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CBS und Viacom fusionieren

Jetzt kommt es doch: CBS muss seine kleine Schwester Viacom kaufen.

Nach einem tagelangen Verhandlungsmarathon haben sich die Unternehmen von National Amusement über eine Fusion geeinigt. Noch vor weniger als einem Jahr konnte der damalige CBS-Chefin Leslie Moonves die Fusionsverhandlungen stoppen, da er sein Unternehmen bestens aufgestellt sah. Mit einer Übernahme von Viacom würde man sich nur schwächen, hieß es damals. Shari Redstone, die National Amusement nachwievor leitet, sagte, dass die Fusionsverhandlungen gestoppt werden – zumindest für die kommenden zwei Jahre.

Der aktuelle CBS-Chef Joe Ianniello war also nur Strohmann für Redstone. Die Fusion respektive die Übernahme von Viacom durch CBS wird stattfinden. Interessanter Fakt: Obwohl die CBS Corporation das schwächelnde Viacom übernehmen wird, sitzt künftig Viacom-Chef Bob Bakish an der Spitze von ViacomCBS Inc. Interims-Präsident Ianiello darf seinen Posten Posten als CBS-Chef behalten. Shari Redstone wird Vorsitzende von ViacomCBS und bezieht den Sitz, der bis Anfang 2016 von ihrem Vater besetzt war.

Die Vereinbarung zwischen den zwei Unternehmen sieht vor, dass Viacom-Aktionäre 0,59625 Aktien der CBS Corporation erhalten. Damit erreichen die zusammengeführten Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 11,7 Milliarden US-Dollar. Bereits kurz nach den Übernahme-Vereinbarung trumpfte das Unternehmen auf. Man habe derzeit 750 TV-Serien bestellt, in den vergangenen zwölf Monaten gab man 13 Milliarden US-Dollar für Inhalte aus. Zusammen kommen beide Unternehmen auf einen Umsatz von 28 Milliarden US-Dollar.

Dennoch ist das Unternehmen außerhalb der Vereinigten Staaten nur mäßig aufgestellt. CBS und Showtime sind bekannte und starke Marken, aber außerhalb des Landes konnte man nicht Fuß fassen. Viacom hat eine gute Verbreitung von Comedy Central außerhalb der Vereinigten Staaten, aber die Marke MTV hat man in den vergangenen zehn Jahren ramponiert.

Die Fusion zwischen CBS und Viacom soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Das neue Unternehmen plant innerhalb von zwei Jahren Einsparungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar durch die Bereinigung von Überschneidungen in der Unternehmenstätigkeit und anderen Bereichen.
14.08.2019 07:42 Uhr Kurz-URL: qmde.de/111427
Fabian Riedner

super
schade


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CBS Viacom ViacomCBS

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