 16 Uhr: Fußball Premier League Arsenal - West Ham (Sky)
  • Samstag, 18.30 Uhr: Fußball Bundesliga Topspiel Gladbach - Dortmund (Sky)
  • Sonntag, 15.30 Uhr: Fußball Bundesliga FC Bayern - Augsburg (Sky)
  • Sonntag, 17.30 Uhr: Fußball Premier League Manchester United - Manchester City (Sky)
  • Quotenmeter Exoten Tipp: Basketball Euro League: Alba Berlin - Barcelona (Magenta Sport)
Im deutschen Sportfernsehen dreht sich dieser Tage das Expertenkarussell ganz besonders schnell. So musste sich Sky Sport in der zurückliegenden Woche von seinem langjährigen Handball-Experten Martin Schwalb verabschieden. Der ehemalige Champions-League-Sieger hat es doch noch einmal gewagt und ist auf den Trainerstuhl zurückgekehrt. Schwalb trainiert nun die in Mannheim beheimateten Rhein Necker Löwen und will diese zu weiteren Titeln führen. Bei Sky dürfte die Entscheidung eine kleine Lücke in den Personalplan reißen; am zurückliegenden Wochenende wurde diese unter anderem mit einem Experten-Einsatz von Ex-Handball-Spieler Pascal Hens als Experte am Mikro geschlossen. Hens arbeitet ebenfalls schon seit einigen Jahren für Sky Sport, zuletzt aber recht unregelmäßig. Beim Spiel der Löwen gegen Hannover kommentierte Dennis Baier alleine, Baier hatte im Vorlauf der Übertragung erwähnt, dass eigentlich Schwalb an seiner Seite mit Einschätzungen hätte glänzen sollen.

Zu den festen Sky-Handball-Experten gehören darüber hinaus noch Heiner Brand, ehemaliger Bundestrainer, und auch Stefan Kretzschmar. Kretzschmar wird Sky erhalten bleiben, obwohl er seit Januar Sportdirektor bei den Füchsen aus Berlin ist. Einziger Wunsch von Kretzschmar: Bei Spielen seiner Mannschaft möchte er natürlich nicht am Mikro eingesetzt werden.

Klar ist derweil die Zukunft des RTL-Fußball-Experten bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft. 2018 hatte Jürgen Klinsmann in dieser Funktion Jens Lehmann abgelöst. Um Klinsmann, der zuletzt einige Wochen lang Trainer von Bundesligist Hertha BSC war, dann aber spektakulär zurücktrat, gab es zuletzt einige Aufregung. Mehrere Fußballexperten sehen sogar Klinsmanns Ruf nachhaltig beschädigt. RTL selbst wollte sich gegenüber Sport1 in der vergangenen Woche nicht über Klinsmann äußern. Während RTL angeblich seinerseits über eine Trennung nachdachte, erklärte Klinsmann am Freitagnachmittag nun selbst seinen freiwilligen Rücktritt vom Job beim Privatsender. Gibt es einen Nachfolger? Die Personalie muss bis Ende März geklärt sein, dann hat Deutschland sein nächstes Spiel – Gegner ist Spanien. Nach aktuellen Programminformationen von RTL sollen Florian König und Steffen Freund durch die Sendung führen. Freund ist eigentlich co-kommentierender Experte des Senders.

Durcheinandergewirbelt


Durcheinandergewirbelt wurden auch sämtliche Pläne von Eintracht Frankfurt – und damit auch die zweier TV-Sender. Eigentlich wollte die Eintracht vergangenen Donnerstag in Salzburg spielen, doch wegen eines Sturmtiefs wurde das Spiel nicht angepfiffen. Konsequenz eins: Die geplante RTL-Übertragung entfiel, am Freitagvorabend übertrug Nitro die Partie aus Österreich. Die Highlight-Berichterstattung der Spiele von Leverkusen und Wolfsburg wanderte am Donnerstagabend zu n-tv: Der Nachrichtensender zeigte die Spiel-Highlights ab 23.15 Uhr und gelangte damit auf 1,5 Prozent Marktanteil. Die von Timo Latsch moderierte Sendung hätte nach n-tv-Angaben zudem 2,2 Prozent Marktanteil bei den Männern zwischen 14 und 59 Jahren eingefahren.

