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Die schönsten Meldungen des Jahres 2019

Das TV-Jahr 2019 bot allerlei Grund zur Freude. Quotenerfolge, erfreuliche Entwicklungen, starke Serien. Wir fassen die schönsten Meldungen des Jahres zusammen.

Das lineare Fernsehen lebt


Netflix, Amazon, YouTube… Platz für das gute, alte Fernsehen ist da kaum noch. Umso genug tuender war es im Sommer für die komplette Branche, dass ausgerechnet das lineare Fernsehen den Hit schlechthin aus dem Hut zauberte. Mit fast 40 Prozent Marktanteil ging ProSiebens «The Masked Singer» zu Ende. Die Show hatte im Hochsommer sechs Wochen lang halb Deutschland ins Ratefieber versetzt. Wer war gleich noch einmal Engel? Und wer würde die faszinierenden Auftritte von Astronaut vergessen? 2020 folgt eine zweite Staffel.

Deutschland wird queer


Mit queeren TV-Formaten tat sich Fernsehdeutschland lange schwer. In diesem Herbst aber überzeugten gleich zwei solcher Formate: «Queen of Drags» ist eine sechsteilige ProSieben-Show mit Heidi Klum und «Prince Charming», die homosexuelle Antwort von TV Now auf den «Bachelor». Besonders gefallen hat auch die begleitende Kampagne des On-Demand-Anbieters, die mit dem Claim „TV Now ist schwul“ versehen war.

Tierliebe ohne Grenzen


Immer mehr tierische Formate kommen ins deutsche Fernsehen. Beim Spartensender Sat.1 Gold kümmert sich Jochen Bendel inzwischen fast jede Woche um das Wohlergehen von Hunden und Katzen und bei VOX jagte Martin Rütter in diesem Jahr einen Quotenrekord nach dem anderen. Mitte November kam eine Erstausstrahlung seiner Sendung auf über 2,2 Millionen Zuschauer insgesamt und auf mehr als 13 Prozent bei den Umworbenen.

Deutschland kann Serie


Lange wurden deutsche Fernsehmacher belächelt. Deutschland kann nur 0815-Ware in Sachen Serie. Ausgerechnet Netflix und eine kleine Kölner Firma bewiesen aber das Gegenteil: Heraus kam mit «How to Sell Drugs Online (Fast)» eine frische, junge und innovative Serie, die auch prompt für eine zweite Staffel verlängert wurde. Die bildundtonfabrik stellt diese gerade her. Die Serie ist zudem nicht alleine, auch «Dark» (die zweite Staffel erschien dieses Jahr) wird für ihre komplexe Handlung von Fans und Journalisten gleichermaßen gefeiert.

Langer Atem lohnt sich


Man sei anfangs sicher nicht das geliebteste Kind gewesen, sagte Günther Jauch neulich in einem Quotenmeter-Interview über die RTL-Samstagsshow «Denn sie wissen nicht, was passiert». Doch anfangs ist längst vorbei und die Quoten der vergangenen Staffel überzeugten vollends. Bis zu 19,4 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen holte die Gottschalk-Jauch-Schöneberger-Show. RTL mag das Format inzwischen so sehr, dass für 2020 sechs Folgen – zwei mehr als zuletzt – beauftragt wurden. http://www.quotenmeter.de/n/113536/wer-wird-millionaer-moderator-guenther-jauch-habe-mich-dafuer-eingesetzt-dass-die-specialitis-wieder-zurueckgefahren-wurde

Langer Atem lohnt sich, Teil II


Überwiegend zweistellige Marktanteile fuhr «Late Night Berlin» in diesem Herbst ein. Die Show mit Klaas Heufer-Umlauf, die sich zu Beginn vor knapp zwei Jahren teils noch schwer tat, ist im Programm fest etabliert. In der Spitze lag die Produktion aus der Hauptstadt in diesem Herbst bei knapp 15 Prozent Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen

Nochmal Klaas und endlich Fernsehen mit Ecken und Kanten


Joko und Klaas waren es zudem auch, die uns in diesem Jahr einige ganz besondere TV-Momente beschert haben. Drei Mal bekamen sie von ProSieben am Mittwochabend um 20.15 Uhr 15 Minuten Sendezeit zur freien Verfügung bereit gestellt. Die Aktion, Geld zu verschenken, war da noch die unspektakulärste. In Erinnerung bleiben vor allem zwei politische Statements, unter anderem gegen rassistische Stammtisch-Parolen.

HBO bleibt bei Sky


2020 wird die Fragmentierung auch im Streaming-Sektor weitergehen. In Deutschland startet Disney+ und mit Peacock wird ein weiterer Dienst um Kunden buhlen. Wer alles im Streaming-Bereich sehen möchte, darf dann gut eine Handvoll Abos abschließen. Kundenfreundlich ist der Schritt von HBO, seine Inhalte weiterhin und bis 2025 bei Sky zu vertreiben.

Sendertreue


Man kann zu ihr und ihrer Sendung «Germany’s Next Topmodel» stehen wie man will. Heidi Klum aber ist in jedem Fall ein Vorbild was Senderverbundenheit angeht. Im Frühjahr schloss sie einen umfangreichen neuen ProSieben-Vertrag, der nicht nur die Produktion des neuen Formats «Queen of Drags» vorsah, sondern gleich sechs weitere Staffeln der Modelshow. #GNTM bleibt somit also bis 2025 im Programm des Münchner Senders.

Take! Me! Out!


