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Zu politisch? Eventserie «Eden» erzeugt im Ersten wenig Interesse

Die internationale Miniserie über die Flüchtlingskrise wurde im Ersten am Mittwochabend als Event-Programmierung angesetzt, doch lief deutlich unter den Erwartungen.

«Eden» will zu viel: überall sein, alles kommentieren, jeden Blickwinkel bespielen. Wohl genau deshalb bleibt die Miniserie erwartbar, künstlerisch unausgereift und emotional nur auf oberflächlicher Ebene berührend.
Aus der Quotenmeter.de-Kritik zu «Eden»
Nur selten laufen neue Serien im Ersten gleich zur besten Sendezeit, für «Eden» räumte der ARD-Sender am Mittwochabend allerdings einen Programmplatz ab 20.15 Uhr frei. Die deutsch-französische Dramaserie über die Flüchtlingskrise lief bis 22.30 Uhr gleich in drei Folgen. Diese erreichten im Schnitt 2,66 Millionen Zuschauer ab drei Jahren.

Insgesamt resultierte diese Zuschauerzahl in einem Marktanteil von durchwachsenen 9,4 Prozent. Aus der jungen Altersklasse schalteten des Weiteren 0,39 Millionen Menschen ein, was 4,6 Prozent zur Folge hatte. In allen Belangen kann Das Erste mit diesen Zahlen nicht zufrieden sein. Allerdings hatte Das Erste seit Anfang des Jahres auf dem Primetime-Sendeplatz am Mittwochabend sonst nur Spielfilme gezeigt. Diese generierten sehr wechselhafte Ergebnisse - von 6,8 Prozent («Brecht») bis 15,0 Prozent («Big Manni» vergangene Woche) war alles dabei.

An die weiteren Eventserien, die Das Erste in der jüngeren Vergangenheit zeigte, kommt «Eden» bei Weitem nicht heran. «Babylon Berlin» sahen Ende 2018 durchschnittlich 4,37 Millionen Zuschauer am Donnerstagabend, im Mittel 14,1 Prozent aller und 10,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen. Die zweite Staffel «Charité», die im Februar und März am Dienstagabend lief, erreichte im Schnitt 4,97 Millionen Personen mit durchschnittlichen Marktanteilen von 15,8 respektive 8,2 Prozent.
© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
09.05.2019 08:58 Uhr Kurz-URL: qmde.de/109199
Timo Nöthling

super
schade

87 %
13 %

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Tags

Brecht Big Manni Eden Babylon Berlin Charité

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