Das Spiel der Eintracht stieg somit am Freitag um 18 Uhr bei Nitro und bescherte dem Männersender dort starke 1,12 Millionen Zuschauer im ersten Durchgang und 1,37 Millionen in Halbzeit zwei. Bei den klassisch Umworbenen holte Nitro Quoten auf Augenhöhe mit Sendern der ersten Generation: 7,9 Prozent in Halbzeit eins, 7,2 Prozent im zweiten Durchgang.

In Folge der Spielabsage am Donnerstag und dem Nachholtermin am Freitag, nahm die Deutsche Fußball Liga (DFL) das für Sonntag, 18 Uhr, geplante Spiel von Frankfurt in Bremen aus dem Spielplan. Sky hätte es live übertragen sollen. Nun wird nach einem neuen Termin gesucht, was aufgrund der Spieltermine der Hessen in der Europa League gar nicht so einfach ist. Entsprechend ist nicht mit einer allzu schnellen Neuansetzung zu rechnen.

Sky derweil punktete am Samstag mit einer besonderen Samstags-Konferenz; geprägt war diese ohne Zweifel von den Schmähungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Nachmittags ab halb vier kam die Konferenz-Schaltung auf starke 20,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen. Im Fokus stand dabei natürlich die Partie aus Sinsheim, die in der zweiten Hälfte unterbrochen wurde, weil Münchner Ultras den Geldgeber der TSG massiv beleidigten. Das Ende ist bekannt: Die finalen 13 Minuten schoben sich beide Teams aus Protest den Ball nur noch hin und her. Fast alle (normal denkenden) Fans waren sich einig: Das absolut richtige Zeichen im Kampf gegen den Hass aus der Fankurve! Hervorzuheben: Der Kommentar von Sky-Mann Kai Dittmann und die Arbeit von Field-Reporter Michael Leopold, die die ungewöhnliche Situation glänzend meisterten. Dittmann, deutlich emotionalisiert, fand die richtigen und auch korrekterweise emotionalen Worte für die unglaublichen Geschehnisse in der FCB-Kurve. Das Spiel Hoffenheim gegen FC Bayern München ist somit ein weiteres Beispiel dafür, warum Bundesliga-Spiele unbedingt immer direkt aus dem Stadion kommentiert werden sollten. Nicht für alle Fans mag dieser Punkt wirklich und immer wichtig sein, in gesonderten Fällen ist genau dies aber unabdingbar. Die DFL hat die Chance, dies von seinen TV-Partnern im nächsten Zyklus auch wirklich einzufordern.

AEW bei Sky


Im Zuge des auslaufenden Vertrags zwischen der WWE und Sky hat der deutsche Pay-TV-Sender einen Wrestling-Nachfolger im Programm präsentiert. Am zurückliegenden Wochenende gab es bei Sky zum stattlichen Preis von 16 Euro das erste Pay-Per-View-Event der neuen Wrestling-Liga zu sehen. «Revolution» zeigte auch das Match um die AEW World Championship zwischen Titelverteidiger und Wrestling-Legende Chris Jericho und Jon Moxley. Außerdem trafen unter anderem Jake Hager und Dustin Rhodes in Chicago aufeinander. Kommentiert wurde das Event übrigens direkt aus Amerika – für die deutschen Zuschauer waren Günter Zapf und Mike Ritter live vor Ort.

Sky hatte den WWE-Vertrag nicht verlängert, weil die WWE die großen Pay-Per-View-Events nicht mehr als Teil des TV-Deals angeboten hatte. Wohin «Raw» und «Smackdown» im Pay-Bereich wandern, ist noch offen. Alle WWE-Events soll es auch weiterhin auf dem WWE Network geben.