Wer in Deutschland 2019 über die großen Show-Erfolge spricht, der denkt in aller Regel an die großen Hochglanzsendungen, 20.15 Uhr, mit großer Bühne. Seit vielen Jahren hat RTL aber ein Format im Programm, das zu den meistgesehenen der jungen Zuschauer gehört, das fernab von 20.15 Uhr zu sehen ist: «Take Me Out», die amüsante Kuppelshow mit Ralf Schmitz am späten Samstagabend, holte 2019 bis zu 25,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Trödel weiter


Entschleunigung am Nachmittag – auch heuer wieder ein Erfolgsrezept. Bis zu 27,9 Prozent Marktanteil holte eine wunderbare Sendung des ZDF, moderiert vom grundsympathischen Horst Lichter. Dass «Bares für Rares» mit teils mehr als drei Millionen Zuschauern am Nachmittag im heutigen Zeitalter sowohl bei den Älteren, aber auch bei den Jüngeren (bis zu 12,6 Prozent auf dem 15.05-Uhr-Slot) populär ist, ist angesichts der immer hektischer erscheinenden Gesellschaft eine beruhigende Erkenntnis.
04.12.2019 09:54 Uhr Kurz-URL: qmde.de/113959
Manuel Weis

super
schade


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Rückblick19 The Masked Singer How to Sell Drugs Online (Fast) Queen of Drags Prince Charming Bachelor Dark Denn sie wissen nicht was passiert Late Night Berlin Germany’s Next Topmodel Take Me Out Bares für Rares

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Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
Ja-Sager
05.12.2019 14:19 Uhr 5


Eigentlich schon fast faszinierend, wie Sie und ihre Gesinnungsgenossen doch immer wieder und auf wirklich jeder Plattform immer gleich argumentieren...



Sie sind es doch, die ihre subjektive Empfindung grundsätzlich als die ultimativ richtige Meinung darstellen wollen und alles, aber wirklich alles andere sofort als grün/links/wasweißich versifft darstellen.



Zuerst einmal folgendes - Lanz hatte gestern exakt 4 Gäste....einer davon war der Berliner AfD Landeschef Georg Pazderski...ein weiter der Informatiker Roger Knorr, der sich kein einziges mal zu Wort gemeldet hat.



Es waren also mitnichten 4 "geladene" Gäste die den Herrn Pazderski unterbrochen haben könnten (nicht einmal 3). Auch der Duktus "geladene" soll doch schon wieder eine staatsgelenkte Meinungssteuerung implizieren...



In der Sendung wurde Herr Pazderski mit offen ausgesprochen Naziparolen seines "Führungskaders" konfrontiert...und es war diesem wohl tatsächlich recht vernünftigen und aufrichtigen Herrn deutlich anzumerken, dass er sich in diesem Umfeld selbst nicht mehr so wirklich wohl fühlt.



Sie versuchen mit ihrer Anwort hier wieder etwas zu relativieren und herunterzuspielen, was selbst Herr Pazderski als offenkundiges und real existierendes Problem anerkannt hat.



Und übrigens - ich bin weder links noch grün noch sonst irgendwas...aber ich hab nen Kopf auf meinen Schultern, mit dem ich mir immerhin meine eigene Meinung bilden kann. ;)
andre-wagner
05.12.2019 16:20 Uhr 6
Genau Ja-Sager. Sind sind weder links noch grün. Alles klar. Und alle anderen sind da nicht aufgerufen ihre Meinung zu schreiben, wenn mit meinen Gebühren so etwas wie gestern bei "Lanz" abläuft ? Ob 4 oder 3 Gäste der Fakt bleibt gleich. Bei jeder Talkshow von ARD und ZDF. Nur IHRE Meinung existiert und ist die einzig Wahre. Lernen Sie anderen Menschen Ihre Meinung zu lassen. Dann ist der Demokratie schon viel geholfen. Und ganz nebenbei: ich bin weder in der AfD noch habe ich die AfD gewählt. Aber ich merke genau was seit einigen Jahren in Deutschland passiert. Alle Unterstellungen was mein Geist betrifft, lasse ich mal als "unüberlegt" durchgehen.

...aber das mit " Sie und Ihre Gesinnungsgenossen" sollte eigentlich gesperrt werden, denn das empfinde ich als eine Unterstellung und persönliche Beleidigung. Sowas ist schnell und billig heraus posaunt. Und deshalb werde ich keine weitere Minute mehr an Sie verschwenden. Ich hoffe, dass Sie wegen Ihrer persönlichen Anspielungen gegen mich wenn nicht gesperrt, denn wenigstens gemahnt werden.
Ja-Sager
05.12.2019 21:12 Uhr 7


Nein, und das ist doch das Problem über das ich mich aufrege - sie verbreiten Unwahrheiten und stellen es so dar als wird staatsgelenkt gegen jemanden Hetze betrieben...und wenn man darauf aufmerksam macht, wird es einfach vom Tisch gewischt und so getan als ändere das nichts an der Tatsache - 2 (!!!) Gäste haben mit dem Herrn von der AfD diskutiert...einer davon, Melanie Amann, hat Herrn Padzinki sogar als intelligenten und vernünftigen Politiker bezeichnet den sie durchaus respektiert. Es ging einzig und alleine um bewiesenermaßen rechtsextreme Tendenzen in einer Partei...



Ich verteidige hier niemanden und ergreife niemandens Partei - wenn aber versucht wird durch alternative Fakten Meinung zu machen, kann ich das nicht unkommentiert so stehen lassen.



...und apropos:



Gesinnung: Die Gesinnung ist die durch Werte und Moral begrenzte Grundhaltung bzw. Denkweise eines Menschen, die den Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen des Menschen als zugrunde liegend betrachtet werden kann.





Was ich gesagt habe, bedeutet vereinfacht gesagt, nur - "Sie und andere die so denken wie sie" - wüsste nicht, was daran beleidigend oder sperrenswert sein sollte...aber getroffene Hunde bellen dann eben doch mitunter.
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