Wie gut ist die AEW?
Enorm stark. Besser als WWE.
30,9%
Ganz passabel.
18,2%
Ich kann damit wenig anfangen.
50,9%


Vergangene Woche hatten wir übrigens in unserer Frage gefragt, wie die deutschen TV-Sender – etwa bei der Formel1 – mit dem Corona-Virus umgehen sollen. Sollen sie ihre Mitarbeiter lieber zu Hause lassen, anstatt sie in Regionen wie Vietnam zu schicken? Rund 68 Prozent befürworten genau dies und sehen die Ansteckungsgefahr als (zu) hoch an.

ProSiebenSat.1 setzt auf eSports


Die Ligen und Turniere der ESL bleiben drei weitere Jahre bei ProSiebenSat.1. 7Sports und die ESL, das weltweit größte eSport-Unternehmen, setzen ihre strategische Partnerschaft bis 2022 fort. Dazu hat die Sportbusiness-Unit der ProSiebenSat.1 Group ein umfangreiches Rechtepaket erworben, um unter anderem die neue ESL Pro Tour und ihre Finals, die Intel Extreme Masters Katowice und ESL One Cologne, exklusiv im deutschsprachigen Raum auf ProSieben Maxx, ProSieben Fun und esports.com zu zeigen. Seinem «ran»-ESports-Magazin gibt ProSieben Maxx ab März auch einen besseren, weil früheren Sendeplatz. Es läuft immer donnerstags um 23 Uhr und somit rund eine Stunde früher als vor der Winterpause. Stefan Zant, Geschäftsführer von 7Sports: "Wer an eSports Interesse hat, ist bei ProSiebenSat.1 bestens aufgehoben. Wir haben den relevantesten Content auf unseren Plattformen - ob im TV oder digital. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere langjährige, enge Partnerschaft mit der ESL weiterführen. Wir verfügen über die nötige Reichweite, um eSports groß zu machen, die ESL sorgt mit ihren großen, hochprofessionellen Veranstaltungen für herausragende Inhalte. Eine Win-Win-Situation für alle. Und mit esports.com gehen wir dieses Jahr den nächsten Schritt und wollen das Newsportal über die deutschsprachigen Grenzen hinaus starten."

Fliegende Fäuste


Nach der erfolgreichen Premiere folgt die Fortsetzung: Das Team Sauerland und die Universum Boxpromotion veranstalten am 4. April 2020 zum zweiten Mal gemeinsam ein Boxevent. Auf der prall gefüllten Fightcard stehen dabei drei Titelkämpfe, ein direktes Duell zwischen beiden Ställen sowie erstklassige Talente wie Sophie Alisch und Ali Dohier. Medien-Partner Sport1 überträgt den Abend aus Hamburg ab 21 Uhr live im Free-TV mit Kommentator Tobias Drews.

„Nach der tollen Auftaktveranstaltung am 25. Januar war es für uns selbstverständlich, dass wir nun in die zweite Ausgabe gehen“, freut sich Promoter Nisse Sauerland. „Die Zusammenarbeit mit Universum ist von einem guten Austausch und gegenseitigem Respekt geprägt. Gemeinsam haben wir erneut eine tolle Fightcard auf die Beine gestellt. Die Zuschauer in Hamburg und auf Sport1 können sich auf spannende Kämpfe freuen!“

„Die Paarungen werden erstklassig“, sagt Ismail Özen-Otto von der Universum Boxpromotion. „Für uns ist Boxen kein Experiment. Wir halten an unserem Versprechen fest und zeigen erstklassigen Sport. Unser Ziel ist es weiterhin, das deutsche Boxen zu fördern und junge talentierte Boxer an die Spitze zu führen.“
02.03.2020 10:31 Uhr Kurz-URL: qmde.de/116257
Manuel Weis

super
schade


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Revolution Raw Smackdown ran

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